Ausland

UNO-Sicherheitsrat stimmt über MH17-Tribunal ab

Der UNO-Sicherheitsrat will heute trotz Drohungen aus Moskau über ein internationales Tribunal zur Klärung des Absturzes von Flug MH17 abstimmen. Die Boeing der Malaysia Airlines war vor einem Jahr über der Ostukraine abgeschossen worden.

Die Regierungen in Kiew und in Moskau beschuldigen einander, für den Tod der 298 Menschen an Bord - überwiegend Niederländer - verantwortlich zu sein. Russland lehnt die Einrichtung eines Tribunals ab, solange die niederländischen Ermittlungen zu der Tragödie nicht abgeschlossen sind, und hat ein Veto angekündigt.

Vor allem die Niederlande und Malaysia und auch andere Staaten wie Australien fordern seit Langem ein internationales Tribunal, um zu klären, wer für den Abschuss verantwortlich ist. Die von Russland unterstützten Separatisten hatten die Absturzstelle lange abgeschirmt und unabhängigen Gutachtern den Zugang verweigert.

Tote bei Gewalt in Palästinenserlager im Libanon

Bei Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Gruppen in einem palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon sind zwei Menschen getötet worden. Bei den Kämpfen im Lager Ain al-Hilwa nahe der südlibanesischen Hafenstadt Sidon seien gestern Abend zudem sechs Menschen verletzt worden, sagte ein palästinensischer Vertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP.

Einer der Verletzten schwebe in Lebensgefahr. Bei den Getöteten handelte es sich den Angaben zufolge um ein Mitglied der im Westjordanland regierenden Fatah-Bewegung sowie um einen Saftverkäufer. Bewaffnete Männer hätten begonnen, auf zwei Mitglieder der Islamistengruppe Dschund al-Scham zu schießen, sagte der Offizielle. Daraufhin habe es einen Schusswechsel zwischen Dschund al-Scham und der Fatah gegeben. Auf die sechs Verletzten sei gezielt geschossen worden.

„Dutzende Bewaffnete auf den Straßen“

„Die Lage ist sehr angespannt, und Dutzende bewaffnete Männer sind auf den Straßen“, sagte der Offizielle. Am späten Abend hätten sich die Auseinandersetzungen abgeschwächt. Es seien nur noch gelegentlich Schüsse zu hören. Wegen der jüngsten Gewalt flohen Dutzende palästinensische Familien aus dem Lager. Einige von ihnen waren vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen.

Der Gewaltausbruch war durch die Erschießung eines Fatah-Vertreters und Chefs eines Sicherheitsgremiums von Ain al-Hilwa ausgelöst worden. Ain al-Hilwa ist das größte der offiziell zwölf palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon. Die meisten Bewohner leben in prekären Verhältnissen. Es gibt die stillschweigende Vereinbarung, dass die libanesische Armee nicht in palästinensische Flüchtlingslager vordringt. Für die Sicherheit in den Camps müssen palästinensische Gruppen selbst sorgen.

In Ain al-Hilwa bekämpfen einander immer wieder unterschiedliche Gruppen. Außerdem hat sich das Flüchtlingslager zur Brutstätte für Extremistengruppen entwickelt.

Briten wollen mehr Geld für Grenzsicherung ausgeben

Angesichts des massenhaften Versuchs von Flüchtlingen, aus Frankreich durch den Ärmelkanaltunnel nach Großbritannien zu gelangen, will die Regierung in London zusätzliche Millionen für Sicherheitsmaßnahmen ausgeben.

Reaktion auf Flüchtlingsansturm

Die britische Innenministerin Theresa May kündigte nach einem Treffen mit ihrem französischen Kollegen Bernard Cazeneuve in London an, sieben Millionen Pfund (rund zehn Mio. Euro) zusätzlich für die Grenzsicherung bereitzustellen. Zuvor hatte die britische Regierung bereits 15 Millionen Pfund für die Maßnahmen am Eurotunnel zugesagt.

Allein in der Nacht auf gestern hatten insgesamt knapp 2.000 Flüchtlinge versucht, zu dem Tunnel unter dem Ärmelkanal vorzudringen. Ein Eurotunnel-Sprecher teilte mit, dass sein Unternehmen sein gesamtes Sicherheitspersonal habe einsetzen müssen und auch die Polizei im Einsatz gewesen sei. Demnach führten die Vorfälle zu Verspätungen im Zugsverkehr im Eurotunnel.

