Iran schlägt Russland Brennstäbeproduktion vor
Der Iran hat Russland einen Vorschlag zur gemeinsamen Produktion von Brennstäben für das iranische Atomkraftwerk Buschehr unterbreitet. Der staatliche englischsprachige Fernsehsender Press TV zitierte heute den Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, mit den Worten: „Wir haben Russland vorgeschlagen, ein Konsortium unter russischer Lizenz zu bilden, das teilweise die Arbeit im Iran und teilweise in Russland macht.“ Moskau prüfe den Vorschlag, fügte Salehi hinzu.
Ein Sprecher der russischen Atomenergiebehörde sagte, beide Länder würden die Möglichkeit prüfen, eine Fabrik für die Produktion der Brennstäbe für Buschehr zu errichten. Die Fabrik solle im Iran unter russischer Lizenz arbeiten. Die Urananreicherung für das Befüllen der Brennstäbe solle allerdings in Russland erfolgen.
Mit russischer Hilfe hat der Iran am Samstag damit begonnen, sein erstes Atomkraftwerk in Buschehr mit Brennstäben zu befüllen. Das für den Betrieb des 1.000-Megawatt-Reaktors in Buschehr benötigte Uran ist deutlich unterhalb der für den Bau von Atomwaffen benötigten Anreicherungsstufe von 90 Prozent.
Publiziert am 26.08.2010