Zahl der im Irak getöteten Zivilisten im Juli verdoppelt
Im Juli sind im Irak nahezu doppelt so viele Zivilisten getötet worden wie im Vormonat. Nach offiziellen Angaben von gestern Abend kamen in den vergangenen vier Wochen 396 Zivilisten durch Anschläge ums Leben. Im Juni waren es 204 und im Mai 275.
Seit dem Höhepunkt der gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und Sunniten in den Jahren 2006 und 2007 wurde es in dem Golfstaat zwar ruhiger. Radikale Kräfte auf beiden Seiten versuchten zuletzt jedoch, aus den innenpolitischen Spannungen Kapital zu schlagen. Seit den Wahlen im März gelang es den Parteien nicht, eine Regierung zu bilden.
Publiziert am 01.08.2010