Bewaffnete töten in Somalia mehrere Abgeordnete

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu haben bewaffnete Kämpfer heute ein Hotel gestürmt und mindestens zehn Abgeordnete getötet. Anschließend hätten Regierungstruppen das Hotelgelände umstellt, hieß es.

Zuvor waren bei schweren Kämpfen zwischen Armee und Rebellen in der somalischen Hauptstadt nach Behördenangaben mindestens 29 Zivilisten getötet worden. Die Armee habe „mehr als 15“ Rebellen der islamistischen Shebab-Miliz getötet, erklärte die Regierung. Die Aufständischen, die sich offen zum Terrornetzwerk Al-Kaida bekennen, hatten in mehreren Vierteln Mogadischus Armeestützpunkte angegriffen.

Immer wieder heftige Kämpfe

In Mogadischu geraten Zivilisten immer wieder in die Schusslinie, wenn somalische Militärs mit Hilfe von Soldaten der Afrikanischen Union (AU) gegen Rebellen kämpfen. Ein Sprecher der Shebab-Miliz hatte die Offensive angekündigt, die sich gegen Christen und „ihre Regierung“ in Somalia richte.

Seit fast zwei Jahrzehnten herrscht in Somalia Bürgerkrieg, die derzeitige Regierung des ostafrikanischen Landes hält sich nur mit Mühe und der Hilfe von AU-Soldaten an der Macht. In Mogadischu kontrolliert die Regierung nur noch einen kleinen Teil der Hauptstadt. Die Miliz Al-Shebab („Jugend“) kontrolliert außerdem große Gebiete im Süden sowie im Zentrum Somalias.

Publiziert am 24.08.2010