Inland

Aus für Amtsgeheimnis nicht in Koalitionspakt

Die SPÖ-ÖVP-Koalition ist mit der Aufhebung des Amtsgeheimnisses und der Schaffung eines Informationsfreiheitsgesetzes gescheitert. Die neue ÖVP-FPÖ-Regierung hat sich das nun nicht einmal zum Ziel gesetzt. Im Regierungsprogramm ist davon jedenfalls nirgendwo die Rede - und das, obwohl sich beide Parteien im Wahlkampf noch dafür ausgesprochen hatten.

Sickinger: Keine Priorität

Der Politologe Hubert Sickinger, unter anderem Experte für das Parteienfinanzierungsgesetz und Proponent einer Initiative für mehr Transparenz in der Politik, bestätigte heute Früh gegenüber ORF.at, dass sich zu einer Verschärfung des Parteienfinanzierungsgesetzes und zur Informationsfreiheit „gar nichts“ im Regierungsprogramm finden lässt. Mehr Transparenz zu schaffen sei „offensichtlich nicht Priorität“ gewesen.

Lediglich die Überarbeitung des Verhaltenskodex für Bundesbedienstete - hier sei offen, ob hier auch Regierungsmitglieder gemeint sind - und eine Fortsetzung der Antikorruptionsstrategie seien im Regierungsprogramm festgeschrieben. „Leuchttürme sind das aber keine“, so Sickinger.

„Werden natürlich nachhaken“

Jenes Bündnis, das im Wahlkampf ein Bündel an Gesetzesmaßnahmen - darunter die Aufhebung des Amtsgeheimnisses und einen breiteren Zugang von Bürgerinnen und Bürgern zu Entscheidungen der Verwaltungsbehörden - forderte, werde bei der Regierung und insbesondere beim neuen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) „natürlich nachhaken, ob er die Forderung vergessen hat“.

Sickinger erinnerte daran, dass sich Kurz - damals Integrationsstaatssekretär - 2013 als erster Regierungspolitiker offensiv für eine Initiative für mehr Transparenz und die Aufhebung des Amtsgeheimnisses ausgesprochen hatte. Auch in das Programm der JVP sei das auf Kurz’ Wunsch hin aufgenommen worden.

Angesichts des Plans der Regierung, die Verwaltung zu modernisieren, hätte es aus Sickingers Sicht jedenfalls durchaus Sinn ergeben, eine transparentere Verwaltung zum Ziel zu erklären.

Kurz strebt enge Zusammenarbeit mit Merkel an

Kurz vor seiner Vereidigung hat der designierte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) eine enge Zusammenarbeit mit Deutschland angekündigt. „Mit Deutschland verbindet uns sehr viel, menschlich, wirtschaftlich, politisch und kulturell“, sagte Kurz der „Bild“-Zeitung (Montag-Ausgabe).

„Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit der deutschen Bundesregierung, insbesondere mit Bundeskanzlerin Angela Merkel - vor allem zur weiteren Vertiefung unserer exzellenten bilateralen Beziehungen auch innerhalb der Europäischen Union“, so Kurz.

Während seiner Zeit als Außenminister hatte Kurz häufig Kritik am Kurs der Kanzlerin geübt, vor allem in der Flüchtlingspolitik. Kurz hatte sich auch deutlich gegen das maßgeblich von Merkel ausgehandelte Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei ausgesprochen.

Vilimsky: FPÖ bleibt in Fraktion mit Le Pen

Die FPÖ bleibt in der rechtspopulistischen Fraktion ENF (Europa der Nationen und Freiheit) im Europaparlament, in der sich unter anderem auch der rechtsextreme Front National von Marine Le Pen befindet. Der freiheitliche Delegationsleiter im EU-Parlament Harald Vilimsky machte allerdings auch klar, dass kein Bündnis auf Lebenszeit Bestand habe. Nach den Europawahlen 2019 könnte eine „positive EU-kritische Gruppierung“ entstehen, sagte Vilimsky heute.

Jedenfalls sei die Mitgliedschaft der FPÖ in der ENF bei den Koalitionsverhandlungen „kein Thema“ gewesen. Es sei vereinbart, dass die Mitgliedschaft in internationalen Organisationen nicht Thema der Regierungsgespräche seien. „Ich rege mich auch nicht auf, dass neben (Othmar) Karas die Frau Mussolini sitzt“.

