Bankensteuer: RZB-Chef will „alle zahlen“ lassen

Die Budgetsanierung sei kein Bankenspezifikum, wenn schon, dann müssten alle Institutionen in Österreich, „die sich das leisten können“, zur Budgetsanierung beitragen, meint RZB-Chef Walter Rothensteiner in einem Interview mit dem „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe).

Rothensteiner spricht sich jedoch gegen eine „Reichensteuer“ ebenso aus wie gegen eine europaweite Finanztransaktionssteuer. Ohnehin sei er der Meinung, dass die Maßnahmen überbewertet seien: „Mit einer 500-Millionen-Bankensteuer wird man das Budget nicht sanieren können“, so Rothensteiner.

RZB-Chef will nur „Risiko“ besteuern

Der RZB-Chef hofft laut eigener Aussage weiterhin, dass der Finanzminister bei der geplanten Besteuerung der Banken die Steuer „auf das Risiko der Banken“ abstellen wird, ansonsten würde man nur das Geschäft in der Wirtschaft einschränken. Es müsse ein Mix herauskommen, der für die meisten noch erträglich sei.

Zur Bankensteuer soll es laut APA-Informationen im September zur nächsten großen Runde mit den wichtigsten Bankern des Landes und dem Finanzministerium kommen. Rothensteiner warnte zudem davor, dass Bankensteuern zum Abzug von Kapital in steuerlich attraktivere Länder führen werde.

Publiziert am 18.08.2010