Ausland

Moskau: Neue US-Sanktionen befeuern Ukraine-Konflikt

Die im Ukraine-Konflikt verhängten neuen Sanktionen der USA und Kanada befeuern die Krise nach Ansicht der russischen Regierung weiter. „Die Maßnahmen zielen darauf, den politischen Prozess zu stören“, sagte das Außenministerium in Moskau heute. „Wir raten Washington und Ottawa, über die Konsequenzen eines solchen Vorgehens nachzudenken“, hieß es weiter.

Die USA hatten gestern einen Tag nach der EU den Handel mit der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim weitgehend verboten. Auch Kanada verhängte neue Sanktionen. Die EU hatte tags zuvor die Sanktionsschraube weiter angezogen. Sie untersagte etwa Investitionen auf der Krim sowie den Export von Gütern aus dem Öl- und Gassektor.

Wirtschaftskrise in Russland

Wegen der Ukraine-Krise hatte der Westen bereits früher Sanktionen gegen Russland verhängt, insbesondere im Finanz-, Rüstungs- und Energiebereich. Nach Einschätzung des russischen Staatschefs Wladimir Putin sind diese zu „25 bis 30 Prozent“ für die Wirtschaftskrise in seinem Land verantwortlich.

Russland kämpft derzeit mit der schwersten Wirtschaftskrise seit 16 Jahren. Seit Jahresbeginn verlor der Rubel rund 40 Prozent seines Werts. Ein Grund für die Krise ist auch der Einbruch des Ölpreises auf dem Weltmarkt.

Chinas Präsident warnt Aktivisten in Hongkong und Macao

Chinas Präsident Xi Jinping hat Demokratieaktivisten in den Sonderverwaltungszonen Macau und Hongkong heute vor neuen Protesten gegen die Staatsführung in Peking gewarnt. An dem Prinzip „Ein Land - zwei Systeme“ müsse festgehalten werden, sagte Xi bei der Einführung des Verwaltungschefs von Macao, Fernando Chui, in seine zweite Amtszeit.

Xi betonte bei seiner Ansprache, der Unterschied zwischen den beiden Systemen in China müsse respektiert werden. Andere Bestrebungen seien „ein fehlgeleiteter Ansatz, als ob man den linken Fuß in den rechten Schuh stecken würde“.

Demo in Macao

Im historischen Zentrum von Macao gingen ungeachtet dieser Warnung Dutzende Demonstranten auf die Straße. Eine kleine Gruppe von Demonstranten mit gelben Regenschirmen versuchte vergeblich zu dem Staatschef vorzudringen. Regenschirme waren zum Symbol der Demokratiebewegung in Hongkong geworden - und anlässlich des Besuchs von Xi in Macao untersagt worden.

In Hongkong gelten seit der Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie an China 1997 gemäß dem Prinzip „Ein Land - zwei Systeme“ Bürgerrechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Freie Wahlen jedoch gibt es nicht. Ähnlich ist die Lage in Macao, das im Jahr 1999 von Portugal an China zurückgegeben wurde.

Wegen Ebola verspätete Wahlen in Liberia begonnen

Mit zwei Monaten Verspätung haben heute in Liberia die Senatswahlen begonnen. Die Abstimmung in dem westafrikanischen Land musste wegen der Ebola-Epidemie zweimal verschoben werden. Die Behörden hatten befürchtet, dass sich die Krankheit bei Wahlveranstaltungen und durch Schlangen vor den Wahllokalen weiter ausbreiten könnte.

Für 15 Senatssitze in der Hauptstadt Monrovia stehen 139 Kandidaten zur Wahl. Die beiden Favoriten sind Robert Sirleaf, Sohn der amtierenden Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, sowie der frühere Fußballprofi George Weah. Das liberianische Oberhaus hat insgesamt 30 Sitze, die Hälfte davon wird alle neun Jahre neu gewählt.

Mehr als 3.300 Menschen starben in Liberia bisher an Ebola. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es in dem Land derzeit rund 7.800 Infizierte. Damit ist der verarmte Staat hinter dem angrenzenden Sierra Leone das am zweitstärksten betroffene Land. Inzwischen sei die Infektionsrate aber auf unter 100 neue Fälle pro Woche gesunken, so die WHO.

