Ausland

Angriff auf UNO-Gebäude in Mogadischu

Auf ein Büro des UNO-Entwicklungsprogramms (UNDP) in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist heute ein Anschlag verübt worden. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich vor dem Gebäude in die Luft, das daraufhin von mehreren bewaffneten Männern unter Beschuss genommen wurde, berichtete ein Polizeisprecher. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor.

Zum Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Al-Schabab-Milizen. Das UNDP-Gebäude liegt mehrere hundert Meter vom Flughafen Mogadischu entfernt, das die wichtigste Drehscheibe für die afrikanischen Einsatzkräfte ist, die gegen islamistische Rebellen in dem Land am Horn von Afrika kämpfen.

Ägyptens Tourismusminister tritt wegen Luxor-Affäre zurück

Ägyptens Tourismusminister hat aus Protest gegen die Ernennung eines radikalen Islamisten zum Provinzgouverneur seinen Rücktritt eingereicht.

Das Nachrichtenportal al-Ahram meldete heute, Hischam Sasu habe gesagt, er könne seine Aufgabe, die Zahl der ausländischen Urlauber zu steigern, nicht erfüllen, wenn ein Mitglied der Gamaa Islamija Gouverneur von Luxor sei. Ministerpräsident Hischam Kandil habe den Rücktritt aber noch nicht akzeptiert.

Die Islamistenbewegung, die inzwischen offiziell der Gewalt abgeschworen hat, trägt die Schuld für zahlreiche Angriffe auf Touristen in den 90er Jahren. Sie gilt auch als Drahtzieherin des Massakers im Hatschepsut-Tempel von 1997. Damals hatten sechs Attentäter in dem Tempel 62 Menschen massakriert.

In der nördlichen Provinz al-Manufija verwehrten Demonstranten dem neuen Gouverneur Ahmed Scharawi laut Medienberichten den Zugang zu seinem Büro. Gestern hatte es in insgesamt sechs Provinzen Proteste gegen die islamistischen Gouverneure gegeben, die Präsident Mohammed Mursi am Sonntag ernannt hatte. In der Stadt Tanta kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen 19 Menschen verletzt wurden.

130.000 Tränengaspatronen in der Türkei verschossen

Die türkische Polizei hat einem Zeitungsbericht zufolge bei den Protesten der vergangenen drei Wochen 130.000 Patronen mit Reizgas verschossen. Es sei nun geplant, größere Mengen an Tränengas und Pfefferspray zu beschaffen, um die Bestände aufzufüllen, berichtete die Tageszeitung „Milliyet“ heute weiter.

Der große Einsatz von Tränengas wurde international als unverhältnismäßig kritisiert. Zudem wird verurteilt, die Polizei habe gezielt und auf kurze Distanz direkt auf Demonstranten geschossen und Tränengasgewehre damit praktisch wie scharfe Waffen eingesetzt.

Neue Form des stillen Protests

In der Türkei schließen sich unterdessen immer mehr Menschen einer neuen Form des stillen Protests gegen die islamisch-konservative Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan an. Auf dem zentralen Taksim-Platz in Istanbul waren gestern Abend mehrere hundert schweigende Menschen versammelt, wie Augenzeugen berichteten. Sie protestierten gegen die aus ihrer Sicht autoritäre Regierung und die Polizeigewalt der vergangenen Tage.

Lebende Statuen mit Blick auf Atatürk

Am Nachmittag waren es einige Dutzend Menschen gewesen. Ein türkischer Choreograph, der in der Nacht auf gestern als „stehender Mann“ stundenlang wie eine lebende Statue auf dem Taksim-Platz verharrte, hatte die neue Protestform initiiert. Die Demonstranten richteten ihren Blick auf das zum Abriss vorgesehene Atatürk-Kulturzentrum und ein daran angebrachtes Porträt des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk.