Tödliche Unfälle

Nach Angaben der Behörden von Anfang Juli sind in der Region um die nordfranzösische Stadt Calais, wo der Eurotunnel beginnt, rund 3.000 Flüchtlinge gestrandet. Die meisten von ihnen stammen aus Äthiopien, Eritrea, dem Sudan und Afghanistan. Sie versuchen, auf Fähren oder durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen, wo sie auf ein besseres Leben hoffen.

Bei den Versuchen einer heimlichen Einreise nach Großbritannien kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Allein seit Anfang Juni kamen auf der französischen Seite des Tunnels acht Flüchtlinge ums Leben.

Enge Zusammenarbeit

„Die französische und die britische Regierung arbeiten in dieser Angelegenheit, die uns beide betrifft, sehr eng zusammen“, sagte May nach ihrem Treffen mit Cazeneuve. Geheimdienste und Sicherheitsbehörden würden kooperieren, um Menschenschmuggler-Banden zu bekämpfen, die „aus menschlichem Elend Profit schlagen“.

Großbritannien und Frankreich würden bei der Abschiebung von Migranten, insbesondere nach Westafrika, zusammenarbeiten, „um sicherzustellen, dass die Menschen sehen, dass die Reise hierher nicht dazu führt, dass sie nach Europa kommen und sich hier niederlassen können“, sagte May.

IS-Anhänger plante Terroranschlag auf Strand in Florida

US-Ermittler haben offensichtlich einen Terroranschlag an einem Strand in Florida durch einen Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vereitelt. Die Bundespolizei FBI war im April auf den 23-Jährigen aufmerksam geworden, weil er extremistische Äußerungen im Sozialen Netzwerk verbreitete und dort auch für den IS warb.

Nach Angaben des Justizministeriums von gestern wollte der Mann eine in einem Rucksack versteckte Nagelbombe an einem öffentlichen Strand in Key West vergraben und sie per Handy aus der Ferne zünden. Er soll auch zwei Sturmgewehre gekauft und versucht haben, an Handgranaten zu kommen.

Ein weiterer IS-Anhänger wurde im Bundesstaat Georgia zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er hatte seit mehr als einem Jahr geplant, sich der Terrormiliz anzuschließen. Er war vergangenen Oktober auf dem Flughafen von Atlanta mit einem Flugticket mit Ziel Türkei festgenommen worden.

Israelischer Spion kommt nach 30 Jahren US-Haft frei

Nach 30 Jahren Haft in den USA kommt der israelische Spion Jonathan Pollard Ende des Jahres frei. Pollards Anwälte teilten gestern mit, dass die Haftstrafe ihres Mandanten am 21. November zur Bewährung ausgesetzt werde.

Der in den USA inhaftierte israelische Spion Jonathan Pollard auf einem Archivbild aus dem Jahr 1998

APA/AP/Karl DeBlaker

Zugleich widersprachen sie Spekulationen, dass die Freilassung ein politisches Zugeständnis der USA sein könnte, um Israel wegen des Atomabkommens mit dem Iran zu besänftigen.

Iran-Abkommen soll kein Thema sein

Die Entscheidung der Bewährungskommission sei „unabhängig von anderen US-Regierungsstellen“ gefallen und nicht an die „jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten“ geknüpft, erklärten die Anwälte.

Auch US-Außenminister John Kerry beteuerte vor Journalisten, dass kein außenpolitischer Zusammenhang bestehe. „Ehrlich“, sagte Kerry. Darüber habe er nicht einmal Gespräche mit Israel geführt.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu begrüßte die geplante Freilassung. „Nach jahrzehntelangen Bemühungen wird Jonathan Pollard endlich freigelassen“, sagte er. Israel warte „mit Ungeduld“ auf den Tag. Seine Justizministerin Ajelet Schaked schrieb auf ihrer Facebook-Seite: „Dreißig Jahre Leiden werden in diesem November enden.“

Das „zerstörerische Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran“ habe dabei keine Rolle gespielt, betonte Schaked. Es sei eine rein rechtliche Entscheidung gewesen.

Israel bezweifelt, dass das Mitte des Monats geschlossene Abkommen Teheran am Bau einer Atombombe hindern wird. Der Iran hatte sich zu weitgehenden Beschränkungen und internationalen Kontrollen bei seinem Nuklearprogramm verpflichtet, im Gegenzug sollen die internationalen Sanktionen schrittweise aufgehoben werden.

Nationalheld in Israel

Die Beziehungen zwischen den USA und Israel werden durch die Pollard-Affäre bis heute belastet. Der in den USA geborene Spion hatte bei der US-Kriegsmarine als zivil angestellter Geheimdienstanalyst Zugang zu hochbrisanten Unterlagen. Von Mai 1984 bis zu seiner Verhaftung im November 1985 übergab er dem israelischen Geheimdienst Mossad viele tausend Dokumente mit US-Spionagematerial aus dem arabischen Raum.

