Ausland

Foto mit US-Botschafter in Israel sorgt für Wirbel

Der US-Botschafter in Israel ist mit einem großen Bild des Tempelbergs in Jerusalem fotografiert worden, auf dem anstelle der muslimischen Stätten ein virtueller jüdischer Tempel zu sehen ist. Die brisante Aufnahme des Botschafters David Friedman beim Besuch in einer jüdischen Einrichtung sorgte gestern in Sozialen Netzwerken für Aufregung. Die US-Botschaft distanzierte sich aber sofort.

Der Tempelberg (Al-Haram al-Scharif/Edles Heiligtum) in Jerusalems Altstadt ist Juden und Muslimen heilig. Heute stehen auf dem Plateau der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee. Für die Juden ist der Ort ebenfalls von höchster Bedeutung, weil dort zwei jüdische Tempel standen. Die Klagemauer ist ein Überrest des zweiten Tempels, der von den Römern im Jahr 70 zerstört wurde. Es gibt radikale jüdische Aktivisten, die sich für den Bau eines dritten jüdischen Tempels auf dem Areal einsetzen. Israels erklärte Regierungspolitik ist jedoch die Wahrung der bestehenden Situation.

„Nicht bewusst gewesen“

Die strengreligiöse Nachrichtenseite Kikar Haschabat veröffentlichte ein Bild von einem Besuch des US-Botschafters in der ultraorthodoxen Stadt Bnei Brak. Darauf ist zu sehen, wie Friedman lächelnd neben der brisanten Fotomontage steht.

Die US-Botschaft teilte mit, Friedman sei „sich nicht des Bilds bewusst gewesen, das man vor ihn schob, während das Foto aufgenommen wurde“. Man habe seinen Besuch missbraucht, um eine Kontroverse zu erzeugen, und er sei darüber „tief enttäuscht". Die US-Politik sei "absolut klar: Wir unterstützen die Wahrung des Status quo auf dem Haram Al-Scharf/Tempelberg“.

Venezuela wirft US-Geschäftsträger aus dem Land

Nach den neuen US-Sanktionen gegen Venezuela hat Präsident Nicolas Maduro den obersten US-Diplomaten des Landes verwiesen. Er erklärte den Geschäftsträger Todd Robinson gestern zur unerwünschten Person und forderte ihn auf, das Land innerhalb von 48 Stunden zu verlassen.

Nach Maduros umstrittener Wiederwahl am Sonntag hatte die Regierung in Washington weitere Sanktionen gegen Caracas verhängt. Damit wird allen US-Firmen und -Bürgern untersagt, der Regierung Venezuelas dabei zu helfen, Besitz- oder Anlagegüter zu verkaufen. Gleiches gilt für die Zentralbank und die Ölgesellschaft Petroleos de Venezuela.

Tote bei Kämpfen: Sorge vor Eskalation in Ostukraine

Bei Kämpfen zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten im Kriegsgebiet Donbass sind mindestens zwei Regierungssoldaten getötet worden. Vier weitere Soldaten seien bei Gefechten in der Nähe des ostukrainischen Dorfes Piwdenne verletzt worden, teilte das Militär in Kiew gestern mit. Eine Regierungseinheit hatte die Siedlung vorige Woche unter ihre Kontrolle gebracht.

Der Sondergesandte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Martin Sajdik, warnte vor einer Eskalation in der Ostukraine. Bereits gestern war eine Patrouille der OSZE-Mission im Donbass beschossen worden. Nach UNO-Angaben sind in dem Krieg seit April 2014 bereits mehr als 10.000 Menschen getötet worden. Trotz Dutzender Anläufe hielt bisher keine vereinbarte Waffenruhe.

Die Aufständischen in der Großstadt Donezk berichteten ihrerseits von einem Toten und zwei verletzten Kämpfern. Überdies seien vier Zivilisten bei der Stadt Horliwka durch Artilleriegeschosse verletzt worden. Bei einer Explosion in einem Reisebus in der Stadt Debalzewe gab es Berichten zufolge ebenfalls einen Toten und zwei Verletzte.

