Bernanke: Wirtschaftlicher Ausblick „ungewöhnlich unsicher“

Der Ausblick für die US-Wirtschaft ist nach den Worten des Chefs der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, „außergewöhnlich unsicher“. Die Fed stehe daher weiterhin bereit, notfalls weitere Maßnahmen zur Stützung der konjunkturellen Erholung zu treffen, sagte Bernanke gestern bei einer Anhörung im US-Kongress. Konkrete Schritte nannte Bernanke in seinem halbjährlichen Konjunkturbericht vor dem US-Senat jedoch nicht. Die Wirtschaft erholt sich nach Einschätzung der Fed-Notenbanker aber weiterhin.

Börsen rutschen ab

Zwar werde die Fiskalpolitik und das Auffüllen von Lagerbeständen die konjunkturelle Erholung weniger befeuern als in den vergangenen Quartalen, sagte Bernanke. Doch eine steigende Nachfrage von Verbrauchern und Unternehmen dürfte der US-Wirtschaft dabei helfen, weiter zu wachsen.

Bernanke bekräftigte zudem die Niedrigzinspolitik der Fed: Die Zinsen im Dollar-Raum würden für eine „längere Zeit“ niedrig bleiben.

Der Markt reagierte dennoch negativ auf die Äußerungen: Kurz nach Veröffentlichung des Redemanuskripts von Bernanke gaben die US-Börsen deutlich nach. Auch der Euro rutschte mit dem Beginn der Rede ab. Marktteilnehmer begründeten dies mit der gestiegenen Risikoscheu angesichts unklarer Konjunkturperspektiven.

Publiziert am 21.07.2010