Im März 1987 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. In Israel, dessen Staatsbürgerschaft Pollard 1996 erhielt, genießt er den Status eines Nationalhelden.

Tunesien erhält militärische Ausrüstung aus Deutschland

Nach den Terroranschlägen auf Touristen in Tunesien stellt die deutsche Bundeswehr dem nordafrikanischen Land militärische Ausrüstung für 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Das wurde heute am Rande des Besuchs der deutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Tunis bekannt.

Die tunesischen Streitkräfte erhalten ein schwimmendes Dock für die Reparatur von Booten, eine Barkasse für Patrouillen und fünf Unimog-Kleinlastwagen. Hinzu kommen 3.000 Helme und 700 Doppelfernrohre.

Die deutsche Regierung prüft zudem, wie sie Tunesien bei der Sicherung der 600 Kilometer langen Grenze zu Libyen unterstützen kann. Dabei handelt es sich aber in erster Linie um eine polizeiliche Aufgabe. Inwieweit die Bundeswehr dabei helfen kann, ist unklar.

Ende Juni hatte ein Attentäter im Badeort Sousse 38 Urlauber erschossen. Bereits im März waren bei einem Angriff auf das Nationalmuseum Bardo in Tunis mehr als 20 Touristen getötet worden.

Russische NGOs müssen als „Agenten“ kapitulieren

Das in Tschetschenien tätige russische Anti-Folter-Komitee stellt seine Arbeit ein. Die Organisation werde „ab kommender Woche“ nicht mehr existieren, sagte ihr Präsident Igor Kaljapin gestern in Moskau.

Der Grund dafür sei „ein ganz einfacher“ - nämlich, dass die Gruppe nach einem entsprechenden Gesetz fortan auf der Liste „ausländischer Agenten“ stehe. Die Behörden stuften außerdem erstmals eine ausländische Organisation als in Russland „unerwünscht“ ein.

Registrierung als „ausländische Agenten“

In Russland werden politisch tätige Organisationen, die ganz oder teilweise aus dem Ausland finanziert werden, seit 2012 per Gesetz gezwungen, sich als „ausländische Agenten“ registrieren zu lassen.

Das erschwert ihre Arbeit erheblich. Das Anti-Folter-Komitee, das sich um Opfer von Folter kümmert, wurde bisher fast zur Hälfte mit ausländischen Geldern gestützt.

Kaljapin bezeichnete die Einstufung als „inakzeptabel“, da dies „schlicht falsch“ sei. Er kündigte an, seine Organisation werde unter dem neuen Namen Komitee zur Vermeidung von Folter ihre Arbeit fortsetzen. Um nicht wieder als „ausländische Agenten“ eingestuft zu werden, würden die Mitarbeiter der neuen Gruppe dann nur noch russische Gelder annehmen.

„Bedrohung“ für die Sicherheit

Laut dem russischen Gesetz können auch ausländische Organisationen in Russland für „unerwünscht“ erklärt werden. Die Behörden stuften gestern erstmals eine ausländische Gruppe dementsprechend ein, nämlich die Nationale Stiftung für Demokratie (NED) aus den USA. Sie wird vom US-Kongress unterstützt.

Die Staatsanwaltschaft nahm die Einstufung vor, weil sich die NED angeblich örtlicher Organisationen bediene, um Wahlen zu untergraben und politische Kundgebungen zu organisieren. Die Gruppe sei eine „Bedrohung“ für die verfassungsmäßige Ordnung und die Sicherheit Russlands, erklärten die Ermittler.

Inland

Streit über Salzburger „Freiheitliche“: Rückschlag für Schnell

Der ehemalige Salzburger FPÖ-Klubobmann Karl Schnell hat in der Auseinandersetzung mit seiner Ex-Partei einen juristischen Rückschlag erlitten. Im Streit um den Namen „Freiheitliche“ verlor Schnell die zweite Runde vor dem Oberlandesgericht Linz.

Schnell zeigte sich von der Nachricht überrascht. Der Name seiner neuen Partei sei juristisch wasserdicht, er werde weiter um den Begriff „Freiheitliche“ kämpfen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Ministerien verstärken Kampf gegen Schlepperei

Das Innen- und das Justizministerium verstärken ihren Kampf gegen die Schlepperei. Ein „Fünfpunkteplan“ sieht etwa verstärkte Grenzkontrollen zu Ungarn, eine Aufstockung der Ermittlungsteams, Strafverschärfungen gegen Schlepper sowie eine Spezialisierung von Staatsanwälten vor, wie das Ö1-Morgenjournal berichtete.