Belgien: Zweijährige in Kleinbus starb durch Polizeikugel

Nach dem Tod eines zweijährigen kurdischen Mädchens muss sich die belgische Polizei kritischen Fragen der Justiz stellen. Die Autopsie des Mädchens habe eindeutig ergeben, dass sie durch eine Kugel aus einer Polizeiwaffe starb, sagte der Staatsanwalt der Stadt Mons, Ignacio De la Serna, gestern laut Agentur Belga.

Verfolgungsjagd mit Polizei

Als der Schuss fiel, saß das Kind in einem Kleinbus mit Flüchtlingen, der sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte. Die Staatsanwaltschaft behielt es sich laut De La Serna bis zur abschließenden Prüfung aller vorliegenden Informationen vor, Anklage gegen den Schützen zu erheben. Sie gehe allerdings von einem „tragischen Fall“ aus: „Der Polizist, der den Schuss abgab, ist am Boden zerstört“, sagte der Staatsanwalt. „Er hat das niemals gewollt.“

Zunächst dementiert

Der Polizist sei bereits von einem Untersuchungsrichter angehört worden. Den Schuss habe er in der Absicht abgegeben, den Kleinbus zu stoppen. Der mit rund 30 Migranten besetzte Bus habe sich zu diesem Punkt bereits eine Verfolgungsjagd von rund 60 Kilometern auf einer belgischen Autobahn geliefert.

Nach dem tödlichen Schuss vom vergangenen Donnerstag hatten die Behörden zunächst mitgeteilt, er sei nicht von der Polizei abgegeben worden. Diese Version wurde nun revidiert.

Im Grenzgebiet zwischen Belgien und Frankreich sind viele illegal eingereiste Migranten unterwegs. Viele versuchen in die französische Hafenstadt Calais zu gelangen, von wo sie nach Großbritannien weiterziehen wollen.

Inland

OGH: Vizepräsidentin Lovrek soll neue Präsidentin werden

Elisabeth Lovrek soll neue Präsidentin des Obersten Gerichtshofs werden. Laut einem Bericht der „Presse“ war die bisherige Vizepräsidentin des Höchstgerichts einzige Kandidatin für die Nachfolge von Eckart Ratz, der Mitte des Jahres in Pension geht. Die 59-jährige Wienerin war in ihrer Karriere unter anderem am Oberlandesgericht sowie am Landesgericht für Zivilrechtssachen tätig.

UNO-Menschenrechtskommissar kritisiert Österreich

UNO-Menschenrechtskommissar Said Raad al-Hussein hat bei einem Expertentreffen anlässlich des 25. Jahrestages der Wiener UNO-Menschenrechtskonferenz Kritik an Österreich und Europa geübt. Populisten in Europa würden Hass und Angst sähen, sowie „verzerrte und falsche Ideen über Migranten und Menschenrechtsverteidiger“ verbreiten, sagte Hussein gestern im Wiener Rathaus.

„In diesem Land – welches angesichts der historischen Rolle Karl Luegers besser als andere die Gefahren ethnischer Spaltung kennen sollte – wurden falsche und hetzerische Äußerungen getätigt, die fundamental im Widerspruch zur Erklärung von Wien stehen“, sagte der UNO-Menschenrechtskommissar.

Hass „infiltriert“ Parteien

Fast überall in Europa hätte der auf Migranten gerichtete Hass Mainstreamparteien „infiltriert“ und die politische Landschaft in „Richtung von mehr Gewalt und Leid“ bewegt, beklagte der jordanische Diplomat.

Auch FPÖ-Außenministerin Karin Kneissl zeigte sich um den Stellenwert der Menschenrechte in der Bevölkerung besorgt: „Es muss uns allen zu denken geben, dass der Verteidigung von Grund- und Menschenrechten zunehmend mit Desinteresse oder gar Misstrauen begegnet wird.“

Daher wolle man im Rahmen der Konferenz besonders auf jene Themen achten, welche die Menschenrechtsagenda der nächsten Jahrzehnte prägen werden: Urbanisierung, Digitalisierung, Klimawandel und demografischer Wandel.