Derzeit „keine andere Option“

Die zweite rechtspopulistische Fraktion im Europaparlament EFDD (Europa der Freiheit und Direkten Demokratie) dürfte nach dem „Brexit“ durch den Wegfall zahlreicher britischer Abgeordneter „nicht überleben“. Schon derzeit seien deshalb auch Gespräche über die Zukunft der EU-kritischen Mandatare im Europaparlament im Laufen. Derzeit stelle sich für die FPÖ zwar „keine andere Option“ als die ENF, aber „mittelfristig rechne ich mit einer möglichen Neuausrichtung nach den EU-Wahlen 2019“, so der FPÖ-Mandatar.

Dabei führte Vilimsky auch ins Feld, dass der ungarische Regierungschef Viktor Orban „in der EVP ja auch nicht so glücklich ist“. Angesprochen, ob der neue Kanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz in der Europäischen Volkspartei ebenfalls nicht zufrieden ist, sagte der blaue EU-Mandatar: „Die Frage ist, wie wohl fühlt sich Kurz in der EVP. Aber ich glaube nicht, dass das irgendein Thema für die ÖVP sein wird. Überhaupt nicht. Die EVP ist ein Sammelbecken der christlichen Parteien. Aber es gibt kein Bündnis auf Lebenszeit“.

Ausland

Israelische Luftangriffe auf Gazastreifen

Nach neuen Raketenangriffen militanter Palästinenser auf den Süden Israels haben israelische Kampfflugzeuge in der Nacht auf heute Ziele im Gazastreifen beschossen. Die Armee habe einen Trainingsstützpunkt der radikalislamischen Hamas im Norden des Küstengebiets attackiert, teilte die israelische Armee mit.

Auf dem Gelände seien mehrere Ziele beschossen worden. Nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen wurden zwei Stützpunkte der Hamas getroffen und schwer beschädigt. Dabei sei niemand verletzt worden, hieß es.

Zwei Raketen auf Israel

Militante Palästinenser hatten am Vortag vom Gazastreifen aus erneut zwei Raketen auf Israel abgefeuert. Beim Einschlag der Geschoße nahe zwei Siedlungen im Süden des Landes wurde niemand verletzt, wie die israelische Polizei mitteilte.

Seit der Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, sind inzwischen mehr als ein Dutzend Raketen in Richtung Israel abgeschossen worden. Der Führer der dort herrschenden radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas, Ismail Hanija, hatte im Jerusalem-Streit zu einem neuen Aufstand (Intifada) aufgerufen.

Deutsche Journalistin in Istanbul soll freigelassen werden

Die Staatsanwaltschaft in Istanbul hat die Freilassung der deutschen Journalistin Mesale Tolu und der fünf weiteren inhaftierten Angeklagten in dem Verfahren gefordert. Das teilten Beobachter aus dem Gerichtssaal heute übereinstimmend mit. Eine Entscheidung des Richters über den Antrag steht noch aus.

Beim Prozess gegen die Journalistin sind die meisten türkischen und deutschen Reporter zunächst ausgeschlossen worden. Als Grund gaben die Sicherheitskräfte im zentralen Gerichtsgebäude in Istanbul vor Verhandlungsbeginn an, der Saal sei voll. Größere Säle seien belegt.

Zum Auftakt des Verfahrens gegen Tolu am 11. Oktober hatte das Gericht es abgelehnt, die Deutsche bis zu einem Urteil in dem Verfahren auf freien Fuß zu setzen. Tolu und 17 türkischen Angeklagten wird Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen. Dabei soll es sich um die linksextreme MLKP handeln.

Der aus Ulm stammenden Deutschen drohen nach Angaben ihrer Anwälte bis zu 20 Jahre Haft. Zum Auftakt des Verfahrens hatten Tolu und alle anderen Angeklagten die Vorwürfe zurückgewiesen.

Honduras: Präsident Hernandez zum Wahlsieger erklärt

Trotz Wahlfälschungsvorwürfen hat die oberste Wahlbehörde von Honduras den konservativen Amtsinhaber Juan Orlando Hernandez zum Sieger der Präsidentenwahl vom 26. November erklärt.