Mehr Kontrollen an den Grenzen

Seitens des Innenministeriums werden derzeit mit den Amtskollegen im Nachbarland Gespräche betreffend einer lückenlosen Kontrolle sämtlicher internationaler Züge, die aus Ungarn kommen, geführt.

Die Kontrollen sollen gemeinsam mit der ungarischen Polizei in den Zügen ab Budapest sowie direkt an den infrage kommenden ungarischen Bahnhöfen stattfinden. Eine Weiterfahrt der illegalen Personen nach Österreich soll damit verhindert werden, hieß es aus dem Innenministerium.

Auch in den Grenzbezirken an der österreichisch-ungarischen Grenze soll künftig verstärkt kontrolliert werden, um Schlepper aus dem Verkehr zu ziehen. Die Ermittlungsteams im Bereich Menschenhandel und Schlepperei im Bundeskriminalamt will das Ressort zudem aufstocken.

Gesetze sollen verschärft werden

Das Justizministerium plant wiederum gesetzliche Verschärfungen der Strafbestimmungen gegen Schlepper sowie die Einrichtung spezialisierter Staatsanwälte im Bereich des Schlepperwesens. Die Polizei solle künftig noch mehr in die Arbeit der Anklagebehörde eingebunden werden.

„Wir haben bereits wirksame Maßnahmen, aber es braucht weitere Verschärfungen“, kommentierte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) die Pläne der beiden Ressorts. Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) sprach ebenfalls davon, „den Kampf gegen das Schlepperunwesen auch weiter zu optimieren“.

Wilders kritisiert Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Wien gegen ihn wegen mutmaßlicher Volksverhetzung und der Herabwürdigung religiöser Lehren kritisiert.

Diese seien ein Angriff gegen die Meinungsfreiheit. „Gegen mich wird nun ein legaler Dschihad geführt“, zitierte die „Presse“ (Mittwoch-Ausgabe) Wilders Aussagen in der Zeitung „De Telegraaf“.

„Im Krieg mit dem Islam“

Es sei „besonders bitter, dass ausgerechnet in dem westlichen Land, wo vor einigen hundert Jahren der Westen gegen den Islam verteidigt wurde“, gegen ihn ermittelt werde, so Wilders in Anspielung auf die Verteidigung Wiens gegen das osmanische Heer 1683 (Zweite Wiener Türkenbelagerung). Außerdem kündigte der Chef der Freiheitspartei (PVV) an, weiter die „Wahrheit“ über den Islam und Migration aussprechen zu wollen.

Wilders hatte in einem Vortrag am 25. März 2015 in Wien Europa als „im Krieg mit dem Islam“ bezeichnet, den Koran mit Hitlers „Mein Kampf“ verglichen und dessen Verbot gefordert. Eingeladen wurde der Rechtspopulist von der FPÖ. Die „Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen“ erstattete daraufhin Anzeige, wie der „Kurier“ berichtete.

Wirtschaft

Disneyland wegen Preisunterschieden im Visier von Brüssel

Die EU-Kommission geht Vorwürfen nach, dass der Vergnügungspark Disneyland Paris Besucher aus Deutschland und anderen Ländern wegen ihrer Herkunft benachteiligt. „Wir prüfen gerade einige Beschwerden, davon viele gegen Disneyland Paris“, teilte eine Kommissionssprecherin in Brüssel der Nachrichtenagentur AFP in einer Erklärung mit.

Es stehe der Vorwurf im Raum, dass Disneyland Paris auf Grundlage der Nationalität oder des Wohnorts unterschiedliche Preise verlange und damit gegen EU-Recht verstoße.

Deutlich höhere Preise für Briten und Deutsche?

Die britische Zeitung „Financial Times“ berichtete, Disneyland Paris verlange von deutschen und britischen Besuchern deutlich überhöhte Preise. So zahlten Franzosen für ein Premiumpaket von Europas größtem Freizeitpark 1.346 Euro, Briten aber 1.870 Euro und Deutsche sogar 2.447 Euro.

Aus EU-Kreisen verlautete, die französische Regierung müsse sicherstellen, dass das EU-Recht befolgt werde. Brüssel werde sich daher in der Angelegenheit bald an Frankreich richten.

Seit der Luxemburger Jean-Claude Juncker im November EU-Kommissionspräsident wurde, führt die Kommission eine Offensive gegen nationale Handelsbarrieren, die zulasten der Verbraucher gehen. Die US-Firmen Amazon, Google und Apple zählten zu den ersten Unternehmen, die dies in Form von EU-Verfahren zu spüren bekamen.

