Ausland

Djindjic-Attentäter in Spanien festgenommen

Die spanische Polizei hat heute bestätigt, dass es sich bei einem festgenommenen Serben um einen der Attentäter handelt, die 2003 den serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic ermordet haben. Die Identität von Vlada Milisavljevic alias „Budala“ (Dummkopf) sei festgestellt worden, meldete die amtliche serbische Nachrichtenagentur Tanjug.

Milisavljevic, ein ehemaliger Angehöriger der Zemun-Mafia, wurde gestern Nachmittag in Spanien zusammen mit drei weiteren Serben, darunter der derzeit führende Mafia-Boss Luka Bojovic, festgenommen. Er wurde wegen Beteiligung am Mordanschlag auf Djindjic in Abwesenheit zu 35 Jahren Haft verurteilt. In einem anderem Verfahren gegen die Zemun-Mafia erhielt er eine 40-jährige Haftstrafe.

Reformpremier Djindjic wurde im März 2003 vor dem Regierungsgebäude in Belgrad erschossen. Am Anschlag waren mehrere Angehörige der Sonderpolizeieinheit „Rote Barette“ und der Zemun-Mafia beteiligt. Über die Auftraggeber ist weiterhin nichts bekannt.

Spanische Polizei bekam Tipp

Wie die Belgrader Tageszeitung „Blic“ heute berichtete, war die Polizei den vier nun festgenommenen Personen dank eines Freundes von Bojovic auf die Spur gekommen. Milos Petrovic, der sich in einem niederländischen Gefängnis befindet, soll den serbischen Ermittlern im November den Aufenthaltsort von Bojovic verraten haben. Die spanische Polizei leitete daraufhin eine Fahndung ein.

Bojovic, ein Freund des einst berüchtigten Milizenführers Zeljko Raznatovic („Arkan“), gilt seit Jahren als neuer Chef der Zemun-Mafia. Die Ex-Chefs Dusan Spasojevic und Mile Lukic waren beim Versuch, sie nach dem Attentat auf Djindjic festzunehmen, ums Leben gekommen.

Obama will Budgetdefizit kommendes Jahr deutlich senken

Die US-Regierung will das Budgetdefizit im kommenden Jahr deutlich senken. Für das Haushaltsjahr 2013 sei ein Minus von 901 Milliarden Dollar geplant, sagte ein Regierungsvertreter heute in Washington. Das sei ein erheblichen Rückgang gegenüber 2012.

Die Neuverschuldung werde sich auf 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen. Für das laufende Jahr rechnet die Regierung mit einer Quote von 8,5 Prozent.

Obama, der sich im November für eine weitere Amtszeit bewirbt, soll den Haushaltsvorschlag am Montag dem Kongress vorstellen. Es wird erwartet, dass er erneut eine hauptsächlich auf Besserverdienende abzielende Steuererhöhung vorschlagen wird, die im kommenden Jahrzehnt 1,6 Billionen Dollar in die Kassen spülen soll. Die Republikanern lehnen höhere Belastungen für Reiche strikt ab und wollen vor allem über eine Verschlankung des Staates den Haushalt ausgleichen.

Türkei: Festnahme von Geheimdienstlern angeordnet

Im Streit über die Rolle des türkischen Geheimdienstes MIT bei Verhandlungen mit der kurdischen Rebellengruppe PKK hat ein Staatsanwalt die Festnahme von vier Geheimdienstlern angeordnet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu von heute soll unter anderen der frühere MIT-Chef Emre Taner festgenommen werden. Die türkische Regierung lehnt eine Vernehmung der Geheimdienstvertreter ab.

Neben Taner sollen der frühere ranghohe Geheimdienstmitarbeiter Afet Günes und zwei Agenten festgenommen werden, die noch im Dienst sind.

Sonderstaatsanwälte in Istanbul hatten Taner, Günes, und den derzeitigen Geheimdienstchef Hakan Fidan tags davor zu vertraulichen Gesprächen mit der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) befragen wollen. Nach Angaben des Fernsehsenders NTV lehnte der Geheimdienst dies aber ab und begründet dies damit, dass Regierungschef Recep Tayyip Erdogan eine Zusammenarbeit mit den Ermittlern erst genehmigen müsse.