Drei Wochen nach der Wahl und nach einer Neuauszählung vieler Stimmen teilte die Behörde mit, dass Hernandez mit 42,95 zu 41,42 Prozent der Stimmen gegen seinen Herausforderer, den früheren Sportjournalisten Salvador Nasralla, gewonnen hat. Unmittelbar nach der Wahl war zunächst Herausforderer Nasralla deutlich in Führung gelegen.

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) rief zu Neuwahlen auf, damit die Situation nicht weiter eskaliert. Der 2009 gestürzte Ex-Präsident Manuel Zelaya, der Nasralla unterstützt, rief zu Massenprotesten auf und kritisierte eine Wahlbeobachtermission der EU, dass sie nicht klarer Position beziehe. Konkrete Belege für Fälschungen gibt es aber bisher kaum.

Afghanistan: Angriff auf Gebäude des Geheimdiensts

Eine Gruppe bewaffneter Männern hat in der afghanischen Hauptstadt Kabul ein Gebäude des Geheimdiensts NDS angegriffen. Das bestätigte heute der Sprecher des Innenministeriums, Najib Danish.

Ob Menschen verletzt oder getötet wurden, sei noch unklar. „Die Extremisten sind in einem Haus, das noch gebaut wird, nahe dem NDS-Trainingszentrum im Polizeibezirk fünf“, sagte Danish.

Fernsehsender berichtet von Schießerei

Der Fernsehsender Ariana TV meldete, die Bewaffneten lieferten Sicherheitskräften eine Schießerei. Der Sender Sheba zeigte auf Twitter Bilder von einer verrauchten Straße, Mauerbruchstücken und zwei brennenden Autowracks.

Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Die radikalislamischen Taliban und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verüben immer wieder Anschläge auf die afghanischen Sicherheitskräfte. Im vergangenen Monat waren bei einem Selbstmordanschlag in Kabul, zu dem sich der IS bekannte, 14 Menschen getötet worden. In Kabul gab es in diesem Jahr rund 20 schwere Anschläge mit Hunderten Toten und Verletzten.

Knappes Rennen um Zuma-Nachfolge an ANC-Spitze

Die knapp 4.800 Delegierten der südafrikanischen Regierungspartei ANC haben gestern Abend mit der Wahl eines neuen Vorsitzenden begonnen. Der neue Parteichef dürfte auch der ANC-Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2019 werden. Das Rennen ist völlig offen - Ergebnisse sollen im Laufe des heutigen Tages veröffentlicht werden.

Dem bisherigen Parteichef und Präsidenten Jacob Zuma werden Korruption, Günstlingswirtschaft und Machtmissbrauch vorgeworfen. Als Favoriten für die Nachfolge gelten Zumas Ex-Frau Nkosazana Dlamini-Zuma und der als wirtschaftsfreundlich geltende Vizepräsident Cyril Ramaphosa.

Wenig Applaus für Zumas letzte Rede

Zuma räumte in seiner wenig beklatschten Rede am Parteitag ein, dass die Südafrikaner mit den Ergebnissen der ANC-Herrschaft nicht „zufrieden“ seien. Das betreffe unter anderem die grassierende Korruption und Kriminalität sowie die hohe Arbeitslosigkeit. Das habe sich zusammen mit den Rückschlägen für die Partei bei der Wahl 2016 negativ auf den ANC ausgewirkt.

Zuma unterstützt Ex-Frau

Dlamini-Zuma wird von ihrem Ex-Mann unterstützt und kann sich auf dessen Machtbasis in der südlichen Provinz KwaZulu-Natal verlassen, Ramaphosa hingegen hat Gewerkschaften und liberalere Parteimitglieder hinter sich. Dlamini-Zumas Gegner werfen der langjährigen Gesundheits-, Außen- und Innenministerin vor, dass ihr Ex-Mann sie als „Marionette“ benutze und dass sie ihm zu strafrechtlicher Immunität verhelfen wolle.

Der Wahlprozess ist äußerst umständlich. Am Wochenende musste zunächst die Zahl der Delegierten festgelegt werden: 4.776 statt zunächst 5.200. Das Gerangel um die Gültigkeit der Delegiertenmandate hatte zu Beginn des fünftägigen Parteitags Stunden in Anspruch genommen. Der Parteitag dauert bis morgen.