Eine in Schwarz gekleidete junge Frau hielt in einer Hand eine leere Tränengaspatrone, in der anderen das türkische Strafgesetzbuch. Andere Demonstranten hatten sich in türkische Flaggen gehüllt. Die Polizei, die in den vergangenen Tagen massiv Tränengas eingesetzt hatte, hielt sich zunächst im Hintergrund. Allerdings standen Wasserwerfer bereit.

Video dazu in iptv.ORF.at

Proteste abseits von Istanbul

Zum Unterschied von der gespannten Ruhe in Istanbul ging die Polizei in der westanatolischen Stadt Eskisehir mit Wasserwerfern und Tränengas gegen weitere Proteste vor. In der Nacht sei es zu stundenlangen Zusammenstößen gekommen, berichteten Aktivisten im Internet. Die Polizei habe von Demonstranten errichtete Barrikaden geräumt und ihre Wasserwerfer auch auf Wohnungen gerichtet, in die sich Demonstranten geflüchtet hätten.

In der etwa 600.000 Einwohner zählenden Stadt gab es in den vergangenen Wochen mehrfach Demonstrationen gegen die islamisch-konservative Regierung. Auch in der Hauptstadt Ankara setzte die Polizei laut Medienberichten in der Nacht erneut Tränengas und Wasserwerfer ein, um Hunderte Demonstranten auseinanderzutreiben.

Obama traf deutschen Bundespräsidenten Gauck

US-Präsident Barack Obama ist heute Früh zum Auftakt seines Berlin-Besuchs vom deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck empfangen worden. Das US-Staatsoberhaupt stellte sich vor dem Amtssitz des Bundespräsidenten Schloss Bellevue zusammen mit Gauck den Fotografen und Kameraleuten auf dem roten Teppich.

Bei strahlendem Sonnenschein und bereits 27 Grad schüttelten einander beide Männer auf der Stiege zum Schloss die Hände. Anschließend trug sich Obama ins Gästebuch des Bundespräsidenten ein und nahm zusammen mit Gauck die Ehrenformation ab. Danach zogen sich die Staatsoberhäupter zu einen Gespräch hinter verschlossenen Türen zurück.

Halb Berlin abgeriegelt

Obama wird im Anschluss Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundeskanzleramt zu politischen Gesprächen treffen. Beide wollen sich danach vor der Presse äußern. Zum Höhepunkt des Besuches wird es am Nachmittag kommen.

Dann wird Obama, der zum ersten Mal als US-Präsident in Deutschland ist, vor dem Brandenburger Tor eine Rede halten - fast auf den Tag genau 50 Jahre nach der „Ich bin ein Berliner“-Rede von US-Präsident John F. Kennedy.

Für den Besuch Obamas gelten strengste Sicherheitsvorschriften. Im Regierungsbezirk sind starke Polizeikräfte präsent. Die Orte, an denen sich der US-Präsident aufhalten wird, sind weiträumig abgesperrt. Obama bewegt sich in Berlin mit der aus den USA eingeflogenen Präsidentenlimousine. Das Fahrzeug mit dem Spitznamen „The Beast“ ist besonders schwer gepanzert.

Video dazu in iptv.ORF.at

Afghanistan setzt Gespräche mit USA aus

Angesichts eines Gesprächsangebots der USA an die radikalislamischen Taliban hat die afghanische Regierung heute Verhandlungen über die weitere militärische Zusammenarbeit mit Washington nach dem Jahr 2014 ausgesetzt.

Es gebe „einen Widerspruch zwischen dem, was die US-Regierung sagt, und dem, was sie macht“, sagte ein Sprecher von Präsident Hamid Karzai der Nachrichtenagentur AFP. Die USA hatten zuvor Gespräche mit Vertretern der Taliban im Emirat Katar angekündigt.

Flüchtlingszahl auf höchstem Stand seit zwei Jahrzehnten

Bewaffnete Konflikte und andere Bedrohungen haben die Zahl der Flüchtlinge weltweit auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten steigen lassen. 2012 seien mehr als 45,2 Millionen Menschen auf der Flucht gewesen, teilte das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR gestern in Genf mit.

