12.000 Brände im brasilianischen Amazonasgebiet

Im brasilianischen Amazonasgebiet wüten schwere Waldbrände, die auch zahlreiche Naturschutzgebiete sowie die größte Flussinsel der Welt verwüstet haben. Die Hälfte der Ilha do Bananal sei betroffen, sagte ein Sprecher des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (INPE), Alberto Setzer.

10.000 Quadratkilometer der Insel seien von den Flammen verwüstet worden. In der gesamten zentralen Amazonasregion sowie im Süden des Gebiets registrierte das Institut mit Hilfe von Satellitenbildern insgesamt 12.000 Brandherde. Die Armee half bei den Löscharbeiten. Fünf Löschflugzeuge verstärkten die Brandbekämpfer auf der Bananalinsel, die in den Flüssen Araguaia und Javaes liegt.

Setzer zufolge standen Dutzende geschützte Wälder in Flammen, darunter der Nationalpark von Araguaia, wo auch die Ilha do Bananal liegt. Als Ursache für die verheerenden Brände machte der Sprecher das Abbrennen von Flächen durch Bauern verantwortlich, die dadurch ihre Felder wieder fruchtbarer machen wollen. Das Abbrennen ist in dieser Jahreszeit verboten. Die in diesem Jahr besonders große Trockenheit und hohe Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius seien „ideale Bedingungen für das Zünden und die Ausbreitung von Feuern“, sagte Setzer.

Publiziert am 24.08.2010