Athener Börse vor Wiedereröffnung

Die Börse in Athen wird voraussichtlich heute oder morgen wieder öffnen. Die griechische Börsenaufsicht werde in der Früh über den genauen Zeitpunkt entscheiden, sagte der Chef der griechischen Kapitalmarktkommission, Konstantinos Botopoulos. Für einheimische Investoren soll es allerdings noch einige Handelsbeschränkungen geben.

Die Europäische Zentralbank (EZB) akzeptierte zuvor die Vorschläge zur Wiedereröffnung des Handels. Die Börse ist seit Ende Juni geschlossen. Griechische Banken hatten nach einer dreiwöchigen Zwangspause bereits am 20. Juli wieder ihre Schalter geöffnet. Kapitalverkehrskontrollen sind aber weiterhin in Kraft.

Verhandler wieder in Athen

Erstmals seit Herbst vergangenen Jahres nehmen die Chefunterhändler von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) wieder Gespräche in Athen auf. Mit von der Partie in den Verhandlungen für das dritte Hilfsprogramm sind außerdem Experten des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM).

EU, IWF und EZB waren als „Troika“ bereits an den Hilfsprogrammen der Jahre 2010 und 2012 beteiligt. Nach Einschätzung der Gläubiger benötigt das hoch verschuldete Griechenland in den kommenden drei Jahren zwischen 82 und 86 Mrd. Euro.

Moody’s warnt Österreichs Banken vor Gegenwind

Die Lage für die Banken in Österreich dürfte sich der US-Ratingagentur Moody’s zufolge in den kommenden ein bis eineinhalb Jahren verschlechtern. Grund seien die verschärften operativen Geschäftsbedingungen in Bulgarien, Kroatien, Russland und der Ukraine, die den Töchtern österreichischer Banken zusetzen würden, erklärte die Agentur gestern.

Diese Herausforderungen würden die positiven Entwicklungen wie den leichten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in Österreich und bessere Wirtschaftsdaten in Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und der Slowakei überlagern. Den Ausblick für das österreichische Bankensystem beließ Moody’s bei „negativ“.

Aktionäre feiern Twitter trotz roter Zahlen

Der Kurzmitteilungsdienst Twitter wird trotz roter Zahlen an der Börse gefeiert. Grund ist ein überraschend starkes Umsatzplus im zweiten Quartal.

Twitter meldete gestern nach US-Börsenschluss verglichen mit dem Vorjahreswert einen Anstieg der Erlöse um 61 Prozent auf 502 Mio. Dollar (455 Mio. Euro). Die Markterwartungen wurden damit deutlich übertroffen. Die Aktie legte nachbörslich zunächst um mehr als zehn Prozent zu.

Immer noch defizitär

Dabei verliert das Unternehmen weiterhin Geld - allerdings sank das Minus unter dem Strich zum Vorjahr immerhin von 145 auf 137 Mio. Dollar. Interimschef und Twitter-Mitgründer Jack Dorsey - der den Spitzenjob vom im Juni nach Dauerkritik von Aktionären zurückgetretenen Dick Costolo übernahm - sieht offenbar noch viel Luft nach oben. „Wir sind mit unserem Wachstum nicht zufrieden“, kommentierte er den Finanzbericht.

Auch wenn Börsianer mit schlechteren Ergebnissen gerechnet hatten und die Zahlen sehr positiv aufnahmen, war es die bisher schwächste Umsatzentwicklung in einem Quartal seit dem Börsengang im November 2013.

New Yorker Airport LaGuardia wird neu gebaut

Der 1939 eröffnete und mittlerweile reichlich veraltete New Yorker Flughafen LaGuardia genießt seit Jahrzehnten alles andere als einen guten Ruf. Zusammen mit US-Vizepräsident Joe Biden, der LaGuardia einmal als „Dritte-Welt-Flughafen“ bezeichnete, präsentierte der Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, nun die Pläne für eine Runderneuerung. Eine Renovierung allein reicht nicht aus - der Flughafen, der „derzeit der Stadt nicht würdig“ sei, soll komplett abgerissen und neu gebaut werden.

