Terroranschlag auf russisches Kraftwerk

Bei einem Terroranschlag auf ein Wasserkraftwerk in der russischen Konfliktregion im Nordkaukasus sind heute mindestens zwei Menschen getötet worden. Im Maschinensaal des Kraftwerks Baksansk in der russischen Teilrepublik Kabardino-Balkarien explodierten in der Früh zwei Generatoren.

Nach Behördenangaben töteten mutmaßliche islamistische Untergrundkämpfer zwei Wachmänner, um auf das Betriebsgelände zu gelangen und die Anlagen zu verminen. Das meldeten russische Agenturen. Zwei Menschen wurden verletzt.

Energieversorgung aufrecht

Über Opfer unter den Beschäftigten des vergleichsweise kleinen Stromerzeugers war zunächst nichts bekannt. Die Energieversorgung in der Region sei nicht gestört, hieß es. Mitarbeiter des Geheimdienstes FSB, der Polizei und des Zivilschutzes schlossen nicht aus, dass die Attentäter in der Anlage weitere Minen gelegt haben könnten. Zahlreiche Polizisten und Rettungskräfte seien zu dem Kraftwerk entsandt worden.

In der Konfliktregion kämpfen Islamisten um ein unabhängiges Kaukausemirat. Sie drohten immer wieder, auf zivile Objekte Anschläge zu verüben, um sich Gehör zu verschaffen. Anders als die Unruhe-Republiken Tschetschenien, Dagestan und Inguschetien gilt die Lage in Kabardino-Balkarien im Süden Russlands als vergleichsweise ruhig.

Publiziert am 21.07.2010