Italienischer Senat stimmt Haushalt für 2015 zu

Die italienische Regierung hat mit ihren umstrittenen Haushaltsplänen eine erste Hürde im Parlament genommen. Nach einer Nachtsitzung stimmte der Senat heute Früh mit deutlicher Mehrheit dem Etatentwurf für 2015 zu, der Steuererleichterungen für Geringverdiener und Unternehmen von rund zehn Milliarden Euro vorsieht.

Wie häufig in Italien verknüpfte Ministerpräsident Matteo Renzi das Votum mit der Vertrauensfrage, um seinen Plänen Nachdruck zu verleihen. Kommende Woche soll auch das Abgeordnetenhaus darüber entscheiden. Die EU-Kommission befürchtet allerdings, dass der Etat gegen die Fiskalregeln der Europäischen Union verstößt und fordert mehr Anstrengungen zum Abbau des Haushaltsdefizits.

4,8 Mrd. Euro zusätzlich einsparen

Renzi will mit einer Lockerung des Sparkurses die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone aus der Rezession führen und die hohe Arbeitslosigkeit abbauen. Auf Druck der Kommission musste er aber auf einige Steuersenkungsvorhaben verzichten. Zudem wird die Brüsseler Behörde womöglich weitere Einsparungen fordern.

Sie hat die Haushaltspläne Italiens, Frankreichs und Belgiens kritisiert und will ein endgültiges Urteil darüber im März fällen. Einem internen Arbeitspapier der Kommission zufolge muss Italien bis zu 4,8 Milliarden Euro zusätzlich einsparen.

Taliban-Kämpfer im Nordwesten Pakistans getötet

Bei Gefechten und einem US-Drohnenangriff sind in den Stammesgebieten im Nordwesten Pakistans nahe der Grenze zu Afghanistan heute mindestens zwölf Kämpfer der radikalislamischen Taliban getötet worden.

Von US-Drohne getötet

Zwei Extremisten wurden nach offiziellen Angaben bei einer Razzia in der Stadt Shabqadar etwa 30 Kilometer nördlich von Peshawar getötet. Bei Schusswechseln starben dort demnach auch ein Polizist und ein paramilitärischer Kämpfer.

Fünf weitere Aufständische wurden zudem nach Behördenangaben in der Stadt Matni rund 15 Kilometer südlich von Peshawar getötet. Beim Angriff einer US-Drohne in der Region Nordwaziristan starben mindestens fünf Taliban-Kämpfer. Es sei aber damit zu rechnen, dass die Zahl der Toten noch ansteigen werde, so ein ranghoher Vertreter der Sicherheitsbehörden.

Erste Hinrichtungen in Pakistan seit 2008

Die Stammesbezirke im Nordwesten Pakistans gelten als Rückzugsort der Taliban, die am Dienstag bei einem Angriff auf eine Schule in Peshawar fast 150 Menschen töteten - die meisten davon Kinder. Regierung und Militär kündigten daraufhin an, mit aller Entschlossenheit gegen die Islamisten vorzugehen. Unter anderem werden Todesurteile wieder vollstreckt.

Mehr dazu in Dutzenden Verurteilten droht Hinrichtung

UNO: Israel soll Libanon für Ölkatastrophe entschädigen

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UNO) hat mit überwältigender Mehrheit Israel aufgefordert, den Libanon für eine Ölkatastrophe nach einem israelischen Luftangriff zu entschädigen.

Mit 170 zu sechs Stimmen stimmte die Versammlung gestern dafür, dass Israel „schnell und angemessen“ Kompensation leisten solle. Gegen die juristisch nicht bindende Resolution stimmten nur Israel, die USA, Kanada, Australien, Mikronesien und die Marshallinseln.