Das sei der höchste Stand seit 1994, als der Völkermord in Ruanda und der Zusammenbruch von Jugoslawien die Flüchtlingszahlen in die Höhe schnellen ließen, sagte der UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, Antonio Guterres.

Fast 23 Millionen Binnenvertriebene

„Wir erleben eine Zunahme neuer Konflikte, und es scheint, dass die alten nicht enden“, fügte Guterres hinzu. Mit 55 Prozent stammten gut die Hälfte der Flüchtlinge aus Konfliktgebieten wie etwa Afghanistan, Somalia, dem Irak und Syrien.

Auch in den afrikanischen Krisenländern Mali, Demokratische Republik Kongo und Sudan wuchs dem UNO-Bericht zufolge die Zahl der Flüchtlinge. Von 45,2 Millionen Betroffenen flüchteten sich demnach 15,4 Millionen ins Ausland, 28,8 Millionen Menschen waren Binnenvertriebene, zudem gab es 937.000 Asylwerber.

Pakistan am meisten betroffen

Die Hauptlast von Flucht und Vertreibung tragen dem Bericht zufolge Entwicklungsländer. Dort leben 87 Prozent der Flüchtlinge weltweit. Pakistan war 2012 als Aufnahmeland mit 1,6 Millionen Flüchtlingen, gefolgt vom Iran (868.000) und Deutschland (590.000) am stärksten betroffen.

Das Land, aus dem die meisten Flüchtlinge stammen, war wie bereits seit mehr als 30 Jahren Afghanistan: Jeder vierte Flüchtlinge stammt aus diesem Land.

Mit 46 Prozent machten Minderjährige fast die Hälfte aller Flüchtlinge weltweit auf. Dass Kinder zunehmend allein auf der Flucht seien, entwickle sich zu einem „der schwersten humanitären Probleme“, so Guterres. 2012 suchten demnach 21.300 Minderjährige auf eigene Faust Schutz.

Inland

Neue Salzburger Landesregierung angelobt

Im Bundesland Salzburg hat eine neue politische Ära begonnen. Im neu konstituierten Landtag wurde heute Vormittag die Landesregierung unter Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) angelobt. Diese setzt sich aus je drei Vertretern von ÖVP und Grünen und einem Landesrat des Teams Stronach (TS) zusammen.

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WIFO-Chef Aiginger fordert Verwaltungsreform

Die Nationalratswahl naht. Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), Karl Aiginger, sieht die Gefahr, dass „Wahlgeschenke“ nach der Wahl mit Steuererhöhungen bezahlt werden müssen. Er fordert eine Verwaltungsreform nach dem Motto „Zuerst sparen, dann ausgeben“.

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Regierung verspricht mehr Geld für Familien

Die Regierung verspricht mehr Geld für Familien, was allerdings erst nach der Nationalratswahl, so es denn wieder zu einer rot-schwarzen Koalition kommt, schlagend werden soll. Die Umsetzung vor der Wahl gehe sich nicht mehr aus, so Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) gestern nach dem Ministerrat.

Insgesamt sollen in vier Jahren 1,2 Milliarden Euro in eine nach Alter abgestufte Familienbeihilfe und in den Ausbau der Kinderbetreuung fließen. Von einem Wahlzuckerl wollen SPÖ und ÖVP allerdings nicht sprechen. Es sei eine lange vorbereitete Einigung, so Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP).

Mehr dazu in „Grundsatzeinigung“ beschlossen

OeNB-Skandal: Vizechef nach Anklage suspendiert

Der gestern einberufene außerordentliche Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hat die sofortige Suspendierung von Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek beschlossen. Nationalbank-Chef Ewald Nowotny übernimmt interimistisch die von Duchatczek geführten Bereiche. Hintergrund ist eine nicht rechtskräftige Anklage gegen Duchatczek wegen dubioser Geschäfte der OeNB-Töchter OeBS und Münze Österreich mit Syrien und Aserbaidschan.

