Ein Toter, 42 Verletzte bei Zugsunglück in Schweiz
Bei einem Zugsunglück in den Schweizer Alpen ist heute ein Mensch ums Leben gekommen und 42 weitere Menschen verletzt worden. Drei Waggons des Touristenzugs „Glacier Express“ entgleisten auf der Strecke zwischen den Skiorten Zermatt und St. Moritz im Kanton Wallis, wie die Polizei mitteilte. Bei den Opfern handele es sich überwiegend um japanische Touristen.
In leichter Kurve entgleist
Zehn bis zwölf der Verletzten hätten schwere Verletzungen erlitten, erklärte die Polizei. Zur Identität des Toten lagen zunächst keine Angaben vor. Der Gletscher-Express entgleiste einem Polizeisprecher zufolge gegen Mittag in einer Steigung, als er in eine leichte Kurve bog. Drei Waggons der ersten Klasse seien entgleist, zwei von ihnen umgekippt. In den bis zu 30 Passagieren fassenden Abteilen hätten sich vor allem japanische Touristen aufgehalten.
Die genaue Unglücksursache war zunächst unklar. Die Rettungskräfte waren im Großeinsatz: Unterstützt wurden die rund 70 Feuerwehrleute, 15 Ärzte und elf Krankenwagen von neun Rettungshubschraubern. Die Verletzten wurden auf Krankenhäuser im Wallis und auf Kliniken in Lausanne und Genf verteilt.
Publiziert am 23.07.2010