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Sport

Fußball: Bayern setzt Alaba Vidal vor die Nase

Der Wechsel von Arturo Vidal zu Bayern München ist fix. Wie der Club von ÖFB-Teamspieler David Alaba mitteilte, unterschrieb der chilenische Mittelfeldstar beim deutschen Meister einen Vierjahresvertrag bis 2019 mit der Option auf ein weiteres Jahr. „Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, wurde der Neuzugang von Juventus Turin auf der Bayern-Website zitiert. Für Alaba scheint damit zumindest vorerst der Traum von einem Einsatz als Bayern-„Sechser“ oder -„Achter“ ausgeträumt.

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Champions League: Malmö sieht „Bullen“ unter Druck

Vor einem Jahr hat Malmö FF im Play-off den Traum von Red Bull Salzburg vom erstmaligen Einzug in die Gruppenphase der Champions League beendet. Heuer wartet der „Sargnagel“ schon in der dritten Qualifikationsrunde auf die „Bullen“.

Die Schweden sind vor dem heutigen Hinspiel (19.00 Uhr, live in ORF eins) nicht nur aufgrund des Vorjahres motiviert. „Sie haben Druck, vielleicht sogar mehr als vergangenes Jahr“, sagte Malmö-Coach Aage Hareide. Der Norweger hat aber so wie Salzburg viele neue Gesichter im Kader.

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Chronik

13-Jähriger aus München wollte in Dschihad ziehen

Ein 13-Jähriger aus München hat sich laut Medieninformationen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien anschließen wollen.

Der Bub sei am Freitag im türkisch-syrischen Grenzgebiet aufgegriffen worden, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe) unter Berufung auf Sicherheitskreise. Der Bursch solle nun wieder zurück nach Deutschland gebracht werden.

Der Bub habe die Reise gemeinsam mit einer Verwandten angetreten, die in Syrien einen IS-Kämpfer heiraten wollte, hieß es weiter. Mit einem falschen Pass habe der Teenager problemlos mehrere Grenzübergänge passiert. Aufgeflogen sei er schließlich unter anderem über ein Blog.

Achtjähriger in USA erhält zwei Spenderhände

Erstmals sind einem Kind zwei Spenderhände transplantiert worden: Die Kinderklinik von Philadelphia gab gestern (Ortszeit) bekannt, dass die zehnstündige Operation bei dem achtjährigen Zion Harvey aus Baltimore erfolgreich verlaufen sei.

Zion mussten nach einer komplizierten Infektion vor einigen Jahren beide Hände und beide Füße amputiert werden. Damals wurde bei ihm bereits eine Nierentransplantation vorgenommen. An der Operation in Philadelphia waren 40 Chirurgen, Anästhesisten, Orthopäden, Radiologen und sonstiges medizinisches Fachpersonal beteiligt.

Herkunft der Hände nicht bekannt

Die erfolgreiche Nierentransplantation sei eine Voraussetzung dafür gewesen, dass Zion nun für die medizinische Weltpremiere ausgewählt werden konnte, sagte Benjamin Chang, Kodirektor des Transplantationsprogramms für Hände an der Kinderklinik.

Wegen der Nierentransplantation habe Zion schon vor der jetzt vorgenommenen Verpflanzung der Hände Medikamente erhalten, die das Abstoßen von Spenderorganen durch den Empfänger verhindern. Über die Herkunft der Spenderhände gab die Klinik nichts bekannt. Sie bedankte sich aber ohne Namensnennung für die Selbstlosigkeit der Organspende.

Erstmals 2000 zwei Hände transplantiert

Die weltweit erste Verpflanzung zweier Hände - und Unterarme - erfolgte im Jänner 2000 bei einem Maler in der französischen Stadt Lyon. An der Operation in Philadelphia beteiligten sich Experten der Universität von Pennsylvania. Dort wurde 2011 erstmals eine beidseitige Tansplantation der Hände bei einem Erwachsenen vorgenommen.

Der kleine Zion beeindruckte die Ärzte schon vor der Handtransplantation durch seine Lebhaftigkeit. Er hatte gelernt, ohne Hände zu essen, zu schreiben und am Computer zu spielen. Außerdem geht er mit Prothesen. Für die Zeit nach der Operation äußerte er den Wunsch, mit den neuen Händen einen Ball werfen zu können.

Jüngster verurteilter Mörder in USA aus Haft entlassen

Curtis Jones, der mit zwölf Jahren zum jüngsten verurteilten Mörder in den USA wurde, ist nach 16 Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden.

Das teilte gestern die Sprecherin eines Gefängnisses in Florida mit, dessen genauer Standort nicht mitgeteilt wurde. Jones war 1999 ebenso wie seine damals 13-jährige Schwester wegen Mordes an der Freundin ihres Vaters zu 18 Jahren Haft verurteilt worden.

