Ausland

Iran lehnt Inspektion von Militäranlage durch IAEA ab

Der Iran will auch in dieser Runde der Atomverhandlungen keine Inspektion seiner Militäranlage Parchin durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zulassen.

„Das ist nicht im Zuständigkeitsbereich der IAEA, außerdem wurde diese Anlage bereits zweimal von der IAEA besichtigt, und es wurde nichts gefunden“, sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif bei einem Treffen mit amerikanischen Akademikern in New York.

„Falsche Geheimdienstinformationen“

Bei den Atomverhandlungen fordern die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland (5+1) eine Inspektion der Anlage Parchin in Südostteheran, wo der Iran angeblich an Atomwaffentests gearbeitet haben soll.

„Das sind falsche Geheimdienstberichte, und was nicht ist, kann auch nicht gefunden werden“, sagte Sarif nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars. Teheran verfolge lediglich ein friedliches Atomprogramm unter der Aufsicht der IAEA. Man sei außerdem weiterhin bemüht, eine Einigung im Atomstreit zu erreichen.

Thai-Regierungschef empört mit sexistischem Kommentar

Nach einem Mord an zwei Touristen in Thailand hat Putschführer und Regierungschef Prayuth Chan-ocha mit einer Bemerkung über leicht bekleidete Besucher Empörung ausgelöst. „Touristen meinen, sie könnten machen, was sie wollen, aber sind sie im Bikini wirklich sicher?“, sagte er. Gefahr bestehe natürlich nur für hübsche Frauen, fügte er hinzu.

Für Wirtschaftsprofessorin Pavida Pananond zeugen Prayuths Äußerungen von tief sitzenden sexistischen Ansichten, dass leicht bekleidete Frauen für Übergriffe von Männern selbst verantwortlich seien. Auch in Sozialen Netzwerken kritisierten heute viele Nutzer die Entgleisung.

„Ich schäme mich, dass mein Land mit solchen dummen Ansichten in Verbindung gebracht wird“, schrieb ein Thailänder auf Facebook. „Will Thailand etwa als erstes buddhistisches Land die Burka für Frauen am Strand einführen?“, meinte jemand auf Twitter. In dem Mordfall wurde unterdessen weiter ermittelt. Das Paar, beide 24, war am Montag tot an einem Strand auf der Insel Koh Tao gefunden worden.

UNO vor Einstellung von Hilfe an Syrien-Flüchtlinge

Die Vereinten Nationen müssen die Nahrungsmittelhilfen für rund vier Millionen Menschen in Syrien aus Geldgründen wohl drastisch einschränken. Im Oktober könnten nur noch 60 Prozent des Bedarfs geliefert werden, im November nur noch 40 Prozent, sagte UNO-Direktor John Ging gestern gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Das bedeute zu Beginn des Winters noch größeren Hunger für die ohnehin vom Bürgerkrieg geplagten Menschen.

Es fehle einfach an Geld, so Ging. Dabei gebe es jetzt einen besseren Zugang zu den Gebieten, in denen die Hilfsbedürftigen lebten. Diplomaten zufolge könnte es sein, dass im November in Syrien nur noch Nahrungsmittel mit einem Brennwert von 825 Kalorien pro Tag und Person zur Verfügung stünden, weniger als die Hälfte der empfohlenen Menge.

Jeder zweite Syrer auf der Flucht

Ging, bei der UNO für die Koordination humanitärer Hilfen zuständig, äußerte sich nach einem Treffen in Genf, bei dem es um Syrien-Hilfen ging. Daran nahmen auch Diplomaten aus westlichen Geberländern und Vertreter der Syrien-Verbündeten Iran und Russland teil. In Syrien versucht das Regime von Präsident Baschar al-Assad seit mehr als drei Jahren, einen Aufstand niederzuschlagen.

In dem Bürgerkrieg sind laut UNO-Erkenntnissen etwa 200.000 Menschen getötet worden. Drei Millionen Syrer sind der UNO zufolge in Nachbarländer wie den Libanon, die Türkei und Jordanien geflüchtet. 6,5 Millionen wurden innerhalb des Landes vertrieben. Damit sind der UNO zufolge fast die Hälfte aller Syrer auf der Flucht.

Israels Innenminister Saar zurückgetreten

Israels Innenminister Gideon Saar (47) von der regierenden Likud-Partei ist überraschend zurückgetreten. „Ich will mehr Zeit für mein Privatleben haben und mehr Zeit mit meinen Kindern und meiner geliebten Ehefrau Geula verbringen“, begründete der einflussreiche Minister seine Entscheidung.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe den Schritt akzeptiert, berichtete der israelische Rundfunk heute. Saar war innerhalb des Likud als möglicher künftiger Regierungschef gehandelt worden.