Ölteppich nach Luftschlägen gegen Hisbollah

Nach der Entführung zweier israelischer Soldaten durch die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hatte die israelische Luftwaffe 2006 einen großangelegten Libanon-Feldzug begonnen und zahlreiche Infrastruktureinrichtungen angegriffen. Bei dem Bombardement eines küstennahen Kraftwerkes liefen Schätzungen zufolge rund 15.000 Tonnen Erdöl aus und verschmutzten 150 Kilometer Küste im Libanon und in Syrien.

Kosten von 850 Millionen Dollar

Der Resolution zufolge soll Israel auch „andere direkt betroffene Staaten" entschädigen, doch wird Syrien nicht namentlich genannt. Die Weltgemeinschaft wurde aufgerufen, dem Libanon bei der Behebung der Umweltschäden zu helfen. Medienberichten zufolge soll Israel zum Ausgleich der Kosten für die Schadensbehebung mehr als 850 Millionen Dollar (700 Mio. Euro) bezahlen.

Inland

Bures: Faymann fest im Sattel

Seit einem Vierteljahr ist Doris Bures (SPÖ) Präsidentin des Nationalrats - und als solche wird sie 2015 besonders im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen. Bures wird den Hypo-Untersuchungsausschuss leiten. Sie sagt offen, dass Kanzler Werner Faymann (SPÖ) auch im Ausschuss erscheinen wird müssen.

Als SPÖ-Chef sieht ihn Bures fest im Sattel, die Streichungen am Parteitag seien Ausdruck einer lebendigen Partei - und dem als Faymann-Nachfolger gehandelten ÖBB-Chef Christian Kern bescheinigt die Nationalratspräsidentin, nicht zum Politiker zu taugen, wie sie im Ö1-Interview sagte.

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Sport

Fußball: Bremen bittet Dortmund zum Krisengipfel

Ein Alptraum begleitet Borussia Dortmund und Jürgen Klopp ins letzte Spiel des Jahres: Verliert der BVB heute das Kellerduell bei Schlusslicht Werder Bremen, dann könnte der zweimalige Meistertrainer mit dem Champions-League-Achtelfinalisten tatsächlich auf dem letzten Tabellenplatz der deutschen Bundesliga überwintern. Allerdings möchte auch Werder-Coach Viktor Skripnik den Bremer Fans am Ende einer leidvollen Hinrunde ein „positives Ergebnis schenken“.

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Wirtschaft

Ölpreis: EZB-Vize warnt vor „Teufelskreis“

Der Verfall der Ölpreise alarmiert die Europäische Zentralbank (EZB) - ihr Vizechef Vitor Constancio warnt vor einem möglichen Abrutschen der Preise auf breiter Front. „Wir rechnen nun mit einer negativen Inflationsrate in den kommenden Monaten“, sagte der Ökonom in einem Interview der „Wirtschaftswoche“.

Sollte Rohöl länger so billig bleiben wie zuletzt, drohe „ein gefährlicher Teufelskreis aus sinkenden Preisen, steigenden realen Lohnkosten, sinkenden Gewinnen, schrumpfender Nachfrage und weiter sinkenden Preisen“. Die bisherige Inflationsschätzung der EZB für das nächste Jahr von 0,7 Prozent sei inzwischen nicht mehr zu halten.

Constancio für Anleihenkauf

Der niedrige Ölpreis sei zunächst einmal ein Segen für die Konjunktur. Er könne zu stärkerem Wirtschaftswachstum führen, was wiederum längerfristig den derzeit unerwünscht niedrigen Preisauftrieb beschleunigen könnte, sagte Constancio. Die jüngsten Inflationsprognosen der EZB scheinen aber bereits von der Entwicklung überholt. Seit ihrer Erarbeitung sei der Ölpreis um weitere 15 Prozent gefallen.

Als Gegenmaßnahme zum Preisverfall auf breiter Front würde er notfalls auch den umstrittenen Kauf von Staatsanleihen erwägen, den EZB-Chef Mario Draghi jüngst in Aussicht stellte. Alle Mittel müssten genutzt werden. Letztlich sei das eine Sache des Risikomanagements: „Die Frage ist: Sind die Risiken höher, wenn wir etwas tun oder wenn wir nichts tun?“

Streiks bei Amazon gehen weiter: Auswirkungen unklar

Mitten in der Schlussphase des Weihnachtsgeschäfts dauert der Streik beim Onlineversandhändler Amazon an mehreren Standorten in Deutschland an. Unklar blieben heute die Auswirkungen des mehrtägigen Arbeitskampfes, zu dem die deutsche Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte.