Mehr dazu in Anklage gegen weitere acht Personen

Sport

Tennis: Paszek droht bitterer Absturz

Das Jahr 2013 ist für Tamira Paszek weiter zum Vergessen. Auch in Eastbourne - dort, wo sich die Vorarlbergerin im Vorjahr am eigenen Schopf aus der Krise gezogen hatte - setzte es für Paszek einen herben Dämpfer. Die Verletzungsprobleme der 22-Jährigen reißen nicht ab, jetzt droht Paszek in der Weltrangliste ein bitterer Absturz. Eine wieder akut gewordene Beinverletzung lässt auch ihren Antritt in Wimbledon wackeln. Und dort hat Paszek gleich 500 Punkte zu verteidigen.

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Chronik: Alaba stiehlt Bundespräsidenten die Show

Als erster Österreicher hat David Alaba Ende Mai mit Bayern München die Champions League gewonnen. Für seine Freudenfeier auf dem Feld hatte der erst 20-jährige Wiener eine Überraschung parat. Er feierte gehüllt in eine außergewöhnliche Flagge. Die Fahne vereinte die Farben der Philippinen, Nigerias und Österreichs - die Geburtsländer seiner Mutter, seines Vaters und seiner selbst. „Alle drei Länder spielen eine wichtige Rolle in meinem Leben“, sagte er. Doch nirgendwo ist Alaba derzeit so populär wie in Österreich. Das musste gestern auch Bundespräsident Heinz Fischer erfahren.

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Wirtschaft

Leiharbeiter: Branchenlage angespannt

Die Insolvenz des Personalverleihers MPS mit Firmensitz in Hart bei Graz (Steiermark) hat es aufgezeigt: Die Situation für Leiharbeiter ist derzeit alles andere als rosig. Die Lage sei zwar generell angespannt, aber nicht am Kippen, sagen Experten.

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Chrysler ruft nun doch Jeep-Geländewagen zurück

Auf Druck der US-Verkehrssicherheitsbehörde startet Chrysler einen der größten Rückrufe der Vereinigten Staaten. Die Behörde NHTSA hatte von dem Hersteller verlangt, insgesamt 2,7 Millionen ältere Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty unter die Lupe zu nehmen. Die Beamten fürchten, dass der Tank bersten und ein Feuer entstehen könnte, wenn die Geländewagen von hinten gerammt werden. Die NTHSA zählte bis zurück ins Jahr 1996 Dutzende derartige Unfälle mit 51 Todesopfern auf.

„Visuelle Inspektion“

Konzernchef Sergio Marchionne hatte noch vor zwei Wochen einen Rückruf vehement abgelehnt. Die Fiat-Tochterfirma teilte nun gestern mit, die betroffenen Wagen einer „visuellen Inspektion“ zu unterziehen und gegebenenfalls die hintere Struktur zu verstärken, um die bei einem Auffahrunfall auftretenden Kräfte besser in den Griff zu bekommen. Der Hersteller bestand aber weiter darauf, dass „diese Fahrzeuge nicht defekt sind und zu den sichersten ihrer Klasse gehören“. Der Fall habe jedoch Bedenken bei den Kunden geweckt, hieß es.

Tank hinter der Hinterachse

Die fraglichen Autos sind der Jeep Grand Cherokee der Modelljahre 1993 bis 2004 sowie der kleinere Jeep Liberty aus den Jahren 2002 bis 2007. Bei diesen Fahrzeugen sitzt der Tank hinter statt vor der Hinterachse. Durch diese Konstruktion sei der Tank verwundbarer für rückwärtige Crashs, schrieben die Experten der Behörde Anfang Juni in einem Brief an Chrysler. Nach Angaben des Center for Auto Safety gehört der Rückruf zu den 20 größten des Landes.

Niemetz-Übernahme ist besiegelt

Jetzt ist es rechtskräftig: Der insolvente Wiener Schwedenbomben-Hersteller Niemetz wird von der rumänischen Meinl-Tochter Heidi Chocolat übernommen. Das gesamte Geld sei bereits an den Masseverwalter übergeben worden.