Fidan, ein enger Berater Erdogans, gehörte zu Abgesandten des Geheimdienstes MIT, die sich in den vergangenen Jahren auf Weisung der Regierung mit Repräsentanten der PKK getroffen hatten. Erdogan selbst hatte die in Oslo geführten Geheimgespräche, bei denen Wege zu einer friedlichen Lösung des Kurdenkonflikts ausgelotet werden sollten, im Jahr 2010 publik gemacht.

Bomben erschüttern syrisches Aleppo

Mehrere Explosionen haben heute die zweitgrößte syrische Stadt Aleppo erschüttert. Die Anschläge hätten einem Gebäude des Militärgeheimdienstes und dem Sitz der Ordnungspolizei gegolten, berichtete das staatliche Fernsehen. Die Gebäude sind teilweise eingestürzt, in den Trümmern werden Dutzende Tote vermutet. Das Staatsfernsehen spricht von „Terroranschlägen“, die Opposition vermutet das Assad-Regime selbst hinter den Bomben.

Mehr dazu in Regime spricht von „Märtyrern“

Slowenien bekam neue Mitte-rechts-Regierung

Zehn Wochen nach der vorgezogenen Parlamentswahl hat Slowenien eine neue Regierung. Das Parlament in Ljubljana wählte heute Nachmittag die neue Mitte-rechts-Regierung unter dem konservativen Premier Janez Jansa. Für das zwölf Minister umfassende Kabinett stimmten 50 der 90 Abgeordneten, dagegen waren zehn Mandatare. Die Minister wurden unmittelbar nach der Wahl angelobt. Die neue Regierung soll noch heute zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommen.

Jansa will Land aus der Krise führen

„Vor uns steht ein schwieriges Mandat. Slowenien ist in einer Wirtschaftskrise und teilweise auch in einer sozialen Krise. Die politische Krise wurde heute gelöst“, sagte Premier Jansa nach der Bestätigung seiner Regierung im Parlament. „Unser Hauptziel ist es, Slowenien aus der Krise zu führen. Das ist eine Anti-Krisen-Regierung“, fügte er hinzu.

Bereits in der vorhergehenden Parlamentsdebatte kündigte Jansa an, dass seine Regierung keine spektakulären Ankündigungen machen kann außer harter Arbeit. Die Regierung hat sich die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen, eine Konjunkturbelebung und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu ihren wichtigsten Zielen gesetzt.

Sparpaket soll kommen

Ganz oben auf der Prioritätenliste der neuen Regierung steht die Senkung der Staatsausgaben um zehn Prozent. Dies sei „keine drastische Kürzung“, sagte Jansa. Zum Vergleich nannte er baltische Staaten, die 2009 ihre öffentlichen Ausgaben um 30 Prozent gesenkt haben, weshalb sie jetzt Wirtschaftswachstum verzeichneten. Laut Jansa wird aber Slowenien nur mit Rationalisierung und Sparen nicht aus der Krise kommen können; es müssten auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Bei der Krisenbekämpfung setzt Jansa auch auf die Zusammenarbeit mit der linksgerichteten Opposition und den Sozialpartnern. Die oppositionellen Parteien, Positives Slowenien (PS) von Wahlsieger Zoran Jankovic und die bisher regierenden Sozialdemokraten (SD) haben der neuen Regierung zugesichert, eine konstruktive Opposition sein zu wollen.

Zweites Psychiatergutachten Breiviks angeordnet

Der als nicht straffähig eingestufte norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik muss vor Prozessbeginn erneut auf seinen Geisteszustand geprüft werden. Eine entsprechendes Gutachten ordnete das Gericht in Oslo heute gegen den Widerstand des rechtsradikalen Islamhassers an. Breivik soll ab 16. April vor Gericht stehen.

Breivik hatte am 22. Juli vergangenen Jahres bei zwei Anschlägen 77 Menschen getötet. Seine Einstufung durch zwei Rechtspsychiater als psychotisch und paranoid-schizophren - und damit als nicht straffähig - hatte in Norwegen eine heftige Debatte ausgelöst. Breivik begründete seine Tagen mit den Worten, er habe die Regierung für ihre Migranten-freundliche Politik bestrafen wollen.

