USA setzen auf mehr Privatfirmen für Schutz im Irak
Das US-Außenministerium will mehr Privatfirmen mit dem Schutz von diplomatischen und zivilen Einrichtungen im Irak beauftragen. Wie Sprecher Philip Crowley sagte, ist an eine Verdoppelung der bisherigen Zahl von privaten Sicherheitskräften gedacht, um die Lücken zu füllen, die durch den stufenweisen Abzug der US-Truppen aus dem Irak entstehen.
In der Nacht auf gestern hatte die letzte US-Kampfbrigade das Land verlassen. Laut US-Militär sind in dem arabischen Land noch über 50.000 US-Soldaten stationiert. Sie sollen die irakischen Sicherheitskräfte ausbilden und ihnen bei der Terrorabwehr zu helfen. Die letzten US-Soldaten sollen den Irak Ende 2011 verlassen.
Wie viele private Vertragspartner benötigt werden, sagte Crowley nicht. Die „New York Times“ berichtete indessen, die Zahl könne auf bis zu 7.000 steigen. Die Anwesenheit von privaten Sicherheitskräften im Irak hat in der Vergangenheit wiederholt zu Kontroversen und Animositäten zwischen den USA und der irakischen Regierung geführt - insbesondere nachdem Angehörige der US-Firma Blackwater 2007 in Bagdad das Feuer eröffnet und 17 Zivilisten getötet hatten.
Publiziert am 20.08.2010