Ausland

Atomgespräche mit dem Iran auf der Zielgeraden

Die Verhandlungen über das Ende des Atomstreits mit dem Iran sind auf der Zielgeraden. Kurz vor Ablauf der Frist für ein umfassendes Abkommen wollen die Außenminister der sieben beteiligten Länder von heute an in Wien die letzten Hürden ausräumen. Bis zum 7. Juli sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein.

Alle reisen an

US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohammad Dschavad Sarif verhandeln bereits seit dieser Woche im Wiener Palais Coburg. Heute werden im Laufe des Tages die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini ebenso wie die Außenminister Frankreichs und Deutschlands, Laurent Fabius und Frank-Walter Steinmeier, wieder anreisen, hieß es aus Diplomatenkreisen. Für morgen werden mit den Außenminister Großbritanniens (Philip Hammond), Russlands (Sergej Lawrow) und Chinas (Wang Yi) die restlichen Vertreter der 5+1-Gruppe erwartet.

In dem seit 13 Jahren andauernde Konflikt geht es darum, dass der Iran dem Westen glaubhafte und überprüfbare Garantien gibt, dass sein Atomprogramm ausschließlich friedlichen Charakter hat. Im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen gegen Teheran ausgesetzt werden. Der Iran hat jegliche Absicht zum Bau einer Nuklearwaffe stets bestritten, aber hat bisher keine lückenlose Überprüfungen zugelassen.

Wikileaks: NSA spähte Regierung Brasiliens aus

Der US-Geheimdienst NSA hat nach Informationen der Enthüllungsplattform Wikileaks in Brasilien neben Staatschefin Dilma Rousseff auch hohe Regierungsmitglieder systematisch ausspioniert. Das geht aus Dokumenten hervor, die gestern vom Portal „The Intercept“ und dem brasilianischen Fernsehsender GloboNews veröffentlicht wurden.

Insgesamt seien 29 Telefonnummern abgehört worden, die von der Präsidentin, Ministern und Botschaftern Brasiliens benutzt worden seien. Die Abhöraktion gegen Rousseff hatte Wikileaks bereits 2013 bekanntgemacht, ohne jedoch das präzise Ausmaß der Spionage anzugeben.

Versöhnungstreffen erst am Dienstag

Die Präsidentin sagte damals einen Staatsbesuch in Washington ab. Erst am vergangenen Dienstag kamen Rousseff und Obama zu einem Versöhnungstreffen in Washington zusammen. Die neuen Enthüllungen beträfen überwundene Ereignisse, erklärte der brasilianische Regierungssprecher Edinho Silva am Samstag dem Nachrichtenportal G1.

Wikileaks hatte in den vergangenen zwei Wochen mit mehreren Enthüllungen für Aufsehen gesorgt. Nach Informationen der Plattform soll die NSA nicht nur die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU), sondern jahrelang weite Teile der deutschen Regierung ausgespäht haben. Zuvor veröffentlichte Wikileaks Unterlagen über NSA-Lauschangriffe auf drei französische Staatspräsidenten.

Bosnischer Serbenführer: Srebrenica war kein Völkermord

Wenige Tage vor dem 20. Jahrestag des Massakers von Srebrenica hat der bosnische Serbenführer Milorad Dodik einen Völkermord geleugnet. Bei einer Gedenkfeier in Bratunac für die serbischen Opfer des Konflikts von 1992 bis 1995 kritisierte der Präsident des bosnischen Teilstaats Republika Srpska gestern eine britische UNO-Initiative, die eine Anerkennung des Massakers von Srebrenica als Völkermord fordert. Der Genozid von Srebrenica sei eine „Lüge“, sagte Dodik.

8.000 Männer und Burschen ermordet

Bosnische Serben hatten während des Bürgerkriegs in der früheren jugoslawischen Teilrepublik nach der Eroberung der Kleinstadt im Juli 1995 fast 8.000 muslimische Männer und Burschen ermordet. Es war das schlimmste Massaker in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg und wurde von zwei internationalen Gerichten als Völkermord eingestuft.

