USA: Direkte Nahost-Verhandlungen „sehr nahe“
Eine Entscheidung der Israelis und Palästinenser zur Aufnahme direkter Friedensverhandlungen steht möglicherweise kurz bevor. Ein solcher Beschluss sei „sehr, sehr nahe“, sagte US-Außenamtssprecher Philip Crowley gestern in Washington. Es müssten aber noch einige Einzelheiten ausgearbeitet werden.
Tauziehen um Bedingungen
Zuvor hatte Außenministerin Hillary Clinton mit mehreren Amtskollegen in der Region und mit Tony Blair gesprochen, der das Nahost-Quartett repräsentiert. Es besteht aus Vertretern der EU, Russlands, der Vereinten Nationen und der USA. Crowley deutete an, dass es bald eine Erklärung des Quartetts geben könnte, in der die Aufnahme direkter Verhandlungen offiziell unterstützt wird.
Die Palästinenser haben bisher direkte Gespräche an die Bedingung geknüpft, dass alle israelischen Siedlungsprojekte in den Palästinensergebieten gestoppt werden. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu seinerseits hat Vorbedingungen abgelehnt.
Publiziert am 20.08.2010