Schwester soll auch frei kommen

Die Geschwister waren nach Erwachsenen-Strafrecht verurteilt worden, obwohl die Sozialdienste den Verdacht geäußert hatten, dass sie sexuell missbraucht worden seien. Jones’ Schwester soll in den kommenden Wochen freikommen.

Die Ermittler warfen Jones und seiner Schwester vor, die Lebensgefährtin ihres Vaters aus Eifersucht getötet zu haben. Neuere Dokumente bestätigen allerdings, dass die Geschwister von einem anderen erwachsenen Familienmitglied missbraucht wurden.

Weil ihr Vater und dessen Freundin nichts dagegen unternahmen, hatten Jones und seine Schwester die beiden ebenso umbringen wollen wie ihren Peiniger. Nachdem sie die Frau getötet hatten, bekamen sie es aber mit der Angst zu tun und versteckten sich. Am nächsten Tag wurden sie festgenommen. Jones ist nun 29 Jahre alt und will örtlichen Medien zufolge Pastor werden.

Entrüstung nach Löwentötung in Simbabwe

Die Tötung eines bekannten 13 Jahre alten Löwen namens Cecil in Simbabwe durch einen amerikanischen Jäger hat im Internet einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Anfang Juli habe der im US-Staat Minnesota lebende Zahnarzt James Palmer ein totes Tier an ein Auto gebunden, teilte der Vorsitzende der Umweltorganisation Zimbabwe Conservation Task Force (ZCTF), Johnny Rodrigues, mit.

Archivbild von Löwe Cecil

APA/AP/Paula French

Gemeinsam mit einem anderen Jäger habe er die Raubkatze damit aus dem Hwange-Nationalpark gelockt. Palmer habe dann mit Pfeil und Bogen auf Cecil geschossen, das Tier aber nicht erlegt. Erst 40 Stunden nach der nächtlichen Jagd hätten die Jäger den Löwen entdeckt und erschossen. Anschließend hätten sie ihn gehäutet und geköpft.

Wegen der mutmaßlich illegalen Jagd müssen sich heute zwei Männer vor einem Gericht in Simbabwe verantworten, teilte die zuständige Behörde mit. Auch nach Palmer, der umgerechnet rund 45.000 Euro für die Löwenjagd bezahlt haben soll, wird Medienberichten zufolge gesucht. Er bekannte sich zu der Tat und gab an, von der Illegalität nicht gewusst zu haben. Die Website seiner Zahnarztpraxis wurde offline genommen, auf Twitter und im Bewertungsportal Yelp wurde er als Mörder beschimpft.

Kolumbien hilft Mexiko bei Fahndung nach „El Chapo“

Die kolumbianische Polizei unterstützt Mexiko bei der Jagd auf den geflohenen Drogenboss Joaquin „El Chapo“ Guzman. Ehemalige Generäle und aktive Offiziere berieten die mexikanischen Kollegen bei der Fahndung nach dem Chef des Drogenkartells von Sinaloa, berichtete die kolumbianische Zeitung „El Tiempo“ gestern.

Die kolumbianischen Sicherheitsexperten hätten in den 1980er und 1990er Jahren im Kampf gegen das Medellin- und Cali-Kartell wichtige Erfahrungen gesammelt, die sie nun mit der mexikanischen Polizei teilten. Die Generäle seien nach einer Woche bereits wieder nach Kolumbien zurückgekehrt, die aktiven Beamten würden ihre Beratung in Mexiko fortsetzen, hieß es in dem Bericht.

„El Chapo“ war am 11. Juli durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel aus dem Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano geflohen. Tausende Soldaten und Polizisten suchen seitdem im ganzen Land nach dem Drogenboss.

IT

Microsoft startet Auslieferung von Windows 10

Microsoft liefert ab heute sein neues Betriebssystem Windows 10 an die Kunden aus. Das Softwarepaket wird in insgesamt 190 Ländern und in 111 Sprachen zur Verfügung gestellt. Microsoft erhofft sich einen Schub bei den Kunden nach dem Flop der Vorgängerversion Windows 8.

Das Unternehmen verspricht ein schnelleres System und eine vereinfachte Bedienung. Die Nutzer einer lizenzierten Version von Windows 7 und Windows 8.1 erhalten das Upgrade auf die neue Software innerhalb des ersten Jahres kostenlos.

Mit Windows 10 kehrt das beliebte Startmenü von Windows 7 in einer erweiterten Version wieder zurück. Bestimmte Bedienelemente von Windows 8.1 wie die sogenannte Charm-Leiste, die von Anwendern kritisiert wurde, werden abgeschafft. Neu ist außerdem ein runderneuerter Webbrowser, ein Startmenü in Kacheloptik sowie die Sprachsteuerung Cortana.

