USA wollen angeblich Kuba-Reisen erleichtern

Die US-Regierung will nach Medienberichten Beschränkungen bei Reisen nach Kuba weiter lockern. Wie die „New York Times“ heute berichtete, sollen Studienaufenthalte und Besuche von religiösen und kulturellen Gruppen in dem kommunistischen Land leichter werden. Ziel seien verstärkte Kontakte von „Mensch zu Mensch“ und der Austausch von Erfahrungen, heißt es unter Berufung auf Washingtoner Regierungsbeamte.

Embargo soll beibehalten werden

Das jahrzehntealte Handelsembargo gegen das Regime in Havanna soll aber beibehalten werden. Die Zeitung spricht von einer „bedeutenden“ politischen Kursänderung. US-Präsident Barack Obama wolle damit nach den Restriktionen unter der republikanischen Administration George W. Bush an die Politik seines demokratischen Vorvorgängers Bill Clinton anknüpfen. In einem ersten Schritt hatte Obama bereits Beschränkungen bei Verwandtenbesuchen aufgehoben.

Bisher sind Kuba-Flüge nur aus drei US-Städten - Miami, New York und Los Angeles - möglich. Auch das soll ausgeweitet werden. Außerdem wolle Obama künftig auch Geldüberweisungen und Spenden aus den USA an Kirchen, Schulen und Menschenrechtsgruppen erlauben.

Publiziert am 17.08.2010