Karte zeigt das Massaker von Srebrenica

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA

Noch im April anderer Meinung

Im April hatte Dodik noch der Opfer des Massakers von Srebrenica gedacht. „Es ist wahr, dass hier ein Verbrechen begangen wurde und ich bedauere alle Opfer“, sagte Dodik damals laut örtlichen Medien an der Gedenkstätte für die Opfer. In Begleitung des muslimischen Bürgermeister von Srebrenica, Camil Durakovic, hatte er einen Kranz auf dem Friedhof niedergelegt, auf dem tausende der Opfer begraben sind. Allerdings kritisierte Dodik, die damaligen Ereignisse seien „zu sehr politisiert“ worden.

Neue Vorsitzende der eurokritischen AfD gewählt

Frauke Petry ist die neue erste Vorsitzende der eurokritischen Partei „Alternative für Deutschland“. Die bisherige Co-Vorsitzende setzte sich gestern in Essen gegen AfD-Mitbegründer Bernd Lucke mit 60 Prozent der Stimmen durch. Damit wird die sächsische Landesvorsitzende am Jahresende laut Satzung automatisch alleinige AfD-Vorsitzende.

Vor der Wahl hatte Lucke erklärt, sich nicht auf den Posten des zweiten Parteivorsitzenden bewerben zu wollen. Der zweite Parteichef soll am Jahresende automatisch auf den Stellvertreter-Posten wechseln.

Tumulte bei Luckes Rede

Während der Bewerbungsrede Luckes kam es zu Tumulten unter den rund 3.500 Mitgliedern des Parteitags. Insbesondere als sich Lucke gegen eine pauschale Verurteilung des Islams wandte, wurde er ausgebuht und niedergeschrien. Er hatte vor dem Parteitag erklärt, im Falle einer Niederlage müsse der vom ihm initiierte Verein „Weckruf 2015“ über das weitere Vorgehen beraten. Luckes Gegner hatten das als Drohung einer Abspaltung verstanden.

Petry steht für den nationalkonservativen Flügel der Partei. Sie hält Lucke und dessen wirtschaftsliberalen Flügel im Kern eine thematische Verengung auf die Ablehnung der Euro-Rettungspolitik vor. Lucke wirft seinen Gegnern wiederum vor, die AfD nicht gegen das rechte Spektrum abzugrenzen.

Ägypten tötet 25 Islamisten auf Sinai

Ägyptische Kampfflieger haben Sicherheitskreisen zufolge gestern 25 Islamisten im Norden der Sinai-Halbinsel getötet. Es seien militärische Ziele angegriffen und Waffen sowie explosives Material zerstört worden, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen zu Reuters.

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sissi besuchte unterdessen Polizei- und Militärkräfte in der Region. Zum ersten Mal seit seiner Machtübernahme vor über einem Jahr zeigte er sich dabei wieder in Militäruniform.

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte Ägypten am Mittwoch mit einer Anschlagsserie überzogen. Mehr als 100 Menschen wurden bei Angriffen auf Militär-Kontrollstellen getötet. Unter den Opfern waren viele Soldaten, aber auch Zivilisten.

Neue Luftangriffe gegen IS in Syrien

Die US-geführte Koalition gegen die IS-Miliz hat gestern 16 Luftangriffe gegen IS-Ziele in deren nordsyrischen Hochburg Rakka geflogen. Bei den bisher umfangreichsten Angriffen in Syrien seien mehrere Gebäude des IS sowie strategisch wichtige Straßen zerstört worden, erklärte ein Sprecher des Bündnisses. Die Möglichkeiten der radikalislamischen Miliz, Militärmaterial von Syrien in den Irak zu bringen, sei deutlich eingeschränkt worden.