„Hoffnung braucht Taten, um zu überleben“

Bei der Eröffnung im Rathaus diskutierten am Dienstag unter anderen Max Schrems, der über das Recht auf Privatsphäre im Internet sprach, sowie Nadia Murad, die Sonderbotschafterin für die Würde der Überlebenden von Menschenhandel der Vereinten Nationen. Murad, die als Jesidin selbst mehrere Monate IS-Gefangenschaft überlebte, ermahnte die internationale Gemeinschaft zu entschiedenerem Handeln bei Menschenrechtsverletzungen: „Wenn Sympathiebekundungen und Entsetzen nicht in Taten umgewandelt werden, endet die Hoffnung. Hoffnung braucht Taten, um zu überleben.“

80 oder 140? Gasfuß versus „optimales Tempo“

Tempolimits im Straßenverkehr sind immer wieder Anlass für heftige Diskussionen. Während manche Autofahrer um Fahrspaß und zügiges Fortkommen fürchten, argumentieren Befürworter strenger Limits mit Umweltschutz und Sicherheit. Experten diskutieren allerdings nicht über 120 oder 140 km/h auf der Autobahn, der Trend geht international bereits Richtung Tempo 100. Dabei wären 80 km/h in Bezug auf Effizienz, Umweltbelastung und Sicherheit die beste Geschwindigkeit. Die aktuelle Debatte über höhere Tempolimits ist für Verkehrsexperten jedenfalls ein Signal in die „falsche Richtung“.

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Sport

Bundesliga: Altach trennt sich von Coach Schmidt

Der SCR Altach und Trainer Klaus Schmidt gehen nach dieser Saison getrennte Wege. Das gaben die Vorarlberger gestern bekannt. Der aktuelle Tabellenachte der tipico-Bundesliga macht dabei von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch, der Vertrag des im Sommer 2017 engagierten Trainers bei Altach wäre ursprünglich über zwei Jahre gegangen. Wer seine Nachfolge antreten wird, steht noch nicht fest.

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ÖFB: Teamchef Foda testet neues Quartett

Teamchef Franco Foda wird in den kommenden Länderspielen gegen WM-Gastgeber Russland, Weltmeister Deutschland und Rekordchampion Brasilien ein neues Quartett testen. Der Deutsche lud erstmals die Torhüter Richard Strebinger und Cican Stankovic sowie Thomas Murg und Marvin Potzmann zu einem Teamcamp ein.

Letzterer muss allerdings noch eine andere Personalentscheidung abwarten. Neben den vier Neulingen kehren auch zwei bekannte Gesichter in den 27-Mann-Kader zurück.

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Giro d’Italia: Dumoulin rückt Yates näher

Simon Yates hat gestern beim Giro d’Italia das Rosa Trikot verteidigt. Dem Briten reichte der 22. Platz im Einzelzeitfahren, um 56 Sekunden vor seinem ersten Verfolger Tom Dumoulin zu bleiben.

Der Zeitfahr-Weltmeister wurde nach 34,2 Kilometern von Trento nach Rovereto Dritter hinter Tagessieger Rohan Dennis aus Australien und dem Deutschen Tony Martin. Christopher Froome verbesserte sich in der Gesamtwertung auf den vierten Platz.

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Wirtschaft

USA drohen Vergeltungszölle in Höhe von 3,5 Mrd. Dollar

Wegen der Verhängung von Schutzzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte drohen den USA Gegenmaßnahmen ihrer Handelspartner im Umfang von rund 3,5 Milliarden Dollar (2,98 Mrd. Euro) jährlich. Nach der EU, China und Indien meldeten nun auch Japan, Russland und die Türkei Vergeltungszölle an, wie die Welthandelsorganisation (WTO) gestern mitteilte.

Russland erklärte, durch die im März von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle entstünden dem Land zusätzliche Kosten von 538 Mio. Dollar, Japan gab die Summe mit 440 Mio. und die Türkei mit 267 Mio. Dollar an.

Ähnliche Dokumente der EU, Chinas und Indiens waren bei der WTO vergangene Woche eingegangen. Die EU gab ihre Kosten mit 1,6 Mrd. Dollar, China mit 612 Mio. Dollar und Indien mit 165 Mio. Dollar an. Hintergrund sind die neuen US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in Höhe von 25 beziehungsweise zehn Prozent. Die US-Handelspartner widersprechen der US-Ansicht, dass die Schutzzölle aus Gründen der nationalen Sicherheit gerechtfertigt und daher von den WTO-Regeln auszunehmen seien.