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Chronik

Mure verwüstet Weltkulturerbe Hallstatt

Ein gewaltiger Wolkenbruch hat gestern Abend einen Katastropheneinsatz in Hallstatt in Oberösterreich ausgelöst. Der Mühlbach trat über die Ufer und verwüstete fast den ganzen Ort. Zahlreiche Bewohner wurden in Sicherheit gebracht.

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Riesige Fälscherbande in Wien ausgehoben

In ganz großem Stil soll eine Fälscherbande in Wien gearbeitet haben. Gestern war Schluss damit. Exekutive, Staatsanwaltschaft und Nationalbank schlossen monatelange Ermittlungen mit einem Großeinsatz ab. Das berichtet die „Kronen Zeitung“.

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Tiroler ging mit Messer auf Frau los

Zu einem brutalen Beziehungsstreit ist es gestern Abend im Zillertal (Tirol)
gekommen. In Uderns ging ein Einheimischer mit dem Messer auf seine Lebensgefährtin los. Der Auslöser für die Tat dürfte Eifersucht gewesen sein.

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Krokodil tötet Schwangere in Indonesien

Ein Krokodil hat in Indonesien eine schwangere Frau angefallen und getötet. Von ihrem dreijährigen Sohn fehlte heute noch jede Spur, wie eine Vertreterin der Lokalbehörde in Lembata in Ostindonesien berichtete.

Die Frau wollte mit ihrem Sohn eine niedrige Holzbrücke über den Fluss Waimea überqueren, als das Tier angriff. Das Krokodil wurde mit der Leiche der Frau im Maul gestern gesichtet. Der Bub blieb verschwunden.

In der Region wurden in den vergangenen fünf Jahren mindestens fünf Menschen von Reptilien getötet. Im April fraß ein Krokodil eine 75-jährige Frau.

Preisberechnung nach Körpergewicht bei Samoa Air

Bei der Minifluggesellschaft Samoa Air müssen schwergewichtige Passagiere zwar mehr zahlen, haben dafür künftig aber auch mehr Platz. Airline-Chef Chris Langton kündigte im australischen Rundfunksender ABC die neue XL-Klasse an. Sie bietet Passagieren mit mehr als 130 Kilogramm breitere Sitze und mehr Beinfreiheit.

„Es ist in etwa so wie eine Dreisitzercouch“, sagte Langton. Samoa hat laut Weltgesundheitsorganisation einen der höchsten Anteile von Fettleibigen in der Bevölkerung weltweit. In den städtischen Gebieten sind demnach 75 Prozent der Menschen zu dick.

„Luftfahrtindustrie muss nachziehen“

Samoa Air hatte Ende vergangenen Jahres ein neues Preissystem eingeführt: Der Preis fürs Ticket steigt mit dem Körpergewicht. XL-Sitze für Dicke werde es bald auch bei anderen Fluggesellschaften geben, zeigte sich Langton überzeugt: „T-Shirts und Kleidung und andere Dinge haben schon verschiedene Standardgrößen, die Luftfahrtindustrie muss da nachziehen.“ Samoa Air hat zwei Flugzeuge mit zehn Sitzen und einen Viersitzer.

Strontium im Grundwasser bei Fukushima gefunden

Im Grundwasser am beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima I ist ein erhöhtes Niveau des strahlenden Stoffes Strontium gefunden worden.

Das teilte der Kraftwerksbetreiber Tokyo Electric Power (TEPCO) heute mit. Im Grundwasser nahe dem Turbinengebäude von Reaktor 2 seien Spuren des Isotops Strontium 90 gefunden worden.

Tumore und Leukämie möglich

Strontium 90 gibt eine energiereiche Strahlung ab. Wenn der Stoff in den menschlichen Körper gelangt, können dadurch Zellen in Knochen verändert werden. Knochentumore und Leukämie können die Folge sein.

