EU-Kommission: Banken-„Stresstests“ künftig regelmäßig

Die Europäische Union will die Stresstests mit ihren Banken zu einer Dauereinrichtung machen. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn sagte heute in New York, die Regulierer planten regelmäßige Studien, ob die Institute mit widrigen äußeren Bedingungen fertig werden.

Bei dem von großer Aufmerksamkeit begleiteten „Stresstest“ im Juli waren sieben von 91 Banken durchgefallen - davon fünf spanische Sparkassen -, weil ihr Eigenkapital im Krisenfall nicht ausreichen würde. Die Aufseher hatten damit vor allem die Marktteilnehmer beruhigen wollen, die europäische Banken in Gefahr sahen, wenn es zu einer Staatsanleihen-Krise in Südeuropa kommen würde. Mit Blick darauf hatte der „Stresstest“ seinen Zweck erfüllt.

Lob für Griechenland

Rehn lobte, das wegen seiner Verschuldung besonders im Fokus stehende Griechenland habe „beeindruckende Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung“ gemacht. Griechenland wartet noch auf den zweiten Teil eines 110 Milliarden Euro schweren Hilfspakets der EU und den Internationalen Währungsfonds (IWF). In einem Beitrag für das „Wall Street Journal“ hatte Rehn Spekulationen auf eine Umschuldung Griechenlands als deplatziert bezeichnet. Die Strukturreformen führten dort vielmehr wahrscheinlich zu einem höheren Wachstum des Bruttoinlandsprodukts als erwartet, schrieb er. Vor Journalisten sagte der Finne, die Euro-Zone insgesamt erlebe gegenwärtig einen robusten, aber holprigen Aufschwung.

Publiziert am 24.08.2010