Entscheidung zu Prozessbeginn

Die Richterin Wenche Elizabeth Arntzen ordnete an, dass die Untersuchung in Breiviks Haftanstalt bis Ende März durchgeführt werden soll. Zum Auftakt des Gerichtsprozesses wird endgültig über die Zurechnungsfähigkeit des geständigen Täters entschieden. Die Richterin hatte bereits Mitte Jänner von der Notwendigkeit einer Zweitmeinung zum Gesundheitszustand Breiviks gesprochen.

Das Gericht teilte zudem mit, mit der Auswahl von drei Schöffen begonnen zu haben. Zuvor waren bereits die beiden Richter, unter ihnen Arntzen, bestimmt worden.

Inland

Länder stellen sich hinter Sparpaket

Schon zuvor hatten die Landeshauptleute ihre Zustimmung gegeben, und nun stellen sich auch nach der Präsentation der Details die Länder hinter das Sparpaket - allen voran freilich die Vertreter der Koalitionsparteien. Doch aus der SPÖ kommen auch einige kritische Stimmen.

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Prozess wegen Hetze: Ex-Soldat freigesprochen

Wegen Hetze gegen Minderheiten ist ein Ex-Soldat des Bundesheeres heute in Salzburg vor Gericht gestanden. Er soll zu Rekruten wörtlich gesagt haben, dass „der Judenverein verbrannt gehört“. Er wurde freigesprochen, weil er laut Gericht die Äußerung nicht vor einer Vielzahl von Menschen gemacht hatte.

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Medizinversuche auch auf dem Wilhelminenberg?

Auch im Kinderheim auf dem Wilhelminenberg könnte es medizinische Versuche an Heimkindern gegeben haben, berichtet Ö1. Auch eine Verbindung zum NS-Arzt Heinrich Gross sei möglich. Die eingesetzte Wilhelminenberg-Kommission prüft nun.

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Warum Missbrauchsopfer schwiegen

Egal ob im ehemaligen Kinderheim auf dem Wiener Wilhelminenberg oder in der Psychiatrie: Missbrauchsskandale sorgen seit einiger Zeit regelmäßig für Fassungslosigkeit. Viele Opfer sprechen erst jetzt, weil es langsam ein Bewusstsein für diese Thematik gebe, so Experten.

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Medikamententests heute streng geregelt

Auch heute ist es möglich, nicht zugelassene Medikamente an Patienten zu testen. Das unterliege aber sehr strengen gesetzlichen Auflagen, sagt Holger Baumgartner, Referent für klinische Prüfungen bei der Tiroler Ärztekammer.

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Sport

Fußball: Erster Härtetest für „neue“ Austria

Für Ivica Vastic beginnt morgen ein neues Kapitel in seiner Karriere. Im Heimspiel gegen Ried gibt der 42-Jährige sein Debüt als Austria-Coach. „Ich bin froh, dass die Meisterschaft nach der intensiven Vorbereitung startet“, ist Vastic heiß auf den Frühjahrsauftakt. In puncto Aufstellung ließ er sich zwar nicht in die Karten blicken, die Neuzugänge Roman Kienast, James Holland und Tomas Simkovic stehen aber wohl ebenfalls vor ihrer violetten Premiere. Ried-Coach Paul Gludovatz ist überzeugt: „Die Austria ist stärker geworden.“

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Ski alpin: ÖSV-Abfahrer bei Olympiatest Favoriten

Auf die besten Abfahrer der Welt wartet morgen (9.00 Uhr MEZ, live in ORF eins und im Livestream) ein eisiger und zäher Test für die Olympischen Winterspiele 2014. Die „Rosa Khutor“ in Krasnaja Poljana wird den Läufern alles abverlangen, schon im oberen Teil mit engen Torpassagen könnte die Entscheidung fallen. Zu den Sieganwärtern zählen natürlich die Österreicher. Vor allem Hannes Reichelt und Georg Streitberger brachten sich mit Trainingsbestzeiten in die Favoritenrolle.

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ZIB24

Sparpaket 2012: Die Analyse

Die Regierungsspitze hat heute ihr Spar- und Steuerpaket präsentiert und erklärt seitdem in Funk und Fernsehen ihre Intentionen. Aber wie gut sind die Einsparungspläne, und werden sie auch halten? Bei uns kommen alle zu Wort: die Regierung, die Opposition, die Betroffenen und die politischen Beobachter. Live im Studio diskutieren Rainer Nowak von der „Presse“ und Andreas Koller von den „Salzburger Nachrichten“.