Erdogan: Türkei will Botschaft in Ostjerusalem eröffnen

Die türkische Regierung will die Botschaft des Landes nach Ostjerusalem verlegen. Das kündigte Präsident Recep Tayyip Erdogan gestern bei einem Treffen seiner Regierungspartei AKP an, allerdings ohne einen Zeitpunkt zu nennen. Erdogan sagte, der Tag sei nahe, „an dem wir offiziell, so Gott will, unsere Botschaft dort eröffnen“.

Er betonte aber auch, dass der Zeitpunkt unklar sei, weil die Stadt im Moment von Israel „besetzt“ sei. „Wir haben Jerusalem sowieso schon zur Hauptstadt von Palästina erklärt. Aber weil Jerusalem im Moment besetzt ist, können wir dort keine Botschaft eröffnen“, so Erdogan.

Reaktion auf US-Entscheidung zu Jerusalem

Er reagiert damit auf die umstrittene Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und auch die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen.

Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt. Dieser Anspruch wird international nicht anerkannt. Die Palästinenser wollen in Ostjerusalem die Hauptstadt eines unabhängigen Staates ausrufen.

Erdogan will US-Entscheidung von UNO annullieren lassen

Erdogan hatte jüngst angekündigt, vor die Vereinten Nationen zu ziehen, um diese Entscheidung der USA „annullieren“ zu lassen. Ein von Erdogan einberufener Sondergipfel der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) in Istanbul rief alle Länder dazu auf, Ostjerusalem als Hauptstadt eines Palästinenserstaates anzuerkennen.

Die Palästinenser sind nach der US-Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt nicht mehr zu Treffen mit US-Vermittlern bereit. Ein Berater des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas sagte der „Times of Israel“, der zeitlich nicht begrenzte Boykott betreffe auch den US-Gesandten Jason Greenblatt und den Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner.

Wirtschaft

EU will Ikea wegen Steuervermeidung prüfen

Die EU-Wettbewerbsbehörde wird laut einem Bericht der „Financial Times“ heute eine Untersuchung gegen den Möbelriesen Ikea starten. Die EU-Kommission will das Steuernachlasspaket, das das schwedische Möbelhaus in den Niederlanden erhielt, genauer prüfen.

Folge von Bericht der Grünen

Laut einem Bericht der Grünen Fraktion im EU-Parlament von 2016 soll Ikea damit zwischen 2009 und 2014 fast eine Milliarde Euro an Steuerzahlungen umgangen haben.

Laut dem Bericht schuf der Konzern zwei verschiedene Konzerngruppen mit einem Netz an Unternehmen in den Niederlanden, Luxemburg und Liechtenstein. Durch diese wurden laut dem Grünen-Bericht Gewinne bewegt, um von speziellen Steuerarrangements zu profitieren.

Prüfung des Niederlande-Deals

Die EU-Wettbewerbsbehörde muss laut „Financial Times“ nun zuerst prüfen, ob die Steuervereinbarung von Ikea mit den Niederlanden gegen die EU-Regeln verstieß. Die Prüfung ist eine weitere prominente in einer Reihe von mehr als 1.000 Steuerdeals, die die EU-Kommission seit 2013 prüft.

Bisher wurden fünf Untersuchungen abgeschlossen, in denen die vier betroffenen Mitgliedsstaaten aufgefordert wurden, von fast 40 Firmen, darunter Apple, Starbucks, Fiat und Amazon, Milliarden an Steuernachzahlungen zu fordern.

Ryanair-Piloten in Irland und Portugal sagen Streiks ab

Nach der Kehrtwende von Ryanair haben Piloten der Billigairline in Irland und in Portugal ihre für Mittwoch geplanten Streiks abgeblasen. In Portugal teilte die Pilotengewerkschaft SPAC mit, Grund sei die Entscheidung von Ryanair, erstmals Pilotengewerkschaften anzuerkennen und in Tarifverhandlungen zu gehen. In Irland kündigte die Gewerkschaft Impact ein erstes Treffen mit Ryanair-Managern an.

In Portugal hatten die mehr als hundert dort bei Ryanair beschäftigten Piloten zunächst für einen 24-stündigen Streik gestimmt. Auch in Irland war die Arbeitsniederlegung geplant.

