Report: Manager von Banken überbezahlt

Die US-Banken haben ihr Spitzenmanagement nach dem Urteil eines US-Regierungsbeauftragten in den Krisenjahren weit überbezahlt. In der heftigsten Krisenphase Ende 2008 und Anfang 2009 hätten 17 Wall-Street-Institute rund 1,6 Milliarden Dollar an ihre Führungskräfte überwiesen, obwohl die Steuerzahler gleichzeitig Milliarden zur Rettung der Banken ausgeben mussten.

Das stellte der zur Überprüfung der Bankenboni eingesetzte Sonderbeauftragte der US-Regierung, Kenneth Feinberg, in seinem Abschlussbericht fest. Insgesamt überprüfte Feinberg 419 Institute, die von der Regierung finanziell gestützt wurden.

Seinen Angaben zufolge wird der größte Teil der damaligen Zuwendungen heute nicht mehr in dieser Form bezahlt. Feinberg forderte die Firmen auf, sich für die Zukunft freiwillig Regeln zur Begrenzung der Managergehälter zu geben. „Wenn das Führungsgremium einer Bank festgestellt hat, dass das Unternehmen in einer Krise steckt, dann sollte das für die Bezahlung zuständige Komitee das Recht haben, Zahlungen an Manager neu festzulegen, zu reduzieren und zu stoppen.“

Publiziert am 23.07.2010