Südkorea und USA setzen Seemanöver fort

Die US-Streitkräfte haben heute ungeachtet der kriegerischen Drohgebärden Nordkoreas ihr Großmanöver auf See mit Einheiten Südkoreas fortgesetzt. Nach Militärangaben sollte das Abwehren von eingedrungenen feindlichen U-Booten geübt werden.

Die viertägigen Marine- und Luftwaffenübungen hatten am Sonntag unter Beteiligung von etwa 8.000 Soldaten beider Länder, U-Booten und 20 Kriegsschiffen, darunter der Flugzeugträger „USS George Washington“, und rund 200 Flugzeugen in internationalen Gewässern im Japanischen Meer begonnen.

Das Manöver „Unbezwingbarer Geist“ gilt als Demonstration militärischer Stärke gegenüber Pjöngjang. Das kommunistische Land hatte vor dem Beginn des Manövers mit dem Einsatz von Atomwaffen und einem „heiligen Krieg der Vergeltung“ gedroht. Bereits früher hatte Pjöngjang den Einsatz von Nuklearsprengköpfen angedroht.

Konflikt um versenktes Schiff

Die Militärübung ist Teil einer Serie zusätzlicher Manöver, die beide Länder im Konflikt um ein versenktes südkoreanisches Militärschiff in den nächsten Monaten abhalten wollen.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich seit dem Untergang der Korvette „Cheonan“ im März zugespitzt. Südkorea macht das Nachbarland für den Vorfall verantwortlich, bei dem 46 Seeleute getötet wurden. Ein nordkoreanisches U-Boot soll das Schiff mit einem Torpedo angegriffen haben. Nordkorea bestreitet eine Verwicklung.

Publiziert am 26.07.2010