Russland verteidigt Bau von iranischem Atomreaktor
Wenige Tage vor der offiziellen Einweihung hat Russland den mit seiner Hilfe vorangetriebenen Bau der iranischen Atomanlage Buschehr verteidigt. Mit dem Kraftwerk werde sichergestellt, dass Teheran die Atomenergie nur für zivile Zwecke nutze, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow gestern in Sotschi.
Die Atomanlage sei „der wichtigste Anker, der den Iran zum System der Nichtverbreitung verpflichtet.“ Diese Auffassung teilten „alle Staats- und Regierungschefs westlicher Staaten“, ergänzte Lawrow. Das Kraftwerk soll am Samstag in Betrieb genommen werden. Geplant ist, dass der mit russischer Hilfe gebaute Reaktor dann erstmals mit Brennstäben bestückt wird.
An der Einweihung soll auch der Chef der staatlichen russischen Atomenergiebehörde Rosatom, Sergej Kirijenko, teilnehmen. Ab September soll Buschehr nach iranischen Angaben Strom produzieren. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel der zivilen Atomnutzung heimlich nach Atomwaffen zu streben.
Publiziert am 18.08.2010