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Kein Rekordniveau wie vor der Krise
Einheitlich werde das Bild jedoch nicht sein, so Johnson Associates. Während bei Brokern und in der Vermögensverwaltung Zuwächse von bis zu 15 Prozent möglich seien, dürften die Boni im fixen Einkommensbereich und im Aktienhandel um bis zu 15 Prozent sinken. Die Milliarden-Bonuszahlungen waren häufig Gegenstand von Kritik insbesondere während der Finanzkrise.
Erst vor wenigen Wochen wurde in einem US-Regierungsbericht veröffentlicht, dass gerade auf dem Höhepunkt der Finanzkrise US-Banken ihren Spitzenmanagern 1,6 Milliarden Dollar (1,3 Mrd. Dollar) an „ungerechtfertigten“ Boni gezahlt hatten. 17 der Geldhäuser hätten die üppigen Sonderzahlungen Ende 2008 und Anfang 2009 fließen lassen, nachdem sie milliardenschwere Hilfen aus Steuermitteln bekommen hätten, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf Regierungsbeamte. Die Prämien seien nach „planlosen Kriterien“ gezahlt worden.
Rekordniveau 2005
Auch 2008, im Jahr der Finanzkrise, wurden noch Milliardenprämien bezahlt. Die Wall Street schüttete für 2008 insgesamt Jahresprämien von 18,4 Milliarden Dollar (14 Mrd. Euro) an die in New York noch knapp 170.000 Beschäftigten der Branche aus. Das war nach Angaben des staatlichen Rechnungsprüfers die sechsthöchste Summe aller Zeiten. Der Bonuspool sank allerdings zum Vorjahr um 44 Prozent. Der Rückgang war in absoluten Zahlen der stärkste der Geschichte und auch prozentual so deutlich wie seit mehr als drei Jahrzehnten nicht.
2005 hatten die Bonuszahlungen an der Wall Street ein Rekordniveau von rund 21,5 Milliarden Dollar erreicht, angetrieben von enormen Gewinnen von den damals großen Investmentbanken Goldman Sachs, Bear Stearns und Lehman Brothers.
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Publiziert am 29.08.2010