Amazon verneinte, dass es bei den Auslieferungen zu Verspätungen komme. „Unsere Mitarbeiter sind stolz, daran mitzuwirken, dass die Kunden ihre Weihnachtspäckchen pünktlich bekommen“, sagte eine Sprecherin am Firmensitz in München.

Im hessischen Versandzentrum Bad Hersfeld sagte eine Verdi-Vertreterin dagegen, Amazon-Mitarbeiter berichteten von einem Rückstau an Bestellungen. Die Gewerkschaft erhalte auch E-Mails von Kunden, dass die Lieferzeiten länger dauerten als üblich. Die Onlineausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ veröffentlichte dagegen schon gestern eine nicht repräsentative Leserumfrage, wonach die meisten Pakete pünktlich kommen. Die Streiks sollen bis Heiligabend dauern.

Fiat Chrysler ruft über drei Millionen Autos zurück

Der Autokonzern Fiat Chrysler startet wegen Airbag-Problemen des japanischen Zulieferers Takata eine Rückrufaktion. Insgesamt sollen weltweit etwa 3,3 Millionen ältere Modelle in die Werkstätten beordert werden, teilte Chrysler mit. Airbags auf der Fahrerseite sollen ausgewechselt werden. Allein in den USA seien knapp 2,9 Millionen Fahrzeuge von der Rückrufaktion betroffen.

Auch andere Hersteller von Airbag-Problem betroffen

Der japanische Autozulieferer Takata stellt weltweit jeden fünften Airbag her. Die eigentlich zur Sicherheit eingebauten Luftkissen können allerdings bei einem Unfall, teilweise auch ohne Aufprall, explodieren, so dass heiße Metallteile umherfliegen. Deswegen sind bereits mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 21 Millionen Fahrzeuge sind in diesem Zusammenhang weltweit in die Werkstätten beordert worden. Betroffen ist unter anderem auch BMW.

Billige Autokindersitze fallen im Test durch

Autokindersitze sind teuer. Zwei- bis dreihundert Euro sind schnell ausgegeben und damit ist das obere Preissegment noch längst nicht erreicht.

Angebote im Onlinehandel sind deutlich günstiger, die billigsten Modelle sind schon um 50 Euro zu haben. Im jüngsten Test europäischer Verbraucherschutzverbände und Autofahrerclubs wurden günstige Kindersitze geprüft - mit ernüchterndem Ergebnis.

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Chronik

Suizid in Justizanstalt Josefstadt

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ berichtet, hat sich am 24. November ein 19-jähriger Häftling in einer überwachten Einzelzelle der Justizanstalt Wien-Josefstadt das Leben genommen. Der Untersuchungshäftling litt unter schweren psychischen Problemen.

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Maßnahmenvollzug: „Einiges im Argen“

Ein Psychiater für 800 Häftlinge: Die Kriminalsoziologin Veronika Hofinger forderte im „Wien heute“-Interview eine grundlegende Reform im Maßnahmenvollzug und mehr Therapieangebote für Häftlinge, denn da sei derzeit „einiges im Argen.“

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Mit Auto gegen Haus: Vier Verletzte in Niederösterreich

In Niederösterreich ist es in der Nacht auf heute zu einem Unfall gekommen. Ein mit vier Personen besetzter Pkw prallte gegen ein Haus. Die Insassen wurden verletzt, konnten sich aber selbst befreien. Der Knall war etwa 400 Meter weit zu hören.