Das Kraftwerk Fukushima I wurde vor zwei Jahren durch ein Erdbeben und den folgenden Tsunami schwer beschädigt. In drei Reaktoren fand eine Kernschmelze statt. Es war der schwerste Atomunfall seit der Explosion eines Reaktors in Tschernobyl 1986.

Medien

ORF-Radiojournale von 1967 bis 1999 nun online

Die Ermordung John Lennons, der Fall des Eisernen Vorhangs, der zweite Golfkrieg und der Unfalltod Lady Dianas: Egal für welche Art von zeitgeschichtlichen Ereignissen man sich interessiert - auf der Onlineplattform Journale.at wird man fündig. Auf der Website, die einem Relaunch unterzogen und erweitert wurde, sind nun sämtliche ORF-Hörfunkjournale von 1967 bis 1999 zum Nachhören digital abrufbar.

Das sind rund 8.000 Stunden oder 100.000 Einzelbeiträge mit Kurznachrichten, Reportagen, Interviews und Hintergrundberichten zu österreichischen sowie internationalen Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Heute wurde die von der österreichischen Mediathek überarbeitete Plattform bei einer Pressekonferenz vorgestellt.

Gefährdete Zeitzeugnisse gerettet

Bereits seit 2001 digitalisiert die Mediathek die am meisten gefährdeten analogen Bestände des Archivs, um sie für die Zukunft zu sichern. Auch bei jüngerem Material ist die Digitalisierung dringend und unumgänglich, wie die Aufnahmen des Jahres 1990 gezeigt haben.

Hier waren Hydrolyseeffekte aufgetreten, die im Endeffekt zur Nichtabspielbarkeit oder zum Bänderriss führen. Um die Aufnahmen für die Digitalisierung verwenden zu können, mussten sie aufwendig getrocknet werden.

„ORF-Radiojournale aus 32 Jahren stehen nun der Öffentlichkeit zum kostenlosen Nachhören im Internet zur Verfügung“, so ORF-Radiodirektor Karl Amon. „Durch die Digitalisierung dieser historischen Zeitdokumente durch die österreichische Mediathek ist eine dauerhafte Erhaltung möglich“, so Amon.

Gabriele Fröschl, Leiterin der Mediathek, meinte, die Plattform zeige „einen Weg, wie sich Archive öffnen können, und es ist eine Einladung an die Wissenschaft, sich eingehend mit diesen wichtigen und nun leicht zugänglichen Zeitdokumenten zu beschäftigen“.

Kultur

Netzkunstpioniere mit „Filmkonzert“ in Wien

Bereits vor 15 Jahren hat der Komponist und Multimediakünstler Klaus Karlbauer ein Programm zum Thema Cybersex und Cyberliebe erarbeitet - für die Sängerin Rosivita und den Vokalperformer Didi Bruckmeier als virtuell vernetztes, potenzielles Paar im Wiener Rhiz.

In der Performance „forgetme@not“ sprengte die Liebe alle Grenzen des Mediums. Doch die Medienreflexion hat kein Ende. Heute Abend präsentieren Rosivita und Klaus Karlbauer in Wien Ausschnitte aus ihrer aktuellen Produktion „Fools Island Project“ - einem „Filmkonzert“.

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Hollywood in der „Flopbuster“-Falle

Im Kinosommer schaut es schlecht aus für die Erde: Feindliche Aliens machen sich breit („After Earth“), ein Zombie-Virus greift um sich („World War Z“), und Roland Emmerich jagt wieder einmal etwas in die Luft („White House Down“). Freunde des Action-, Trash- und Superheldenkinos dürfen sich freuen, kaum jemals waren derart viele Großproduktionen am Start wie heuer. Doch nicht alles, was teuer, laut und in Starbesetzung daherkommt, überzeugt das Publikum. Selbst wenn: Viele Filme drohen auch bei großem Andrang zu „Flop-“ statt Blockbustern zu werden.