Athen: Regierung zerbröselt

Die EU will die dringend benötigten Hilfsmilliarden für Griechenland noch nicht herausrücken, die Sparpläne sind den Partnern noch zu vage. Viele Griechen sind verzweifelt, manche lassen ihre Wut auch auf der Straße aus. Und dann zerbröselt auch noch die Regierung in Athen: Einige Minister haben die Koalition wegen des harten Sparpakets verlassen. Unser Reporter berichtet aus Athen.

Soap & Skin präsentiert neue CD

Der österreichische Indie-Superstar Soap & Skin, alias Anja Plaschg, präsentiert heute Abend ihre neue CD in der Wiener Arena. Und wie man seit ihren ersten Auftritten weiß, wird auch dieser Abend zumindest eine intensive Erfahrung. Klaus Totzler ist für die ZIB24 dabei.

Die ZIB24 mit Matthias Euba, 00.13 Uhr, ORF eins

Mail an die ZIB24

Wirtschaft

S&P stuft 34 italienische Banken ab - auch UniCredit

US-Ratingagentur S&P hat nach der Abstufung Italiens nun auch die Bewertung von 34 dort beheimateten Banken gesenkt. Unter den betroffenen Instituten ist auch die Großbank UniCredit, wie aus einer heute veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Deren Einstufung liegt nun bei „BBB+“ (Langfristrating) beziehungsweise „A-2“ (Kurzfristrating), der Ausblick ist „negativ“.

Im Jänner hatte S&P die Bewertung von Italien im Zuge eines großen Rundumschlages von „A+“ auf „BBB+“ abgestuft. Als logische Folge war die Abstufung der Banken von Marktexperten bereits erwartet worden. Deutschland hatte im Gegensatz zu acht weiteren Euroländern seine Einstufung behalten und wird weiter mit der Bestnote bewertet.

CO2-Recycling für das Prickeln im Glas

Industrie, Verkehr und Heizungen blasen jährlich Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre. Die Folgen für das Klima sind bekannt. Weniger bekannt ist die Rolle, die CO2 als Rohstoff spielt. Der Bedarf beläuft sich auf Hunderte Millionen Tonnen pro Jahr. Dafür wird das Gas größtenteils synthetisch produziert, auf dem Recyclingweg lässt es sich nur mit einigem Aufwand gewinnen. In Österreich experimentieren der Zucker- und Ethanolhersteller Agrana und der Energieversorger EVN bereits länger mit entsprechenden Verfahren. Mittlerweile ist das Recycling-CO2 reif für Kosmetika und Limonade.

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Chronik

Großbrand in Recyclingfirma in Leopoldsdorf

In Leopoldsdorf (Niederösterreich) stand ein Entsorgungsbetrieb in Flammen. Das Feuer brach in einer Lagerhalle aus und griff mittlerweile auch auf einen angrenzenden Pharmaziebetrieb über. Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle.

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Drogentoten „entsorgt“: Haftstrafe für 20-Jährige

Weil sie ihrem Freund im Dezember 2010 Drogen gegeben und so seinen Tod verursacht haben soll, ist heute im Landesgericht Ried im Innkreis (Oberösterreich) eine 20-Jährige wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen zu sieben Monaten Haft, zwei davon unbedingt, verurteilt worden. Ihre Mutter und ein weiterer Freund, die die Leiche des Mannes entsorgt haben sollen, fassten teilbedingte Geldstrafen aus.

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Pensionistin nach Sturz beinahe erfroren

In Oberlungitz (Steiermark) ist heute eine Pensionistin beinahe erfroren. Die 62-Jährige wollte in der Früh vor ihrem Wohnhaus die Zeitung holen und stürzte dabei. Ihr Zustand ist kritisch.

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Tauernautobahn: Massenkarambolage in Tunnel

Auf der Tauernautobahn (A10) hat sich heute beim Hieflertunnel in Salzburg ein Verkehrsunfall ereignet, in den sechs Autos verwickelt waren. Eine Person wurde leicht verletzt.

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Zahlreiche Unfälle auf glatten Straßen

Straßenglätte führte im Frühverkehr zu einer Serie schwerer Unfälle in Oberösterreich. Autofahrer schlitterten gegen Strommasten, Leitschienen, andere Pkws und sogar gegen Streufahrzeuge.

