Mehr als 830 Tote durch Überschwemmungen in Pakistan

Die Zahl der Toten bei den jüngsten Überschwemmungen im Norden Pakistans ist auf mehr als 830 gestiegen. Rettungstrupps und Militäreinheiten seien unterwegs in die Unglücksregion, um Zehntausenden gestrandeten Menschen zu helfen, teilten die Behörden am heute mit.

Nach heftigen Monsun-Regenfällen waren Flüsse über die Ufer getreten und hatten ganze Landstriche überflutet. Nach Angaben der Provinzregierung verloren bisher etwa 400.000 Menschen ihre Häuser. Pakistanische Medien sprachen von den schlimmsten Überschwemmungen in der Region seit mehr als 80 Jahren.

Internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten

Der Informationsminister der besonders betroffenen Nordwest-Grenzprovinz Khyber-Pakhtunkhwa, Mian Iftikhar Hussain, bat die internationale Gemeinschaft um rasche Hilfe.
Die meisten Opfer habe es in den Distrikten Shangla und Swat gegeben, wo zahlreiche Bergdörfer von der Außenwelt abgeschnitten seien, berichteten Hilfsorganisationen.

Der Monsun beginnt in Südasien in der Regel Anfang Juni und dauert bis September. In diesem Zeitraum wandert das Regengebiet vom Süden des indischen Subkontinents in Richtung Norden. Den Nordwesten Pakistans hatte der Monsun Mitte Juli erreicht. Unwetter und Fluten fordern jährlich zahlreiche Opfer und richten schwere Schäden an.

Publiziert am 31.07.2010