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Drei Verletzte bei Unfällen in Vorarlberg

Drei Verletzte forderten mehrere Unfälle gestern Abend auf der A14 in Vorarlberg. Zunächst fuhr ein Pkw auf einen Lkw auf, dann kollidierte ein weiterer Pkw mit der herbeigerufenen Rettung. Bei Bludenz Bürs und Lauterach überschlug sich je ein Fahrzeug.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Busunfall in Kärnten endete glimpflich

Auf der Tauernautobahn (A10) in Kärnten fuhr gestern Abend der Lenker eines vollbesetzten Reisebusses einem Pkw auf. Drei Insassen in dem Pkw wurden leicht verletzt, der Busfahrer und seine fast 50 Fahrgäste blieben unverletzt.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Überfall auf Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe

Mitten im Weihnachtstrubel haben mehrere Täter heute Vormittag das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe überfallen. Sie seien danach geflüchtet, sagte eine Polizeisprecherin und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Es seien keine Schüsse gefallen. Den Berichten zufolge waren die Männer maskiert und bewaffnet. Der Überfall habe nur wenige Minuten gedauert.

Laut Feuerwehr wurden elf Menschen, darunter ein kleines Kind, vom Rettungsdienst versorgt. Sie sollen Reizgas oder Pfefferspray eingeatmet haben. Es habe aber niemand ins Krankenhaus gebracht werden müssen.

Nach Angaben der Polizei vor Ort gelangten die Täter über einen Seiteneingang in das beliebte Kaufhaus in der Nähe des Kudamms (der Einkaufsstraße Kurfürstendamm). Das KaDeWe wurde nach dem Überfall evakuiert und vorübergehend geschlossen.

Acht tote Kinder in Australien: Mutter verhaftet

Die Mutter von sieben der acht in Australien getöteten Kinder ist Medienangaben zufolge wegen Mordes verhaftet worden. Die 37-Jährige werde weiter im Krankenhaus wegen Stichwunden behandelt und stehe nun wegen der Gefahr eines Selbstmordes unter Bewachung, so ein Polizist gestern.

Getötete Kinder in Haus entdeckt

Polizisten hatten nur Stunden zuvor die Leichen der Kinder im Alter von 18 Monaten bis 14 Jahren in einem Wohnhaus in einem Vorort von Cairns (Queensland) an der Nordostküste gefunden. Die Kinder waren erstochen bzw. erstickt worden.

Sieben von ihnen waren Geschwister, das achte eine Nichte der Frau. Die Mutter war mit Stichverletzungen in dem selben Haus gefunden und in ein Krankenhaus gebracht worden. Ein Bruder der sieben Geschwister hatte die Bluttat entdeckt und die Polizei gerufen.

„Vergib mir für das, was ich tun werde“

Nachbarn berichteten von dramatischen Szenen während der Nacht vor der Tat. In dem Haus habe jemand geschrien: „Lass nicht zu, dass sie sie uns wegnehmen. Gott segne dich. Vergib mir für das, was ich tun werde“, sagte ein Nachbarin dem Sender News Limited.

Die Hintergründe der Tat blieben weiter unklar. Die Polizei sprach von einem „sehr, sehr tragischen Fall“. Sie machte aber deutlich, dass sie von einer Familientragödie ausgehe.

Gesundheit

Gift auf Schalen von Zitrusfrüchten

Der Umweltschutzorganisation Global 2000 zufolge sind 80 bis 85 Prozent der in Österreich angebotenen Zitrusfrüchte mit Pestiziden belastet. Und sie sind im Vergleich zu anderen Früchten auch viel stärker belastet.

Die Schalen der meisten Zitronen, Orangen & Co. sind nicht zum Verzehr geeignet. In der Weihnachtszeit landen sie dennoch im Punsch und in den Keksen. Global 2000 rät zur Vorsicht und fordert eine bessere Kennzeichnung. Nur Bioware ist unbedenklich.

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Science

Ägypten: Eine Mio. Mumien in Massengrab vermutet

Eine unglaubliche Entdeckung wollen US-Forscher in Ägypten gemacht haben: In einem Massengrab werden bis zu eine Million Mumien vermutet. Entdeckt wurden bisher 1.700, die Größe des Grabes lasse aber auf eine deutlich größere Zahl schließen, heißt es in US-Medien. In dem Grab sollen gewöhnliche Bürger zwischen dem 1. und dem 7. Jahrhundert beigesetzt worden sein.