IS-Video zeigt Massaker im antiken Palmyra

Die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat Videoaufnahmen veröffentlicht, die die Tötung dutzender syrischer Regierungssoldaten in der Oasenstadt Palmyra zeigen. In dem gestern bekannt gewordenen rund zehnminütigen Video sind mehrere Teenager und offenbar auch Kinder zu sehen, die das Massaker an 25 Soldaten im Amphitheater der Stadt vollziehen.

Dazu weht eine übergroße schwarz-weiße Jihadistenflagge. Auf den Sitzen des antiken Amphitheaters sind mehrere Menschen zu sehen, die die Hinrichtung verfolgen, darunter auch Kinder.

Massentötung kurz nach Eroberung

Die Massentötung fand offenbar kurz nach der Eroberung der Stadt durch den IS Ende Mai statt. Damals hatte bereits die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte über das Massaker berichtet. Die in Großbritannien ansässige Organisation bezieht ihre schwer überprüfbaren Informationen aus einem Netzwerk an Ort und STelle.

Seit die Dschiihadisten in die Stadt eingefallen sind, zerstörten sie bereits mehrere Mausoleen und Skulpturen. Die antiken Stätten von Palmyra im Zentralsyrien gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Inland

Sport

Tour de France: Debütant Brändle startet mit Topplatz

Matthias Brändle hat gestern einen hervorragenden Einstand bei seiner ersten Tour de France gefeiert. Der 25-jährige Vorarlberger bewies zum Auftakt seine Klasse im Einzelzeitfahren und landete mit dem siebenten Platz mitten in der Weltspitze.

Damit sorgte der Ex- Stundenweltrekordler auch für die erste Top-Ten-Platzierung eines Österreichers bei der Tour seit 2010. Den Tagessieg und das Gelbe Trikot sicherte sich bei großer Hitze der Australier Rohan Dennis.

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Formel 1: Heim-Pole für Hamilton in Silverstone

Lewis Hamilton hat sich gestern die Poleposition für seinen Heim-Grand-Prix in Silverstone gesichert. Der WM-Führende verwies im Qualifying seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg auf Rang zwei und geht damit morgen (14.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) bereits zum achten Mal im neunten Saisonrennen sowie zum 46. Mal insgesamt vom besten Startplatz aus ins Rennen. Kein aktiver Fahrer hat mehr Polepositions. Die Mercedes-Konkurrenz wies schon beträchtlichen Rückstand auf.

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Wimbledon: Drittrunden-Debakel für deutsche Spieler

Die deutschen Tennisspieler haben in Wimbledon ein unerwartetes Drittrunden-Debakel erlebt. Innerhalb von weniger als zwei Stunden schieden gestern Sabine Lisicki, Angelique Kerber, Tatjana Maria und Nadal-Bezwinger Dustin Brown aus.

Erstmals seit 2006 geht das Achtelfinale beim bedeutendsten Turnier der Welt somit ohne deutsche Beteiligung über die Bühne. Einen schwarzen Tag erlebte auch Titelverteidigerin Petra Kvitova, die an der ehemaligen Weltranglisten-Ersten Jelena Jankovic scheiterte.

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Ö-Rundfahrt: Katjuscha-Auftaktsieg auf Ringstraße

Bei brütender Hitze ist das russische Team Katjuscha gestern auf der Wiener Ringstraße zum Auftaktsieg bei der Österreich-Rundfahrt gerast. Die Equipe um den Spanier Daniel Moreno gewann das Mannschaftszeitfahren - hauchdünn vor den Teams MTN und BMC. Zum ersten Träger des Gelben Trikots avancierte dabei der Deutsche Rüdiger Selig. Bester Österreicher ist vor der ersten Etappe am Sonntag Matthias Krizek, der mit seinem Team Felbermayr Wels im Prolog als Siebenter zehn Sekunden auf Katjuscha verlor.