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Tödlicher Verkehrsunfall in Tirol

Auf der Tiroler Straße in Schwoich hat sich ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet. Bei einem Frontalzusammenstoß kam eine 57-jährige Frau aus Kirchbichl ums Leben. Eine weitere Person wurde schwer verletzt.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Pkw prallte gegen Räumfahrzeug

Auf der Südautobahn (A2) kam es heute Früh bei Schwarzau am Steinfeld (Niederösterreich) zu einem schweren Verkehrsunfall. Der Lenker eines Pkw krachte dabei gegen ein Räumfahrzeug der Straßenmeisterei, er blieb unverletzt.

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Kälte: Behinderungen im Flug- und Bahnverkehr in Italien

Wegen des extremen Winterwetters ist es heute in Italien zu erheblichen Schwierigkeiten im Flug- und Bahnverkehr gekommen. Die italienische Fluggesellschaft Alitalia musste zwölf Flüge zwischen Rom und Mailand streichen.

Verzögerungen gab es auch auf den Flughäfen der Adria-Städte Rimini und Perugia. Der Flughafen von Pescara wurde wegen der verschneiten Landebahnen bis morgen geschlossen.

Heftig schneite es in der Lombardei, in Umbrien und in der Toskana. Im Mailänder Raum wurde die Autobahn A1 für den Lkw-Verkehr gesperrt. In Ligurien tobten heftige Winde. In Triest erreichte der Sturm eine Geschwindigkeit von bis zu 117 km/h. Schneefälle wurden auch in Süditalien, darunter in Kalabrien, gemeldet. Auch im Bahnverkehr kam es zu Problemen. Gefahren wurde nach einem „Schneeplan“ mit weniger Zügen.

Obdachlose in Rom tot aufgefunden

In Venedig klagten Hoteliers, dass viele Touristen wegen der Kälte ihren Aufenthalt in der Lagunenstadt an diesen Faschingstagen abgesagt haben. Über zehn Prozent der Reservierungen für das bevorstehende Wochenende seien abgesagt worden, klagte Vittorio Bonacini, Präsident des venezianischen Hotelierverbands.

Auch in Rom schneite es heftig. Die Stadt befürchtet wegen der bis morgen zu erwartenden Schneefälle chaotische Zustände wie jene, die vergangene Woche den Verkehr in der Hauptstadt zum Erliegen gebracht hatten. Ämter und Schulen blieben geschlossen. In Rom wurde eine 42-jährige Obdachlose tot aufgefunden. Die Frau soll erfroren sein, teilten die Behörden mit. Seit Anfang Februar wurden mehr als 40 Todesopfer wegen der Kältewelle in Italien gemeldet.

Polizei in Rio streikt kurz vor Karneval

Polizisten im brasilianischen Staat Rio haben gestern Abend eine Woche vor Beginn des weltberühmten Karnevals in Rio de Janeiro einen Streik beschlossen.

Damit wollen sie trotz der bereits versprochenen Lohnerhöhung für mehr Geld kämpfen. Die gestern vom Parlament genehmigte Lohnerhöhung beträgt nämlich nur die Hälfte der von den Polizisten geforderten Steigerung. In kaum einem brasilianischen Bundesstaat werden Polizisten schlechter bezahlt.

Mit dem Arbeitsboykott der Gesetzeshüter steht auch der geregelte Ablauf des am 17. Februar beginnenden Karnevals auf der Kippe. Jedes Jahr kommen rund 800.000 Touristen in die Metropole, die allein schon sechs Millionen Einwohner zählt. Soldaten sollen nun während des Streiks an der Copacabana für Ordnung sorgen.

IT

Anonymous-Hacker legen offenbar CIA-Website lahm

Die Hackergruppe Anonymous hat nach eigenen Angaben die Website des US-Geheimdienstes CIA lahmgelegt. „CIA Tango down“, hieß es heute in einer über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteten Botschaft eines Mitglieds der Gruppe.

„Tango down“ ist ein von US-Spezialkräften genutzter Ausdruck, wenn ein Feind ausgeschaltet wurde. Versuche, die Internetseite www.cia.gov aufzurufen, schlugen am Nachmittag (Ortszeit) fehl. Ein CIA-Sprecher konnte zunächst keine Angaben zu dem Vorfall machen.

