Al-Kaida gibt Sarkozy Schuld an Tod von Geisel

Der nordafrikanische Flügel der Extremistengruppe Al-Kaida hat nach eigenen Angaben eine französische Geisel getötet. In einer vom Fernsehsender Al-Dschasira gestern gesendeten Erklärung gab ein Anführer der Gruppe dem französischen Präsidenten, Nicolas Sarkozy, persönlich die Schuld am Tod des entführten Franzosen Michel Germaneau. Der gescheiterte Befreiungsversuch sei das Todesurteil für die Geisel gewesen.

Das französische Präsidentenamt erklärte, man prüfe den Al-Dschasira-Bericht. Bislang gebe es aber keine Beweise für den Tod des französischen Staatsbürgers. Ein französischer Regierungsmitarbeiter sagte, Sarkozy habe für heute ein Krisentreffen anberaumt, an dem neben dem Ministerpräsidenten auch die Ressortchefs für Verteidigung, Außenpolitik und Inneres teilnehmen sollten.

Publiziert am 26.07.2010