Science

CERN: Vision einer Weltmaschine

Der große Teilchenbeschleuniger des Europäischen Kernforschungszentrums (CERN) läuft auf Hochtouren. Nach der Entdeckung des Higgs-Teilchens wollen Wissenschaftler nun herausfinden, ob es jenseits der „normalen“ Physik noch etwas gibt.

Wie ist der Stand der Experimente? Der gegenwärtige CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer und seine designierte Nachfolgerin Fabiola Gianotti sprechen in einem ORF-Interview über die Vision einer Weltmaschine und die neue Physik, die man zu entdecken hofft. Fazit: Wenn es sie gibt, dann wird sie sich bereits am prominenten Higgs-Teilchen zeigen - zumindest indirekt.

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Horrorklassiker „Nosferatu“ soll neu verfilmt werden

Hollywood will den Stummfilmklassiker „Nosferatu“ neu verfilmen. Wie die Branchenblätter „Variety“ und Deadline.com gestern berichteten, hat die Produktionsfirma Studio 8 den US-Autor und Regisseur Robert Eggers („The Witch“) mit dem Remake des Vampirfilms beauftragt.

Vorlage ist die legendäre Stummfilmfassung „Nosferatu, eine Symphonie des Grauens“ (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau (1888-1931), der die Geschichte des Vampirs Graf Orlok erzählt. Werner Herzog drehte 1979 „Nosferatu: Phantom der Nacht“ mit Klaus Kinski in der Rolle des Blutsaugers.

Für Schlagzeilen sorgte kürzlich eine Grabschändung in Stahnsdorf (Brandenburg), wo „Nosferatu“-Regisseur Murnau 1931 bestattet worden war. Unbekannte hatten aus einem Mausoleum auf dem Südwestkirchhof den einbalsamierten Kopf der Leiche gestohlen.

Erfinder des modernen Schlagzeugstocks tot

Der Erfinder moderner Schlagzeugstöcke, Vic Firth, ist tot. Wie die nach ihm benannte Firma in den USA mitteilte, starb er im Alter von 85 Jahren. Seine „grenzenlose Leidenschaft für die Musik beeinflusste alle seine Entscheidungen“, hieß es in einer Erklärung.

Everett "Vic" Firth, 2002

APA/AP/The Boston Globe/Lane Turner

Firth stammte aus dem US-Bundesstaat Massachusetts und spielte als Perkussionist beim Boston Symphony Orchestra. Weil er mit den damals verwendeten Trommelstöcken und Schlägeln nicht zufrieden war, baute er kurzerhand seine eigenen.

„Es war nicht nur die Qualität der Schlagzeugstöcke, es war die fehlende Auswahl“, erinnerte er sich später. Für die Klangqualität sei die Form der Stöcke aber enorm wichtig. Schon kleinste Veränderungen im Herstellungsprozess könnten das Ergebnis stark beeinflussen.

1963 gründete Firth seine eigene Firma. Die von ihm produzierten Stöcke und Schlägel werden mittlerweile von Musikern auf der ganzen Welt genutzt. 2010 fusionierte das Unternehmen mit dem Beckenhersteller Zildjian.

Leute

Friedensnobelpreisträger Tutu erneut im Krankenhaus

Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu ist erneut in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Ärzte verordneten dem 83-jährigen früheren Erzbischof einige Tage Bettruhe, nachdem er erneut über Beschwerden geklagt hatte, wie seine Stiftung gestern mitteilte.

Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu

Reuters/B Mathur

Krebsdiagnose 1997

Der Krankenhausaufenthalt habe jedoch nichts mit der Behandlung seines Prostatakrebsleidens zu tun, hieß es der örtlichen Nachrichtenagentur News24 zufolge.

Tutu war Anfang Juli zur Behandlung einer nicht näher erläuterten Infektion in ein Krankenhaus in Kapstadt eingewiesen worden. Nach etwa einer Woche wurde er wieder entlassen. Bei Tutu wurde 1997 Prostatakrebs diagnostiziert. Im vergangenen Dezember verschob er wegen einer medizinischen Behandlung eine Reise nach Rom.

Der anglikanische Geistliche bekam für seinen Kampf gegen das rassistische Apartheidsregime 1984 den Friedensnobelpreis. Nach dem Übergang zur Demokratie wurde Tutu von Präsident Nelson Mandela zum Vorsitzenden der Wahrheits- und Versöhnungskommission bestimmt. Diese arbeitete die Verbrechen des Apartheidsregimes auf.