Trump fordert Strafe und Änderungen bei ZTE

US-Präsident Donald Trump hat im Streit mit China über den Technologiekonzern ZTE Strafzahlungen und Veränderungen im Management des Unternehmens ins Gespräch gebracht. Eine Einigung gebe es noch nicht, sagte Trump gestern zu Journalisten. Er forderte, dass ZTE nicht nur eine Strafe zahlen, sondern auch ein neues Management und einen neuen Vorstand bekommen solle.

Zuvor hatte es Informationen über eine Einigung in dem Streit gegeben. Die Regierungen in Washington und Peking näherten sich einer Übereinkunft, sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Als Teil der Vereinbarung könnte China Zölle für Agrarimporte aus den USA aufheben und die Einfuhren steigern.

Huawei-Verbot soll fallen

Das „Wall Street Journal“ berichtete zudem unter Berufung auf Insider, die USA würden das Verkaufsverbot gegen den zweitgrößten Smartphone-Hersteller Chinas nach Huawei aufheben. Voraussetzung sei, dass es wesentliche Veränderungen im Management gebe.

Die USA hatten Strafmaßnahmen gegen ZTE verhängt, weil das Unternehmen gegen die Iran-Sanktionen verstoßen hatte. US-Zulieferern wie Qualcomm oder Intel wurde für sieben Jahre verboten, Bauteile oder Software an ZTE zu verkaufen. Das Unternehmen musste daraufhin seinen Betrieb einstellen. Der chinesische Konzern hat die Maßnahmen als inakzeptabel und existenzbedrohend kritisiert. Trump signalisierte Mitte des Monats überraschend sein Entgegenkommen. Die beiden Länder hatten zuletzt einen Handelskrieg wegen eines Streits über gegenseitige Zölle erst einmal abgewendet.

OMV will Iran-Pläne vorerst nicht aufgeben

Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. „Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter“, sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger gestern auf der Aktionärsversammlung.

Zunächst wolle Österreichs größter Industriekonzern jedoch die politische Situation weiter beobachten, sowohl die US-Sanktionen betreffend als auch die Rolle der EU, sagte Pleininger. Investitionen habe OMV im Iran bisher nicht getätigt.

Der Iran hatte im vergangenen Jahr 29 ausländische Energiekonzerne für Öl- und Gasprojekte zugelassen. Darunter war auch der OMV-Konzern, der bereits vor den internationalen Sanktionen in dem Land tätig war. Mehrere Absichtserklärungen für die Entwicklung von Öl- und Gasfeldern wurden unterzeichnet.

Chronik

Giftquallenalarm vor Palma

Quallenalarm kurz vor Sommerbeginn auf Mallorca: Vor der Küste der Inselhauptstadt Palma sei in der Nähe des beliebten Strandes Ciudad Jardin ein totes Exemplar der äußerst giftigen Quallenart Portugiesische Galeere (Physalia physalis) gefunden worden, schrieb der Notdienst der Balearen gestern auf Twitter. Die Regionalregierung der spanischen Inseln teilte mit, man führe in dieser Sache schon seit Wochen Untersuchungen durch, nachdem Exemplare der Portugiesischen Galeere bereits vor der Küste der Balearen-Inseln Ibiza und Formentera sowie in anderen Bereichen des Mittelmeeres gesichtet worden seien.

Der Notdienst der Balearen bat Badegäste um äußerste Vorsicht. Nach einem Bericht der Zeitung „Diario de Mallorca“ prüft die Stadtverwaltung von Palma die Verhängung eines Badeverbots. Das sei aber von weiteren Sichtungen abhängig, hieß es.

Strand in Alicante gesperrt

Erst vergangene Woche waren in Alicante im Osten Spaniens ebenfalls Portugiesische Galeeren angespült worden. Daraufhin wurden Strände auf einer Länge von über 100 Kilometern gesperrt. Die Behörden erwägen dort nun den Einsatz von Netzen und Drohnen, um zu verhindern, dass die Tiere an die Küste gelangen. Die Portugiesische Galeere ist nicht im Mittelmeer heimisch. Die gesichteten Exemplare wurden nach Vermutung von Experten durch starke Strömungen vom Atlantik durch die Straße von Gibraltar an die Küste Spaniens gespült.