Saars Frau, die Journalistin Geula Even, war zuletzt wegen eines möglichen Interessenkonflikts von der Moderation einer Nachrichtensendung suspendiert worden.

Inland

Kurz-Plan gegen Dschihadisten

Die Angst vor Terrorkämpfern geht in Europa um: Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), der auch für die Integrationsagenden innerhalb Österreichs zuständig ist, will mit einem Fünfpunkteprogramm Präventionsarbeit leisten.

Kurz will erreichen, dass die Internetplattformen Facebook und YouTube für das Thema sensibel werden. Kurz will die Islamische Glaubensgemeinschaft einbinden und sowohl unter Muslimen als auch Nicht-Muslimen in Österreich eine Aufklärungskampagne starten.

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Salzburger als Dschihadisten im Nahen Osten?

Aufregung gibt es über zwei junge Männer aus dem Pinzgau (Salzburg). Sie sollen als Dschihadisten in den Nahen Osten übersiedelt sein. Die Mutter eines der beiden Männer habe ihn als vermisst gemeldet, bestätigte die Polizei.

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Vorarlberg-Wahl: Wallner schwört ÖVP auf Finale ein

Vorarlbergs Landeshauptmann und ÖVP-Chef Markus Wallner hat gestern Abend seine Partei auf das Wahlkampffinale eingeschworen. „Wir müssen als Team laufen“, die letzten Tage bis zur Wahl am Sonntag seien entscheidend. Er glaube nicht an Umfragen, diese - der ÖVP wird der Verlust der absoluten Mehrheit prophezeit - hätten noch nie recht gehabt, so der Landeshauptmann.

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Sport

Champions League: Bayern knacken ManCity-Festung

Für Bayern München hat die Champions-League-Saison mit einem Last-Minute-Heimsieg begonnen. Der deutsche Meister setzte sich gestern dank einem Treffer von Jerome Boateng in der 90. Minute gegen den englischen Champion Manchester City 1:0 durch. David Alaba & Co. gelang damit auch die Revanche für die 2:3-Heimniederlage im Vorjahr. Christian Fuchs holte mit Schalke 04 ein unerwartetes Remis bei Mitfavorit Chelsea.

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Bundesliga: Rapid bejubelt „beste Saisonleistung“

Mit dem klaren 5:1-Sieg im Nachtragsspiel bei Wiener Neustadt ist Rapid der erhoffte erste Auswärtssieg der Saison gelungen. Die Wiener, die auf Rang drei der Tabelle vorrückten, freuten sich über ihre offensiv bisher „beste Saisonleistung“, wie es Mittelfeldspieler Stefan Schwab formulierte. Die Hütteldorfer richteten aber bereits den Blick nach vorn, denn am Samstag wartet das Duell mit dem Tabellenführer vor eigenem Publikum. „Wir müssen jetzt weiter Gas geben“, lautete daher das Credo bei den Grün-Weißen.

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Football: Skandalwelle überrollt die NFL

Vor Saisonbeginn hat die National Football League (NFL) geprahlt, den härtesten Strafenkatalog für häusliche Gewalt zu haben. Nur mit der Umsetzung scheint sich die Liga schwerzutun. Nach der jüngsten Skandalwelle um Starspieler, die ihre Frauen und Kinder verprügeln, wird die Kritik an den NFL-Funktionären - allen voran Commissioner Roger Goodell - immer lauter. Sponsoren und Politiker forderten mehr Konsequenz und „harte und notwendige Maßnahmen“, um die Wahrnehmung des Premiumprodukts nicht zu gefährden. Im Fall Adrian Peterson sahen sich die Minnesota Vikings schon einmal zu einem Kurswechsel veranlasst.

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Wirtschaft

WIFO und IHS halbieren Konjunkturprognose

Österreichs Wirtschaft wird heuer weniger als ein Prozent wachsen. Die Konjunktur hat sich so stark eingetrübt, dass Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und Institut für Höhere Studien (IHS) nur noch von 0,8 Prozent realem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausgehen.

Die internationale Nachfrage und damit der Außenhandel sind schwach, und die schlechte Stimmung drückt die Investitionen. Das schadet auch dem Arbeitsmarkt.

