Obama: Afghanistan-Konferenz „großer Schritt“

US-Präsident Barack Obama hat die Ergebnisse der internationalen Afghanistan-Konferenz in Kabul begrüßt. Damit sei ein „großer Schritt voran“ gemacht worden, sagte Obama gestern bei einer Pressekonferenz mit dem britischen Premierminister David Cameron in Washington. Die US-Strategie für den Einsatz in dem zentralasiatischen Land sei die richtige, fügte er hinzu.

Auch Großbritanniens Ministerpräsident David Cameron sprach von „echtem Fortschritt“ in Afghanistan. Bei der Konferenz hatten die internationalen Teilnehmer das Ziel des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai gebilligt, die Verantwortung für die Sicherheit im Land bis 2014 an die eigenen Sicherheitskräfte zu übergeben.

Zudem sollen künftig 50 Prozent der internationalen Finanzhilfen von der Regierung in Kabul kontrolliert werden, hieß es in der Abschlusserklärung der Konferenz, an der rund 70 Staaten und Organisationen teilnahmen, darunter 40 Außenminister.

US-Abzug ab 2011

US-Außenministerin Hillary Clinton erklärte, die ersten US-Soldaten sollten Afghanistan im Juli kommenden Jahres verlassen. „Das Datum Juli 2011 macht sowohl die Dringlichkeit als auch unsere Entschlossenheit deutlich“, sagte Clinton in Kabul. Zugleich betonte die US-Außenministerin, das Engagement ihrer Regierung in Afghanistan werde im Juli 2011 nicht enden.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen warnte vor einer voreiligen Festlegung auf einen Abzugstermin. Die Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte hänge von den Bedingungen im Land ab, „nicht vom Kalender“, erklärte er.

Publiziert am 20.07.2010