Studie: Scheidungskinder rauchen öfter

Scheidungskinder rauchen häufiger und früher als Gleichaltrige aus traditionellen Familien. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Forschungsinstituts DIW Berlin hervor. Das Aufwachsen bei einer alleinerziehenden Mutter oder der frühe Tod des Vaters haben danach hingegen keinen großen Einfluss auf das spätere Rauchverhalten.

„Vor allem die Scheidung der Eltern während der Kindheit erhöht das Rauchrisiko“, sagte DIW-Experte Thomas Siedler heute. Es steigt bei westdeutschen Scheidungskindern um 14 Prozentpunkte und liegt bei Ostdeutschen und Migranten sogar um 25 Prozentpunkte höher als bei Sprösslingen aus „klassischen“ Familien.

Die Studie fußt auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), einer seit 1984 laufenden Langzeituntersuchung von 11.000 privaten Haushalten in Deutschland. Ausgewertet wurden dazu die Angaben von 2.500 jungen Menschen von durchschnittlich 24 Jahren. Unterschieden wurde zwischen ostdeutschen, westdeutschen und Jugendlichen mit ausländischem Hintergrund.

Publiziert am 25.08.2010