Für 2015 erwarten die Institute eine Beschleunigung des BIP-Wachstums auf real 1,2 (WIFO) bzw. 1,6 Prozent (IHS), wie es heute hieß. Ein Risiko für die Konjunktur liegt laut WIFO vor allem in einer möglichen Verschärfung der Ukraine-Krise.

Trübe Aussichten auf dem Arbeitsmarkt

Mit ihrer neuen Prognose haben die Wirtschaftsforscher ihre nicht einmal drei Monate alten Vorhersagen von Ende Juni stark revidiert. Damals waren sie für 2014 noch von einem Zuwachs von 1,4 bzw. 1,5 Prozent für das BIP ausgegangen, doch kippte die Stimmung seither in Einfluss der internationalen Krisen stark. Zwischenzeitlich hatte auch die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) schon Revisionen nach unten vorgenommen.

Auf den Arbeitsmarkt schlägt die stark eingetrübte Konjunktur voll durch. Trotz eines weiteren - wenn auch schwächeren - Anstiegs der Zahl der Beschäftigten dürfte in Österreich die Arbeitslosenrate heuer nach heimischer Rechnung auf über 8,0 Prozent und nach Eurostat-Kriterien auf 5,0 Prozent klettern. 2015 könnte dann, zumindest aus Sicht des WIFO, nochmals eine weitere leichte Verschlechterung drohen.

Bayer bringt Kunststoffsparte an die Börse

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will seine Kunststoffsparte abspalten und an die Börse bringen. Das deutsche Unternehmen wolle sich künftig auf das Pharmageschäft und die Agrarchemie konzentrieren, teilte Bayer heute mit. Details nannte der DAX-Konzern zunächst nicht.

Seit dem Amtsantritt von Vorstandschef Marijn Dekkers 2010 gab es entsprechende Gerüchte, zuletzt berichtete das „Wall Street Journal“ darüber. Die Kunststoffsparte soll von Analysten dem Bericht zufolge mit etwa zehn Milliarden Dollar (7,8 Mrd. Euro) bewertet werden.

Übernahmen in der Pharmasparte

Das Geschäft mit Polymerwerkstoffen gilt als konjunkturanfällig, zuletzt schwächelte es. 2013 ging der Umsatz der Bayer-Sparte im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 11,24 Mrd. Euro zurück. Zuletzt hatte sich auch Bayer selbst im Pharmabereich verstärkt.

Im Mai nahmen die Leverkusener dem US-Konzern Merck & Co. dessen Sparte für hoffnungsträchtige, rezeptfreie Medikamente ab - das Geschäft war Dekkers 10,4 Mrd. Euro wert. Für den norwegischen Krebsspezialisten Algeta gab Bayer fast zwei Mrd. Euro aus. Die Medizintechnik hingegen stieß der Konzern jüngst ab.

Langenscheidt sichert sich sein Gelb

Der Wörterbuchverlag Langenscheidt hat den Markenrechtsstreit um die Farbe Gelb gegen einen Konkurrenten gewonnen. Dieser darf die Farbe nun nicht mehr verwenden, wie der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) heute in Karlsruhe entschied. Die obersten deutschen Zivilrichter begründeten das damit, dass der Verbraucher aufgrund der Farbe die beiden Marken verwechseln könnte.

Der BGH sah eine „hochgradige“ Waren- und Zeichenähnlichkeit. Langenscheidt hatte 2010 die Farbmarke Gelb für seine zweisprachigen gedruckten Wörterbücher eintragen lassen. Weil der Sprachlern-Softwarehersteller Rosetta Stone beim Internetauftritt, in der Werbung und für Verpackungen ebenfalls einen gelben Farbton verwendet, hatte der Münchner Verlag eine Verletzung seiner Markenrechte geltend gemacht.

Langenscheidt hatte Rosetta Stone deshalb auf Unterlassung und Schadenersatz geklagt und schon vor dem Oberlandesgericht Köln 2012 recht bekommen. Dagegen hatte Rosetta Revision eingelegt. Diese wurde nun auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen.

Ukraine: Schelling sieht heimische Banken bedroht

Österreich befürchtet große wirtschaftliche Risiken für seinen Bankensektor, sollte Russland in der Ukraine-Krise mit härteren Sanktionen gegen den Westen zurückschlagen.

„Das größte Risiko für Österreich sind die Banken“, sagte Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) gegenüber dem „Standard“ (Donnerstag-Ausgabe). Österreich sehe die Situation aber als „kontrollierbar“ an.

