Straßenschlachten nach Stromausfällen im Irak
Aus Verärgerung über mangelnde Stromversorgung haben sich Demonstranten im Süden des Iraks Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Mit Wasserwerfern und Schlagstöcken gingen die Beamten in Nassirija gegen etwa 250 Menschen vor, teilten die Behörden heute mit.
Die Demonstranten hätten am Vortag eine Ausgangssperre missachtet und die Beamten mit Steinen beworfen, verlautete aus Polizeikreisen. Das örtliche Krankenhaus teilte mit, etwa neun Menschen seien verletzt worden, darunter sechs Polizisten. 37 Demonstranten wurden laut Polizei festgenommen.
Nachdem die Gewalt zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen nachgelassen hat, wächst in der Bevölkerung der Unmut über Mängel bei den öffentlichen Diensten. So gibt es nur wenige Stunden am Tag Strom, obwohl im Sommer die Temperaturen auf bis zu 50 Grad steigen können. Nach ersten Protesten im Juni hatte Ministerpräsident Nuri al-Maliki den für die Stromversorgung zuständigen Minister ersetzt.
Publiziert am 22.08.2010