Ryanair will Gewerkschaften anerkennen

Ryanair hatte mit Blick auf Streiks zur Weihnachtszeit in mehreren europäischen Ländern am Freitag eingelenkt und zugesagt, erstmals in der Unternehmensgeschichte Pilotengewerkschaften anzuerkennen. Die in Italien stationierten Piloten sagten daraufhin ihren für Freitag geplanten Streik ab.

Unternehmenschef Michael O’Leary hatte es stets abgelehnt, Gewerkschaften als Vertreter seiner Beschäftigten anzuerkennen. In der 32-jährigen Unternehmensgeschichte gab es bisher keinen einzigen Streik.

Allerdings musste Ryanair im September den Ausfall Tausender Flüge bis März bekanntgeben - offiziell, weil das Unternehmen bei der Planung der Jahresurlaube der Piloten Fehler gemacht hatte, laut Gewerkschaftsangaben aber auch, weil viele Piloten das Unternehmen verlassen haben.

Sport

Bundesliga: Pause kommt für Salzburg gerade recht

Red Bull Salzburg geht mit einem Punkt Rückstand auf Leader Sturm Graz in die Winterpause. Das 0:0 am Samstag gegen den LASK war schon das 22. Spiel, das der Meister ungeschlagen blieb. Doch gelang den Salzburgern in den letzten drei Spielen auch kein Tor mehr. „Es ist wichtig, dass wir jetzt einmal durchschnaufen“, sagte Trainer Marco Rose. „Und dann werden wir mit vollem Elan in das Frühjahr starten.“

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Ski alpin: Hirscher mit Traumlauf zu Rekord

ÖSV-Superstar Marcel Hirscher hat ein weiteres Erfolgskapitel seiner Rekordkarriere aufgeschlagen. Der Salzburger gewann gestern den Riesentorlauf von Alta Badia und damit als erster Fahrer fünfmal in Serie in einer Disziplin am selben Ort. Mit zweifacher Laufbestzeit legte der 28-Jährige sprichwörtlich wieder Welten zwischen sich und seine Kontrahenten. Der Norweger Henrik Kristoffersen musste sich als Zweiter um beinahe zwei Sekunden geschlagen geben.

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Chronik

Neue Details zu rätselhaftem Tod von Milliardärspaar

Der kanadische Pharmamilliardär Barry Sherman und seine Ehefrau sind durch Strangulation ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei von Toronto am Sonntagabend (Ortszeit) nach einer Obduktion der Leichname mit. Zu den „verdächtigen Todesfällen“ ermittle die Mordkommission der Polizei.

Der 75-jährige Sherman, Gründer des Pharmariesen Apotex, und seine fünf Jahre jüngere Frau Honey waren am Freitag in ihrer Villa in einem Nobelviertel von Toronto tot aufgefunden worden. Medien berichteten unter Berufung auf einen Polizeivertreter, die beiden Leichname hätten an einem Geländer am Schwimmbecken der Villa gehangen.

Demnach vermuten die Ermittler, dass Sherman seine Frau tötete, ihre Leiche aufhängte und sich dann selbst das Leben nahm. Die Familie hat diese Version entschieden zurückgewiesen.

Sherman hatte das für Generika bekannte Unternehmen Apotex 1974 gegründet. Dem Magazin „Forbes“ zufolge war er mit einem Vermögen von umgerechnet rund drei Milliarden Euro der zwölftreichste Mann Kanadas.

Zahlreiche Unfälle und Staus durch starken Schneefall

Starke Nerven haben in der Nacht auf heute viele Autofahrer auf Niederösterreichs Autobahnen gebraucht. Starke Schneefälle und mehrere Unfälle sorgten für kilometerlange Staus und stundenlange Wartezeiten.

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Drei Verletzte bei Fahrten im Schneetreiben

Im dichten Schneetreiben sorgten gestern zwei Verkehrsunfälle auf der Wolfgangseestraße bei Fuschl und St. Gilgen (Salzburg) für Staus. Drei Menschen wurden verletzt.

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Schnee und Lkw-Brand legten Autobahnen in OÖ lahm

Auch in Oberösterreich sorgte der Schnee für Chaos auf den Straßen. Die Pyhrnautobahn (A9) war nach einem Lkw-Brand gesperrt. Stundenlang standen die Fahrzeuge sogar auf der Westautobahn (A1) durch hängen gebliebene Lkws kurz nach der Landesgrenze zu Niederösterreich.