Namen betroffener Institute nannte Schelling nicht. Institute wie die Raiffeisen Bank International und die UniCredit-Tochter Bank Austria hängen stark vom Geschäft mit Russland ab. Eine weitere Zuspitzung der Ukraine-Krise könnte schwerwiegenden Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs haben, sagte Schelling.

Russland ist nicht nur ein wichtiger Markt für die österreichischen Kreditinstitute, sondern auch für die Lebensmittelindustrie. Bisher hat Russland auf Sanktionen der EU und USA mit einem Einfuhrverbot für Gemüse, Obst, Fleisch und Milchprodukte aus den meisten westlichen Ländern reagiert und weitere Sanktionen angekündigt.

Fed lässt weiterhin auf Zinswende warten

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will ihre Anleihekäufe zur Stützung der Konjunktur im kommenden Monat beenden, hält die Zeit aber noch nicht reif für eine baldige Leitzinserhöhung.

Wie die US-Zentralbank gestern in Washington bekräftigte, wird sie den Zins wohl für „beträchtliche Zeit“ in seiner jetzigen Spanne zwischen null und 0,25 Prozent halten. Auf diesem Rekordtief liegt er seit Ende 2008. Die Anleihenkäufe sollen im Oktober noch einmal um zehn Milliarden Dollar (7,7 Mrd. Euro) pro Monat auf 15 Milliarden Dollar reduziert werden. Im November ist dann ganz Schluss.

Wachstum nur moderat

Bisher gehen die Märkte von einer Zinserhöhung im Sommer 2015 aus. Nach einer Serie ermutigender Wirtschaftsdaten meinten aber einige Fachleute, die Zinswende könnte schon früher kommen.

Der Fed-Offenmarktausschuss begründete sein unverändert behutsames Vorgehen nach einer zweitägigen Sitzung damit, dass sich die US-Konjunktur noch nicht genügend von der großen Rezession erholt habe, die vor rund fünf Jahren endete. Die Wirtschaft wachse nur mit „moderatem“ Tempo.

Keine Datum für Zinsanhebung

Für das kommende Jahr senkte die Fed sogar ihren Wachstumsausblick von 3,1 Prozent auf 2,8 Prozent. Auf dem Arbeitsmarkt herrsche noch immer eine „bedeutende Unterauslastung“. Auch die nachlassende Inflation hielt die Fed davon ab, konkrete Hinweise auf eine anstehende Zinswende zu geben.

Notenbank-Chefin Janet Yellen sagte in einer Pressekonferenz, dass sich die Inflation langsam dem Ziel nähern werde. Ihre Einschätzung der Wirtschaftslage habe sich aber kaum verändert. Es gebe noch große Unsicherheiten, darunter auch in der europäischen Wirtschaft. Sie betonte, dass abhängig von der Konjunktur eine fühere Zinsanhebung, aber auch eine spätere möglich sei.

Chronik

Waldbrand in Kalifornien bedroht mehr als 2.000 Häuser

Ein schwerer Waldbrand im Norden Kaliforniens bedroht mehr als 2.000 Häuser. Nach Angaben der Behörden kämpften gestern am späten Abend (Ortszeit) rund 3.300 Feuerwehrleute nahe der Ortschaft Pollock Pines rund 100 Kilometer östlich der kalifornischen Hauptstadt Sacramento gegen die Flammen.

Ungünstige Wetterprognose

Über Nacht breitete sich das Feuer in der Bergregion der Sierra Nevada schnell auf eine Fläche von etwa 7.500 Hektar aus. Trotz ihres Großeinsatzes konnte die Feuerwehr die Flammen im Bezirk El Dorado zunächst kaum eindämmen.

Mehr als 2.000 Menschen mussten vorsorglich ihre Häuser verlassen. Die Lage bleibe voraussichtlich angespannt, da Meteorologen in den kommenden Tagen starken Wind vorhersagen, berichtete die „Los Angeles Times“. In dem von Dürre geplagten US-Westküstenstaat ist die Feuerwehr derzeit insgesamt gegen ein Dutzend größere Brände im Einsatz.

Zweite lebenslange Haft für „Bikini-Mörder“ in Nepal

Der einst meistgesuchte Verbrecher Asiens ist in Nepal ein zweites Mal zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Charles Sobhraj wurde als „Bikini-Mörder“ bezeichnet, da er in Thailand in den 1970er Jahren Frauen in Bikinis getötet haben soll. Wie Medien heute berichteten, wurde Sobhraj nun schuldig gesprochen, im Jahr 1975 einen kanadischen Rucksackreisenden in Nepal ermordet zu haben.