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Wirtschaft

Chinesische Fonds stemmen sich gegen Kursrutsch

Chinas führende Broker und Fondsanbieter wollen die heimischen Aktienmärkte nach dem Kurseinbruch der vergangenen Wochen nun selbst stabilisieren. Die 21 größten Börsenmakler des Landes kündigten gestern an, zur Stützung des Handels gemeinsam umgerechnet mindestens 17,3 Milliarden Euro in Wertpapiere zu investieren.

Wollen eigene Aktien zurückkaufen

Die Firmen versprachen, keine Dividendenpapiere mehr zu verkaufen, bis sich der Shanghaier Leitindex auf über 4.500 Punkte erholt habe. Am Freitag war er um 5,8 Prozent auf 3.684 Zähler eingebrochen. Auf Wochensicht stürzte er um mehr als zwölf Prozent ab. Die Broker erklärten zudem, eigene Aktien zurückzukaufen, sofern sie börsennotiert sind. Diese Maßnahmen könnten den Maklern jedoch heftige Verluste einbrocken.

Unterstützung erhielten sie von den Chefs der 25 größten Fondsgesellschaften Chinas. Sie sicherten zu, die Aktienfonds auch selbst zu zeichnen. Darüber hinaus wollen sie sich dafür einsetzten, dass die Fonds schneller auf den Markt kommen, wie der Verband der chinesischen Vermögensverwalter mitteilte.

Einschränkungen für spekulativen Handel

Niedrigere Zinsen und geringere Handelsgebühren hatten den Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt bislang nicht stoppen können - seit Mitte Juni ging es rund 30 Prozent abwärts. Im Ringen um Stabilität wollen die Finanzmarktaufseher nun verstärkt nach Hinweisen auf Marktmanipulationen suchen.

Viele chinesische Anleger glauben, dass ausländische Investoren Schuld sind, die massiv auf fallende Kurse gewettet haben sollen. Die Regierung in Peking versucht mittlerweile, den hoch spekulativen Handel mit Hebelprodukten einzudämmen, bei dem schon mit geringen Beträgen große Summen bewegt werden können. So wurden die Bedingungen für das mit geliehenem Geld betriebene Geschäft („Margin Lending“) verschärft und höhere Sicherheiten von den Investoren gefordert.

Zuvor rasanter Kursanstieg

Zuvor waren die Kurse in China - befeuert von diesen riskanten Wetten - monatelang gestiegen. Experten hatte wegen des Kurspluses von rund 150 Prozent von November bis Mitte Juni von einer Spekulationsblase gesprochen.

Religion

Papst beginnt große Südamerika-Reise

Papst Franziskus beginnt heute seine große Südamerika-Reise. Auf der ersten Station seines achttägigen Besuchs reist der Argentinier nach Ecuador. Danach geht es nach Bolivien und Paraguay. Es ist nach dem Besuch des Weltjugendtages in Rio de Janeiro die zweite Reise des Oberhauptes der katholischen Kirche in diese Region, aber die erste in spanischsprachige Länder seit seinem Amtsantritt.

Der Papst will mit seiner Südamerika-Reise nach Aussage von Vatikansprecher Federico Lombardi auch die Aufarbeitung der Militärdiktaturen und autoritären Regime in Ecuador, Bolivien und Paraguay fördern - mehr dazu in religion.ORF.at.

Wichtige Bastion für Rom

Südamerika ist eine der wichtigsten Bastionen der katholischen Kirche, viele Länder leiden jedoch unter sozialer Ungleichheit und steigendem Einfluss von Sekten. In Ecuador, wo der Anteil der Katholiken bei fast 90 Prozent liegt, wird der Papst zwei Messen in der Hauptstadt Quito und in der Pazifikmetropole Guayaquil feiern. Zudem wird er Präsident Rafael Correa und Bischöfe treffen sowie ein Altenheim besuchen.

