Kundus-Angriff: Keine Konsequenzen für deutschen Oberst
Fast ein Jahr nach dem Bombenangriff im afghanischen Kundus steht fest, dass der deutsche Bundeswehroberst Georg Klein mit keinerlei rechtlichen Konsequenzen zu rechnen hat. Auch die Bundeswehrführung stellte ihre Untersuchungen ein. Bei dem Angriff auf zwei Tanklastwagen waren mindestens 100 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden.
Für den damaligen Befehlshaber der Bundeswehr in der nordafghanischen Provinz bleibt der Vorfall ohne rechtliche Folgen. Die parlamentarische Untersuchung wird voraussichtlich noch bis Ende des Jahres andauern. Das Verteidigungsministerium teilte die Einstellung der Vorermittlungen zu einem Disziplinarverfahren gestern in einer kurzen Erklärung mit: „Anhaltspunkte für ein Dienstvergehen haben sich nicht ergeben“, hieß es darin. Näher begründet wurde die Entscheidung nicht.
Publiziert am 19.08.2010