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„Misstrauen“ soll zerstreut werden
Die Killerinnen seien „von angenehmer Erscheinung“ im Alter zwischen 18 und 30 Jahren mit dem Ziel, „das Misstrauen des Feindes zu zerstreuen“. Die meisten von ihnen seien bereits wiederholt für Mordaufträge eingesetzt worden. Die Frauen arbeiteten „wie die Männer“, benutzten dieselben Fahrzeuge und dieselben Waffen, führte Amaya aus.
Im Drogenkrieg in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez, in der das gleichnamige Drogenkartell besonders aktiv ist, kamen allein zwischen Montagabend und Dienstagmittag rund ein Dutzend Menschen ums Leben, wie der zuständige Staatsanwalt mitteilte. Von einer auffällig großen Tatbeteiligung gutaussehender Frauen wurde laut Staatsanwalt bisher nichts bekannt.
Blutiger Streit um Schmuggelrouten
Die rivalisierenden Drogenbanden machen sich die lukrativen Schmuggelrouten in die USA streitig. Präsident Felipe Calderon hatte nach seinem Amtsantritt eine Großoffensive gegen die Drogenbanden gestartet, rund 50.000 Soldaten sowie die Polizei sind dafür im Einsatz.
Im Drogenkrieg wurden in den vergangenen dreieinhalb Jahren mehr Menschen getötet als bisher angenommen. Wie der Direktor des Zentrums für Investigation und Nationale Sicherheit (CISEN) Anfang August in Mexiko-Stadt mitteilte, fanden seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderon im Dezember 2006 mehr als 28.000 Menschen den Tod. Erst vor wenigen Wochen hatte die Generalstaatsanwaltschaft die Zahl der Toten mit 25.000 angegeben.
Auch neue Banden wollen mitmischen
Nach Erkenntnissen des CISEN nimmt die Gewalt durch die organisierte Kriminalität in Mexiko beständig zu. Zwar hätten die Sicherheitskräfte den Kartellen schwere Schläge zugefügt und ihre operativen Fähigkeiten beeinträchtigt. Doch seien dadurch auch viele neue Gruppen entstanden, die sich gegenseitig bekämpften.
Laut CISEN wurden insgesamt 963 gewaltsame Zusammenstöße mit jeweils mehreren Toten gezählt. In dem Zeitraum seit Ende 2006 wurden 34.700 Fahrzeuge und 84.000 Waffen konfisziert. Außerdem beschlagnahmten die Behörden umgerechnet rund 340 Millionen Euro. Jedes Jahr wurden zudem 29 Tonnen Kokain, 6.000 Tonnen Marihuana und eine Tonne Heroin sichergestellt.
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Publiziert am 18.08.2010