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IT

Facebook meldet mehr als eine Million Werbekunden

Das Onlinenetzwerk Facebook hat nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als eine Million Werbekunden. Er wolle den „über eine Million Unternehmen“ danken, die bei Facebook als Werbekunden aktiv seien, schrieb Marketingmanager Dan Levy gestern in einem Blog.

Facebook hat nach Angaben von Ende März mittlerweile 1,11 Milliarden aktive Nutzer weltweit. Es wird aber immer wieder bezweifelt, ob das Soziale Netzwerk aus seinen Nutzerzahlen auch finanziellen Profit ziehen kann. Das ist ein Grund, warum der Börsengang von Facebook im vergangenen Jahr zum Debakel geriet.

Aktienkurs erholt sich

War der Ausgabepreis der Aktie bei 38 Dollar (28,41 Euro) gelegen, rutschte der Preis bis September auf 17,73 Dollar ab. Inzwischen hat sich die Aktie etwas erholt, gestern wurde sie zum Handelsschluss an der New Yorker Börse mit 24,21 Dollar gehandelt.

Im ersten Quartal 2013 betrugen die Werbeeinnahmen von Facebook laut Angaben von Anfang Mai 1,25 Milliarden Dollar (935 Mio. Euro). Sie machten damit 86 Prozent des Gesamtumsatzes des US-Unternehmens aus. Facebook hatte im vergangenen Jahr seine Anstrengungen zur Gewinnung von Werbekunden, insbesondere bei mobilen Angeboten, deutlich verstärkt.

Radikaler Wandel bei Adobe drückt Quartalszahlen

Der radikale Umbruch des Geschäftsmodells beim Softwareanbieter Adobe belastet weiter deutlich die Zahlen des Photoshop-Entwicklers.

In dem Ende Mai abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal schrumpfte der Umsatz im Jahresvergleich um gut zehn Prozent auf 1,01 Milliarden Dollar (760 Mio. Euro). Der Gewinn sackte um fast zwei Drittel auf 76,5 Millionen Dollar ab, wie das Unternehmen gestern nach US-Börsenschluss mitteilte.

Abo statt Verkauf

Adobe befindet sich im Umbruch: Die Kreativprogramme wie Photoshop werden künftig nur noch im Abomodell statt als Verkaufsversionen weiterentwickelt. Damit will sich Adobe einen stabilen Erlösfluss ohne die bisherigen Schwankungen durch Produktzyklen sichern.

Vier Millionen Abonnenten angepeilt

Der Umbau begann vor über einem Jahr mit dem Start der Aboversionen unter der Marke Creative Cloud. Zuletzt gewann der Wandel deutlich an Schwung: Die Zahl der Abokunden stieg im vergangenen Quartal um 221.000 auf rund 700.000. Die Börsianer würdigten die Dynamik mit einem nachbörslichen Kursplus von gut vier Prozent.

Adobe hatte bereits wiederholt gewarnt, dass die hohen Kosten in der Umbauphase zunächst einmal die Gewinne drücken werden. Bis Herbst 2015 will Adobe vier Millionen Abokunden haben.

Science

Beispiel Japan: Wohlstand ist nicht gleich Glück

Gute Bildung, eine lange Lebenserwartung und eine sichere Gesundheitsversorgung machen nicht automatisch glücklich, wie Studien zeigen. Ein Beispiel dafür ist Japan: Dort hat man sich die kapitalistischen Werte zu Eigen gemacht - die Einwohner sind aber längst nicht so zufrieden, wie man angesichts des Wohlstands glauben könnte.

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Leute

Katy Perry: Laufpass von Russell Brand per SMS

US-Sängerin Katy Perry (28) ist von dem britischen Komiker Russell Brand (38) seit einem knappen Jahr geschieden. Wie Perry jetzt in einem Interview des Modemagazins „Vogue“ (US-Juli-Ausgabe) offenbarte, wurde sie im Dezember 2011 von Brand via SMS über das Ende ihrer Ehe informiert.

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