USA: Guantanamo-Häftling nach Lettland ausgereist

Laut dem US-Verteidigungsministerium ist ein Guantanamo-Häftling gestern nach Lettland ausgereist. Lettland hatte sich im Februar zur Aufnahme eines Guantanamo-Häftlings bereiterklärt. Der Mann stamme aus Zentralasien und werde vermutlich in den kommenden sechs Monaten eintreffen, hieß es damals aus dem Außenministerium in Riga. Damit befinden sich noch 176 Gefangene in dem umstrittenen US-Lager auf Kuba.

Fünf Ex-Häftlinge in Spanien

Zuvor hatte Spanien einen Afghanen einreisen lassen und damit den dritten Ex-Guantanamo-Hälftling aufgenommen, teilte die spanische Regierung heute in Madrid mit. Insgesamt will Spanien fünf ehemalige Gefangene aufnehmen.

Das Gefangenenlager war unter dem früheren US-Präsidenten George W. Bush Anfang 2002 als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 eingerichtet worden. Nach anhaltender Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen kündigte Bushs Nachfolger Barack Obama die schnellstmögliche Schließung an. Diese verzögert sich aber, weil es schwierig ist, Aufnahmeländer für die Gefangenen zu finden.

Publiziert am 23.07.2010