Im Jänner hatten Hacker von Anonymous kurzzeitig die Internetseiten des US-Justizministeriums und der Bundespolizei FBI lahmgelegt. Sie protestierten damit gegen die Schließung des Online-Speicherdiensts Megaupload durch die US-Behörden.

Kostenbegrenzung bei mobilen Datendiensten fix

Ab 1. Mai brauchen sich Nutzer des mobilen Internets nicht mehr vor extrem hohen Telefonrechnungen wegen Downloads zu fürchten. Der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) zufolge wird ab 1. Mai 2012 bei mobilen Datendiensten eine Kostenbegrenzung von 60 Euro gelten.

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Medien

Wirbel im Web: Gerüchte über Ermordung Kim Jong Uns

Im Kurznachrichtendienst Weibo, dem chinesischen Pendant zu Twitter, haben Meldungen von einer angeblichen Ermordung des neuen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un für jede Menge Wirbel gesorgt. Er sei in der nordkoreanischen Botschaft in Peking erschossen worden, hieß es in den sich schnell verbreitenden Gerüchten, die bald auch ihren Weg auf Twitter fanden.

Belege dafür gibt es kaum: In den Meldungen war nur von „zuverlässigen Quellen“ die Rede. Offenbar sorgten vor allem ungewöhnlich viele Autos rund um die Botschaft für die Spekulationen, davon wurde auch ein Bild auf Weibo gepostet, auf dem aber kaum etwas zu erkennen ist. Experten halten die Meldungen für substanzlos, falsche Todesmeldungen würden auf Weibo und Twitter auf der Tagesordnung stehen. Von einem angeblichen Besuch Kim Jong Uns in China war zuvor nichts bekannt gewesen.

Science

Germanistin: „Regiolekte verdrängen Dialekte“

Dialekte sterben nicht aus, aber sie verlieren ihre lokalen Besonderheiten. Denn der Einfluss der Globalisierung macht auch vor der Sprache nicht halt. Auch die Medien, allen voran das Fernsehen, verändern die deutsche Sprache nachhaltig. Im Interview spricht die Germanistin Alexandra Lenz über Dialekte und welche sprachlichen Besonderheiten ihr in Ostösterreich begegnet sind.

Mehr dazu in science.ORF.at

EU-Bildungsbericht warnt vor Lehrermangel

Nicht nur in Österreich ist in Zukunft mit einem Engpass bei Lehrern zu rechnen. Ein Bildungsbericht der EU-Kommission warnt nun vor einem Lehrermangel in mehreren europäischen Staaten, darunter Deutschland, Belgien, Luxemburg, Türkei, Großbritannien und Niederlande. Der Bericht wurde heute den EU-Bildungsministern in Brüssel vorgelegt.

Dem EU-Bericht zufolge droht Österreich neben Deutschland und Italien in den kommenden Jahren aufgrund einer Pensionierungswelle ein Lehrerengpass. So sind in der Sekundarstufe II (berufsbildende mittlere Schule, Lehre, Matura) 23 Prozent der Lehrer in Österreich in der Altersgruppe von 50 bis 55 sowie 16 Prozent von 55 bis 59 Jahren.

In der Mehrzahl der EU-Staaten seien Investitionen im Bildungsbereich auch bis zum Krisenjahr 2008 stabil geblieben, heißt es in dem Bericht. In der Antwort auf die Krise hätten mehrere Regierungen spezielle Maßnahmen erwogen, um die bestehende Mittelausstattung weiter abzusichern.

Im Durchschnitt geben die 27 EU-Staaten demnach weiter rund 5,1 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Bildung aus. Österreich wendete laut dem EU-Bericht im Jahr 2008 5,5 Prozent seines BIP für die Bildung auf. Spitzenreiter ist Dänemark mit 7,8 Prozent des BIP, Schlusslicht die Slowakei mit 3,6 Prozent.

Schmied sieht sich bestätigt

Das Unterrichtsministerium sieht sich durch den EU-Bericht bestätigt. Dieser würde anerkennen, dass in Österreich trotz der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise im Bildungsbereich nicht gekürzt werde „und der Reformpfad in die richtige Richtung“ weise, betonte das Ministerium heute in einer Aussendung.

Die öffentlichen Investitionen Österreichs in den Bildungsbereich würden weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt liegen. Gemeinsam mit dem gestern veröffentlichten OECD-Bericht, „in dem unter anderem die Einführung der Neuen Mittelschule als ein erster Schritt zu einem längeren gemeinsamen Lernen und einer späteren Selektion hervorgehoben wird“, würden die heimischen Reformen international „starken Rückenwind“ bekommen, so Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ).

