Land unter an deutscher Grenze zu Polen

Hochwasser-Katastrophe an der deutschen Grenze zu Polen: Nach starken Regenfällen ist der Fluss Neiße in Sachsen auf ungeahnte Höhen angeschwollen. In der Nacht auf heute stieg der Strom nach einem Dammbruch in Polen rasend schnell an. Binnen drei Stunden kletterte der Pegel in Görlitz um vier Meter, die Sieben-Meter-Marke wurde knapp erreicht.

Mindestens acht Tote

Mindestens acht Menschen kamen bisher durch Hochwasser ums Leben. Im Erzgebirge in Deutschland ertranken drei Menschen im Keller ihres Hauses, in Polen wurde ein Mensch von den Fluten mitgerissen und in Tschechien ertranken vier Männer.

Trotz zwischenzeitlicher Stagnation war in Görlitz in den frühen Morgenstunden noch kein Sinken des Pegels in Sicht. Wie das Landeshochwasserzentrum in Dresden mitteilte, wurde für den Vormittag der Hochwasserscheitel vom Oberlauf der Neiße erwartet. In Teilen des Landkreises Görlitz und der Sächsischen Schweiz war bereits am Samstag Katastrophenalarm ausgerufen worden.

Katastrophenalarm auch in NÖ

Durch die starken Regenfälle verschärfte sich gestern auch die Lage im Weinviertel in Niederösterreich: Bezirkshauptmann Stefan Grusch hat nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos für den Raum Zellerndorf Katastrophenalarm gegeben.

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Publiziert am 08.08.2010