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Zahlreiche Unfälle in der Steiermark

Die winterlichen Verkehrsverhältnisse führten zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen im obersteirischen Bezirk Liezen. Es gab rund ein Dutzend Unfälle, bei denen aber niemand verletzt wurde.

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Fünffachjackpot bei Lotto „6 aus 45“

Wieder hat bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ kein Spielteilnehmer die richtige Zahlenkombination getippt. Damit gibt es in der nächsten Runde einen Fünffachjackpot - im Topf liegen jetzt rund acht Millionen Euro.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

11 27 28 31 36 37/Zusatzzahl 33

Die Gewinnzahlen der LottoPlus-Ziehung lauten:

5 21 26 31 41 42

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

2 0 2 2 1 6

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Gesundheit

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IT

Sicherheitslücken bei Ladekarten für Stromtankstellen

Bei der Technik für das Laden von Elektroautos gibt es nach Angaben eines Experten erhebliche Sicherheitsprobleme, die schweren Missbrauch ermöglichen. Die Ladekarten für die Stromtankstellen könnten mit einfachen Mitteln manipuliert werden, sagte Mathias Dalheimer vom deutschen Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Kaiserslautern.

Dalheimer stellt seine Erkenntnisse in der nächsten Woche auf dem Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC) in Leipzig vor. Die Betreiber der Stromtankstellen geben ihren Kunden Karten mit einem Speicherchip, dessen Daten mittels Near Field Communication (NFC) ausgelesen werden. Diese Technik wird oft auch für Einlasskontrollen in Gebäuden verwendet.

Karte kann einfach kopiert werden

Dalheimer untersuchte diese Karten und stellte fest, dass darauf keine persönlichen Daten gespeichert sind - weder eine Signatur noch eine digitale Unterschrift, die einem Kunden eindeutig zugeordnet werden könnten. Lediglich eine Seriennummer ist auf der Karte gespeichert.

„Ich brauche nur diese Nummer, um auf fremde Kosten Strom zu laden“, sagte Dalheimer. „Es genügt, einer öffentlichen Ladesäule eine existierende Kartennummer zu geben - und schon startet der Ladevorgang.“ Karten könnten auf einfache Weise geklont werden, sodass die darauf gespeicherte Nummer von mehreren Personen für das Stromladen benutzt werden könne.

Dalheimer habe deswegen auch Kontakt mit dem führenden Ladeverbundbetreiber New Motion aufgenommen, der auch in Österreich Hunderte Ladestationen verwaltet. Das Berliner Unternehmen bestätigte, dass es möglich sei, Ladekarten zu kopieren. Ein Betrug könne zudem „sehr einfach aufgedeckt“ werden und lohne sich für Betrüger wegen der niedrigen Ladekosten kaum.

Science

Kultur

„Star Wars“ mit zweitbestem Kinostart aller Zeiten

Der neue „Star Wars“-Film lässt in den USA die Kinokassen klingen: Am Startwochenende hat die achte Folge des Weltraumspektakels rund 220 Mio. Dollar (187 Mio. Euro) eingespielt und damit den zweitbesten Kinostart aller Zeiten hin gelegt, wie der Branchendienst Exhibitor Relations gestern mitteilte.

Übertroffen wurde der Start von „Star Wars: Der letzte Jedi“ nur von der letzten „Star Wars“-Folge „Das Erwachen der Macht“, die beim Start 2015 noch mehr Geld einspielte - 248 Mio. Dollar am ersten Wochenende und 937 Mio. Dollar insgesamt.

Weitere Trilogie angekündigt

Der Premiere des neuen Streifens war eine monatelange intensive Werbekampagne vorangegangen. Seit der ersten Episode haben die „Star Wars“-Filme in vierzig Jahren mehr als 7,5 Mrd. Dollar (6,5 Mrd. Euro) eingespielt. Im November kündigte der Disney-Konzern, der die Weltraumsaga mittlerweile produziert, eine weitere „Star Wars“-Trilogie an.

Auch im Fernsehen sind dem „Star Wars“-Imperium keine Grenzen gesetzt. Disney plant zurzeit einen eigenen Streaming-Dienst, der „Tausende Stunden“ Film- und Fernsehmaterial rund um die erfolgreichste Unterhaltungsreihe aller Zeiten bieten soll.