Kultur

Berlinale mit Angelina-Jolie-Regiedebüt

Hollywood-Star Angelina Jolie stellt morgen auf der 62. Berlinale ihr Regiedebüt vor. Im Film „In the Land of Blood and Honey“ geht es um eine Liebesgeschichte während des Bürgerkriegs in Bosnien-Herzegowina.

Viel Rummel dürfte es auch bei der Premiere von „Don - The King Is Back“ mit Bollywood-Star Shah Rukh Khan geben. Beide Filme laufen bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin als Special. Sie sind also nicht im Wettbewerb um die Trophäen dabei.

Gericht: „Tim und Struppi im Kongo“ nicht rassistisch

Der 1931 entstandene Comic „Tim und Struppi im Kongo“ wird in Belgien nicht wegen Rassismus verboten. Ein Gericht in Brüssel wies heute eine entsprechende Klage des kongolesischen Studenten Bienvenu Mbutu Mondondo ab. Das Buch des Belgiers Herge (Georges Remi) über die Abenteuer des jugendlichen Reporters Tim in der damaligen belgischen Kolonie seien nicht als Verstoß gegen heutige Gesetze zu werten.

Das Gericht wies ebenfalls einen Antrag der Verlage Casterman und Moulinsart zurück, die wegen unbegründeter Strafverfolgung 15.000 Euro Geldstrafe für den Kläger gefordert hatten. Die Klage sei durchaus zulässig, aber unbegründet gewesen.

Verbot gefordert

Mondondo hatte argumentiert, in dem Comic würden Afrikaner als dumm, arbeitsscheu und unfähig dargestellt. Dagegen werde der Weiße Tim als überlegener Kolonialherr gezeigt. Das sei „eine Beleidigung für jeden Menschen schwarzer Hautfarbe“ und ein Verstoß gegen ein Gesetz gegen den Rassismus von 1981. „Tim und Struppi im Kongo“, der 1946 von Herge noch einmal überarbeitet und „entschärft“ wurde, müsse deswegen verboten werden.

Die Richter folgten jedoch der Auffassung des Staatsanwalts. Dieser hatte argumentiert, Herge habe mit dem Comic nicht zum Rassenhass aufstacheln wollen. Vielmehr spiegele seine Darstellung der Afrikaner die damalige Zeit wider. Zudem zeige das Buch Tim niemals in einer Konfrontation mit Schwarzen - sondern mit einer Gruppe von Gangstern. Und bei diesen handle es sich um Weiße.

Die Bücher über „Tim und Struppi“ des 1983 gestorbenen Herge gehören zu den erfolgreichsten Comics der Welt und zum kulturellen Erbe Belgiens. Erst im Oktober war der Film „Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn“ von Steven Spielberg in die Kinos gekommen.

Leute

Polizei fasste flüchtigen Madonna-Stalker

Pop-Star Madonna kann wieder aufatmen: Der flüchtige Stalker, der die US-Sängerin vor Jahren verfolgt hat, ist gefasst. Nach Angaben der „Los Angeles Times“ wurde der Mann heute unweit der psychiatrischen Klinik in Los Angeles festgenommen, aus der er vor einer Woche geflüchtet war.

Er war 1996 zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil er Madonna mehrmals Gewalt angedroht hatte, wenn sie ihn nicht heirate. Zudem lauerte er der Sängerin immer wieder auf. Nach seiner Haft soll er mehrmals mit der Polizei in Konflikt geraten sein und wurde unter anderem in der Anstalt in Los Angeles behandelt.

Die Polizei hatte vor dem Mann gewarnt, der psychotisch sein soll und sehr gewalttätige Tendenzen habe, wenn er seine Medikamente nicht einnehme. Nach seiner Festnahme 1995 erklärte Madonna vor Gericht, dass sie Alpträume von dem Mann gehabt habe, der angeblich gedroht hatte, ihr den Hals aufzuschlitzen.

Kammersänger Holecek auf Straße zusammengebrochen

Kammersänger Heinz Holecek hat gestern Abend in Wien-Währing einen Kollaps erlitten. Nachdem er von der Rettung wiederbelebt worden war, wurde er in das AKH eingeliefert.

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