Der Mann, der als psychisch krank gilt, sitzt seit 2003 wegen eines anderen Mordes in Nepal im Gefängnis. Der Serienmörder ist ein Franzose mit vietnamesischen und indischen Wurzeln. Er wurde auch „die Schlange“ genannt, da er immer wieder entkommen konnte. Einmal floh er in Indien aus einem Krankenhaus, obwohl er mit einer Kette ans Bett gefesselt war.

Verdachtsfälle in Thailand verjährt

Für die Morde in Thailand wurde Sobhraj nie vor Gericht gestellt. Durch Prozessverschleppung und Flucht verzögerte er eine drohende Auslieferung von Indien so lange, bis die 20-jährige Verjährungsfrist für die mutmaßlichen Taten abgelaufen war. Bei einer Verurteilung wegen mehrfachen Mordes hätte ihm in Thailand die Todesstrafe gedroht. Verdächtigt wurde er auch, Morde an Touristen aus Frankreich, den Niederlanden und Israel begangen zu haben.

Mit Pkw über Steilhang gestürzt - Mann tot

Gestern Abend ist bei einem schweren Verkehrsunfall im Gemeindegebiet von St. Margarethen/Raab in der Steiermark ein 47-jähriger Mann getötet worden. Er war mit seinem Auto rund 60 Meter über einen Steilhang abgestürzt.

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Fahrzeugabsturz in Kitzbühel

20 Meter über steiles Gelände stürzte eine Fahrzeuglenkerin auf dem Einsiedeleiweg in Kitzbühel in Tirol ab. Ihr Wagen überschlug sich mehrmals, ehe er auf einem Wanderweg seitlich liegend zum Stillstand kam. Die Frau wurde in das Krankenhaus St. Johann gebracht.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Doppeljackpot bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ konnte kein Spielteilnehmer die richtigen Gewinnzahlen erraten. Im Topf bleiben fast zwei Mio. Euro.

Es wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

2 7 10 17 23 41, Zusatzzahl 40

Auch beim Joker hatte kein Spieler die richtigen Zahlen auf seinem Schein, es bleiben 208.000 Euro im Topf.

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

7 2 6 4 9 9

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Science

Kultur

„Schoßgebete“ folgen im Kino „Feuchtgebieten“

Als frech-gewitzte Fernsehmoderatorin hat Charlotte Roche für hohe Einschaltziffern gesorgt, jetzt schreibt sie provokante Romane, die sich millionenfach verkaufen. Und die Produzenten stehen Schlange, um ihre Bücher zu verfilmen.

Letztes Jahr erregte und ekelte der Film „Feuchtgebiete“ - und war ein Kassenschlager. Morgen kommt die Verfilmung ihres zweiten Romans in die Kinos: „Schoßgebete“ schlägt tragische Töne an, denn in diesem Film offenbart sich auch die reale Tragödie der Privatperson Roche.

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Religion

Saudische Islam-Gelehrte erlassen Fatwa gegen IS

Hochrangige saudi-arabische Religionsgelehrte haben in einer Fatwa (Rechtsgutachten) den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gutgeheißen. Terrorismus sei ein „abscheuliches Verbrechen“ und das Gegenteil dessen, was der Islam verkörpere, begründete der Rat der Höchsten Religionsgelehrten nach Angaben der saudi-arabischen Nachrichtenagentur SPA gestern seine Entscheidung.

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Leute

Lifestyle

„Easy Rider“-Chopper von Peter Fonda wird versteigert

Das legendäre Motorrad von Peter Fonda (74) aus dem Kultfilm „Easy Rider“ (1969) kommt unter den Hammer. Das Auktionshaus Profiles in History will den Chopper mit dem langgezogenen Lenker am 18. Oktober im kalifornischen Calabasas versteigern. Die Harley-Davidson-Spezialanfertigung soll nach Schätzungen der Versteigerer mindestens eine Million Dollar (770.000 Euro) einbringen.

In Dennis Hoppers Roadmovie „Easy Rider“ spielt Fonda an der Seite von Jack Nicholson und Hopper den Motorradfreak und Aussteiger „Captain America“. Fonda hatte seinem Kollegen Dan Haggerty das bei den Dreharbeiten beschädigte Motorrad hinterlassen, wie das Branchenblatt „Hollywood Reporter“ berichtete.

Der restaurierte Chopper wurde zeitweise in einem Museum ausgestellt, dann von einem Geschäftsmann erworben. Das Motorrad wird bei der mehrtägigen Auktion „Hollywood Auction 65“ mit anderen Hollywood-Andenken versteigert.