Die Portugiesische Galeere ist eine Quallenart, die aus einer Kolonie voneinander abhängiger Polypen besteht. Die bläulich schimmernden Tiere haben teils meterlange Tentakel. Ihr Gift kann kleinere Fische töten, Menschen im Normalfall jedoch nicht. Der Kontakt mit dieser Quallenart kann extreme Schmerzen verursachen.

Leiche einer Österreicherin in Florenz entdeckt

Feuerwehrleute in Florenz haben in einer Wohnung die mumifizierte Leiche einer 78-jährigen Österreicherin entdeckt. Die Frau soll vor einem Monat eines natürlichen Todes gestorben sein, berichteten italienische Medien gestern.

Die Feuerwehr wurde von Nachbarn der Frau alarmiert, die einen starken Geruch aus der Wohnung wahrgenommen hatten. An der Leiche gab es keine Zeichen eines gewaltsamen Todes. Über die genaue Herkunft der Österreicherin gab es vorerst keine Informationen.

Richter ließ Penis als Beweisstück vermessen

In einem Prozess um sexuelle Belästigung in Neuseeland hat ein Richter das Geschlechtsteil des Angeklagten als Beweisstück vermessen lassen.

Einem Stadtrat aus Kapiti nahe Wellington wird von einer Gemeindeangestellten vorgeworfen, am Rande eines Empfangs seinen Penis an ihr gerieben zu haben. Laut der Website Stuff.co.nz gab die Frau an, das Objekt, das sie an ihrem Hinterteil gespürt habe, sei etwa zehn bis zwölf Zentimeter lang gewesen.

Wird nicht veröffentlicht

In einem höchst ungewöhnlichen Schritt entschied Richter Peter Hobbs daraufhin gestern, den Penis des Stadtrats in einer Arrestzelle des Gerichts von einem Arzt mit einem simplen Holzlineal vermessen zu lassen. Das Ergebnis der Messung dürfe allerdings nicht veröffentlicht werden, berichtete Radio New Zealand.

Scotts Anwalt argumentierte, vermutlich habe eine in Scotts Hose steckende Geldbörse im Vorbeigehen die Klägerin gestreift. Die Frau ist sich dagegen sicher, dass es sich bei dem Gegenstand an ihrem Po weder um eine Geldbörse noch um ein Handy noch um eine Insulinspritze gehandelt habe, sondern ganz klar um ein männliches Geschlechtsteil.

Kultur

Polin Tokarczuk erhält internationalen Man-Booker-Preis

Die polnische Autorin Olga Tokarczuk und die US-amerikanische Übersetzerin Jennifer Croft bekommen den internationalen Man-Booker-Preis 2018. Sie werden für das Buch „Flights“ geehrt, wie die Jury gestern in London mitteilte. Damit geht die Auszeichnung erstmals nach Polen.

Das Werk (Fitzcarraldo Editions) handelt von dem holländischen Anatomen Philip Verheyen. Es spannt einen Bogen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die Jury lobte den „wundervollen Esprit, die Fantasie und die literarische Ausdruckskraft“ der Autorin.

Die Auszeichnung zählt zu den wichtigsten Literaturpreisen Großbritanniens. Sie prämiert ausländische Werke, die ins Englische übersetzt wurden. Das Preisgeld von 50.000 Pfund (etwa 57.000 Euro) geht je zur Hälfte an Autor und Übersetzer.

Festwochen: „Orestie“ als endlose Rache der Ratten

Demokratie ist nichts anderes als eine Utopie und die Menschheit eine Horde rachsüchtiger Ratten: In Ersan Mondtags Inszenierung der „Orestie“ wird die griechische Tragödie zu einer grotesken Politvision, die, verpackt in Fellkostüme, vom Festwochen-Publikum vorgestern im Theater an der Wien durchwegs wohlwollend und mit langem Applaus aufgenommen wurde.

Mehr dazu in news.ORF.at/festwochen18

US-Western-Star Clint Walker gestorben

Der amerikanische Schauspieler Clint Walker, der in den 1950er Jahren durch Rollen in Western bekannt wurde, ist tot. Wie Walkers Tochter nach Angaben des Promiportals TMZ.com gestern mitteilte, starb der Darsteller am Vortag an einem Herzleiden. Walker wurde 90 Jahre alt.