Ein Thema könnten auch die Proteste der indigenen Bevölkerung gegen die umstrittene Erdölförderung im Amazonasgebiet sein. Die weiteren Stationen sind Bolivien und Paraguay. Seine Heimat Argentinien besucht der 78-Jährige voraussichtlich erst nächstes Jahr.

Chronik

AKW Temelin: Betreiber dekontaminiert Reaktorblock

Nach der Messung geringfügig erhöhter Strahlenwerte im tschechischen Atomkraftwerk Temelin arbeiten Techniker an der Behebung des Problems. „Derzeit findet die Dekontamination dieses Bereichs statt“, sagte AKW-Sprecher Marek Svitak gestern. Unter anderem auf dem Dach des abgestellten zweiten Reaktorblocks seien Werte zwischen 0,0008 und 0,00025 Millisievert gemessen worden.

Strahlenbelastung wie bei Langstreckenflug

„Das entspricht der Strahlenbelastung, der ein Passagier bei einem Langstreckenflug ausgesetzt ist“, sagte Svitak. Ursache für den Zwischenfall war demnach eine „Undichtigkeit“ zwischen dem radioaktiven primären und dem sekundären Kühlkreislauf in Block II. Der Dampfgenerator, an dem ein rund ein Zentimeter großes Leck entdeckt worden sei, werde repariert.

„Das ist ein relativ großes Problem für den Betreiber“, sagte Pavel Vlcek von der Umweltinitiative OIZP. Er gehe davon aus, dass radioaktives Kühlwasser aus dem Primärkreislauf ausgetreten sei. Die Informationspolitik des Betreibers sei unzureichend.

NGO: „Keine Bagatelle“

Auch die heimische Umweltschutzorganisation Global 2000 übte Kritik. „Es handelt sich um keine Bagatelle, sondern um die Leckage von 2.000 Litern Kühlwasser pro Stunde“, teilte ein Sprecher mit. Jetzt sei es an der Zeit, „umfassend international aufzuklären und den offenkundig schwereren Zwischenfall beim Wiederanfahren des Reaktors II am 26. Juli endlich richtig zu untersuchen“.

„Solche Vorfälle zeigen einmal mehr, dass jedes AKW weltweit ein Sicherheitsrisiko darstellt“, betonte der oberösterreichische Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) in einer Aussendung. Er forderte die „sofortige und detaillierte Offenlegung aller Messergebnisse durch die tschechische Atomaufsichtsbehörde“ und die „lückenlose Aufklärung der Vorkommnisse“ auch durch internationale Experten.

Kultur

Lifestyle

62 Hotdogs in zehn Minuten: Kalifornier gewinnt Wettessen

Der 23-jährige Matt Stonie hat erstmals das jährliche Hotdog-Wettessen in New York gewonnen. Der schlanke Kalifornier verschlang gestern in zehn Minuten 62 Hotdogs. Er schlug damit den 31-jährigen Kalifornier Joey Chestnut, der diesmal  „nur“ 60 Hotdogs schaffte.

Acht Jahre lang hintereinander hatte Chestnut das traditionelle Wettessen am amerikanischen Unabhängigkeitstag gewonnen. Der Essprofi mit dem Spitznamen „Jaws“ (Kiefer) hält aber weiter an seinem Weltrekord fest, den er 2013 mit 69 Würstchenbroten aufstellte.

Matt Stonie während des Hotdog-Wettessens in New York

picturedesk.com/EPA/Peter Foley

29-Jährige siegt mit 38 Hotdogs

In der Frauenriege aß sich die 29-jährige Miki Sudo aus Las Vegas mit 38 Hotdogs an die Spitze. Sie schlug damit die amtierende Weltrekordhalterin Sonya Thomas (47), die es in diesem Jahr auf 31 Stück brachte. 2012 stellte die gebürtige Koreanerin mit sensationellen 45 Hotdogs den Frauen-Weltrekord auf.