Der Fund ist jedoch umstritten: Die ägyptische Altertumsbehörde dementiert, dass es sich um Mumien handelt. Für den Projektleiter ist das reine Auslegungssache - die Körper seien nicht aufwendig wie etwa Pharaonen mumifiziert, es handle sich aber dennoch um Mumien.

Mehr dazu in Behörde stoppt Ausgrabung

IT

Drohnen: Weihnachtsrenner mit vielen Tücken

Unbemannte Fluggeräte, auch Drohnen genannt, sind heuer der Renner unter dem Christbaum. Das Angebot wird laufend größer, die Geräte selbst werden immer günstiger. Für britische Medien sind vor allem Modelle mit Kamera der nächste logische Schritt für Liebhaber von Selfies. Bei der Anschaffung eines solchen Flugmodells gilt es allerdings einiges zu beachten, wie etwa eine ausreichende Versicherung im Fall von Schäden. Auch die Piloten sollten, je nach Geräteklasse, eine gewisse Grundqualifikation mitbringen. Und nicht zuletzt gilt der Datenschutz etwa für Nachbars Garten auch in der Luft.

Mehr dazu in Luftfahrtgesetz regelt Betrieb

Erste Hilfe bei Smartphonegebrechen

Kleinere Handyschäden sind schnell passiert: Mal wird das Gerät nass oder fällt auf den Boden, mal lädt der Akku nicht mehr richtig oder die Musik hat Aussetzer.

Dadurch wird das Smartphone nicht gleich zu Elektroschrott: Wer sich für eine Reparatur entscheidet, schont nicht nur Umwelt und Ressourcen, sondern spart vor allem Geld. Einige Smartphoneprobleme kann man mit wenig Aufwand selbst beheben.

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Religion

Pastoraltheologe Paul Zulehner wird 75

Der Wiener Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner wird heute 75 Jahre alt. Zulehner ist eines der prominentesten „medialen Gesichter“ der katholischen Kirche in Österreich. Bekannt für seine pointierten Formulierungen und die Fähigkeit, Theologie auch der breiten Öffentlichkeit anschaulich zu präsentieren, tritt er häufig als Kommentator sozialer, religiöser und kirchlicher Entwicklungen auf.

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Weihnachtskrippe auf Petersplatz im Vatikan eröffnet

Auf dem Petersplatz in Rom ist gestern die traditionelle Weihnachtskrippe eröffnet worden. Fünf Tage vor dem Heiligen Abend wurden auch die Lichter an der 25 Meter hohen Weihnachtstanne entzündet. Bisher wurde die Krippe erst am Heiligen Abend selbst enthüllt, doch wie manches andere hat sich auch diese Tradition unter Papst Franziskus geändert.

Die diesjährige Weihnachtskrippe, zu der 20 lebensgroße Terrakottafiguren gehören, ist inspiriert von der italienischen Oper „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti. Entworfen wurde sie vom Künstler Alfredo Troisi. Gemäß der Tradition besucht der Papst die Krippe am 31. Dezember nach einem Dankgottesdienst für das vergangene Jahr.

Kultur

Wiener Volkstheater soll generalsaniert werden

Das Wiener Volkstheater soll generalsaniert werden. Das beschloss der Wiener Gemeinderat in seiner letzten Sitzung des Jahres einstimmig.

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) soll einen Sanierungs- und Finanzierungsplan erarbeiten, der auch einen Eigenanteil des Volkstheaters vorsieht. Man begrüße „diese grundlegend wichtige Entscheidung“, teilte das Volkstheater heute per Aussendung mit.

Erste Sanierungsschritte, etwa im Bereich des Zuschauerraums, sind bereits für Sommer 2015 geplant, so das Volkstheater. Dessen Direktor Michael Schottenberg erachtet die Entscheidung des Gemeinderats als „wichtiges Zeichen“. „Ich bin mir sicher, dass die Zukunft des Volkstheaters mit dieser Willenserklärung rasch gesichert wird.“