US-Schauspieler Clint Walker

Public Domain

Ohne Schauspielerfahrung hatte er in Hollywood Glück, als ihm Regisseur Cecil B. DeMille 1956 eine kleine Rolle in dem Monumentalfilm „Die zehn Gebote“ anbot, heißt es auf Walkers Website. Danach landete er in der TV-Serie „Cheyenne“ die Rolle des Cheyenne Bodie, die er bis 1963 spielte und so zur Cowboy-Legende wurde.

Neben Western war er im Kino auch in anderen Rollen zu sehen. In der Filmkomödie „Schick mir keine Blumen“ (1964) trat er an der Seite von Doris Day und Rock Hudson auf. Frank Sinatra holte ihn für seine Regiearbeit „Der Lohn der Mutigen“ vor die Kamera. Mit Burt Reynolds drehte Walker die Westernkomödie „Sam Whiskey“, mit Charles Bronson den Western „Der weiße Büffel“ (1977).

Jacksons „Smooth Criminal“-Move mehr als nur Trick

Per se ist sie physikalisch unmöglich – jene berühmte Tanzbewegung Michael Jacksons aus seinem 1987er-Musikvideo zu „Smooth Criminal“. Darin lehnt sich der 2009 verstorbene Popstar im 45-Grad-Winkel nach vorn, der Körper ist dabei steif wie ein Bügelbrett.

Eine Forschergruppe am Postgraduate Institute of Medical Education and Research im indischen Chandigarh hat sich nun noch einmal genau angeschaut, wie Jackson das scheinbar Unmögliche gelang.

Dass der Popstar dabei auch auf technische Hilfsmittel zurückgriff, ist bereits länger bekannt. Die Absätze seiner Schuhe waren v-förmig eingeschnitten. So konnten sich der Sänger und seine Mittänzer in Nägel einhaken, die am Boden befestigt waren. Jackson ließ sich die speziellen Schuhe sogar patentieren.

Körper eines Athleten nötig

Damit allein ist es aber laut Manjul Tripathi und seinen Kollegen nicht getan. „Mehrere Michael-Jackson-Fans, darunter auch die Autoren, haben versucht, die Bewegung zu imitieren, und sind dabei gescheitert. Viele Versuche endeten auch mit Verletzungen“, schreiben sie in der Fachzeitschrift „Journal of Neurosurgery: Spine“.

Für die Tanzbewegung brauche es die körperliche Verfasstheit eines Athleten, so die Forscher. Vor allem die Fußknöchel sind laut Tripathi besonders gefährdet, da auf sie starke Zugkräfte einwirken: „Es braucht starke Bauch- und Rückenmuskeln und eine gute Unterstützung rund um den Knöchel. Es ist nicht einfach nur ein simpler Trick.“

Science

Panorama

Leute

Erste royale Pflichten für Ehepaar Harry und Meghan

Drei Tage nach ihrer Hochzeit haben Prince Harry und seine Frau Meghan ihren ersten offiziellen Termin absolviert: Das frisch getraute Paar besuchte gestern eine Gartenparty im Buckingham-Palast aus Anlass des 70. Geburtstags von Harrys Vater Prinz Charles. Dabei wurde das wohltätige Engagement von Charles gewürdigt. Auch Ersthelfer nach dem Anschlag auf ein Konzert der US-Popsängerin Ariana Grande in Manchester vor genau einem Jahr waren zu der Feier eingeladen.

Prince Harry und seine Frau Meghan bei einer Gartenparty

AFP/Ian Vogler

Bei der Party hielt Harry eine kurze Lobrede auf seinen Vater. Darin sagte er, dessen „Enthusiasmus und Energie sind wirklich ansteckend“. Der britische Thronfolger wird am 14. November 70 Jahre alt.

Prinz Harry und die US-Schauspielerin Meghan Markle hatten am Samstag auf Schloss Windsor geheiratet. Mit der Hochzeit erhielt das Paar die Titel Herzog und Herzogin von Sussex. Der Kensington-Palast ließ wissen, dass Harry und Meghan nicht sofort Flitterwochen machen, sondern erst einmal ihren Verpflichtungen als Mitglieder des britischen Königshauses nachkommen.