Obamas Topwirtschaftsberaterin tritt zurück

US-Präsident Barack Obama hat innerhalb kurzer Zeit ein zweites hochrangiges Mitglied seines Wirtschaftsteams verloren. Seine Topökonomin Christina Romer werde ihren Posten im September aufgeben, teilte das Weiße Haus gestern mit. Laut US-Medien wolle Romer als Professorin an die Universität Berkeley in Kalifornien zurückkehren. Die 51-Jährige führte bisher den Stab der Wirtschaftsberater im Weißen Haus an.

Nur wenige Wochen zuvor hatte Obamas oberste Haushaltsaufseher Peter Orszag nach eineinhalb Jahren die Segel gestrichen. Ihm war vorgeworfen worden, das hohe Staatsdefizit nicht in den Griff bekommen zu haben. Romers Rücktritt fällt zeitlich mit der Veröffentlichung enttäuschender Arbeitsmarktdaten für die USA zusammen - den zweiten Monat hintereinander ist die Zahl der Jobs zurückgegangen.

Als Obamas hochrangigste Wirtschaftsberaterin hatte sie eine wichtige Rolle in den Bemühungen des Präsidenten, nach seinem Amtsantritt die abgestürzte US-Konjunktur wieder auf Kurs zu bringen. Sie war im vergangenen Jahr entscheidend daran beteiligt, das 787 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket zur Ankurbelung der Wirtschaft zu schnüren.

Publiziert am 06.08.2010