Das Wettessen am US-Unabhängigkeitstag gibt es seit fast 100 Jahren. 1916 hat das Restaurant „Nathan’s“ zum ersten Mal an der New Yorker Strand- und Promeniermeile Coney Island den Wettbewerb veranstaltet. Der damalige Sieger schaffte 13 Hotdogs.

H&M-Konkurrent Uniqlo mit Kopftuch-Modelinie

Die japanische Billig-Modekette Uniqlo bringt nun eine „dezente Kleidungslinie“ mit Kopftüchern und Kebayas - eine traditionelle Bluse, die in Südostasien verbreitet ist - heraus.

Die Kollektion wurde von dem japanischen H&M-Konkurrenten gemeinsam mit der in Großbritannien bekannten Modebloggerin Hana Tajima entwickelt. Tajima konvertierte mit 17 Jahren zum Islam. Die Linie beinhaltet auch Röcke, Hosen, Tunikas und lange Kleider.

In die Geschäfte kommt die Linie nun mitten während des islamischen Fastenmonats Ramadan - eine Zeit, die laut dem Webmagazin „Quartz“ auch andere Modeketten wie Net-a-Porter oder Tommy Hilfiger nutzen, um Modelinien extra für muslimische Kundinnen herauszubringen. Die Modeartikel sind allerdings nur in einem Geschäft in Singapur und im Online-Shop erhältlich. Die Modekette selbst gibt sich überzeugt, dass „unsere konservativen Kunden sicherlich erfreut sein werden über die Auswahl an modischen Kopftüchern“.

Die japanische Kette Uniqlo ist in Europa vor allem in Großbritannien präsent, aber auch auf dem Festland. In Österreich gibt es keinen Shop.

Leute

US-Schauspielerin Diana Douglas tot

Die amerikanische Schauspielerin Diana Douglas, Ex-Frau von Kirk Douglas (98) und Mutter von Michael Douglas (70), ist tot. Wie das Branchenblatt „Hollywood Reporter“ unter Berufung auf ihren Ehemann Donald Webster berichtete, starb die Schauspielerin gestern in einem kalifornischen Altersheim.

Sie wurde 92 Jahre alt. Sie war von 1943 bis 1951 mit Kirk Douglas verheiratet. Das Paar trennte sich, als die Söhne Michael und Joel noch klein waren.

Zuletzt 2003 vor der Kamera

Diana Douglas spielte zuletzt 2003 in der schwarzen Komödie „Es bleibt in der Familie“ mit, in der drei Generationen des Douglas-Clans auftraten. Sie und ihr Ex-Mann mimten ein Ehepaar. Diana und Kirk hatten sich beim Schauspielstudium in New York kennengelernt. Sie spielte in über 20 Filmen mit, darunter „Hüter der Flamme“ (1942), „Blutsfeindschaft“ (1949), „Ein anderer Mann, eine andere Frau“ (1977) und „Ein Ticket für Zwei“ (1987). 

Josh Hartnett und Tamsin Egerton werden Eltern

US-Schauspieler Josh Hartnett (36, „Pearl Harbor“) und seine britische Freundin, Model und Schauspielerin Tamsin Egerton (26, „Love, Rosie“), werden Eltern. Hartnetts Sprecher bestätigte den ersten Nachwuchs für das Paar der „Los Angeles Times“.

Hartnett, der früher mit Kolleginnen wie Scarlett Johansson und Kirsten Dunst befreundet war, soll Egerton 2011 bei den Dreharbeiten zu dem Film „The Lovers“ kennengelernt haben.

Hartnett war durch Filme wie „Pearl Harbor“, „Black Hawk Down“, „40 Tage und 40 Nächte“ und „The Black Dahlia“ bekannt geworden. Als nächstes spielt er unter der Regie von James Franco in der Romanverfilmung „The Long Home“ mit. Egerton dreht derzeit an der Seite des britischen Komikers Sacha Baron Cohen die Spionage-Komödie „Grimsby“.