US-Diplomaten sollen ihre Kinder in Mexiko in Sicherheit bringen
Nach einer Eskalation der Drogengewalt haben die USA ihre Diplomaten in der mexikanischen Stadt Monterrey aufgefordert, ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. „Vom 10. September dürfen sich keine Minderjährigen, keine Kinder von US-Regierungsmitarbeitern mehr in Monterrey aufhalten“, sagte eine Sprecherin der US-Botschaft in Mexiko-Stadt. Die USA unterhalten in Monterrey ein Konsulat.
Am 20. August hat eine Drogenbande vor der Amerikanischen Schule in der nordmexikanischen Stadt Leibwächter angegriffen. Nach US-Angaben handelte es sich um einen Entführungsversuch.
Monterrey ist der Sitz zahlreicher Unternehmen und galt ehemals als eine der sichersten Städte Lateinamerikas. Seit Jahresbeginn hat die Gewalt aber dramatisch zugenommen. Zwei lokale Drogen-Kartelle liefern sich seit Monaten einen regelrechten Krieg.
Erneut Leichen gefunden
An der Autostraße von Chihuahua in Richtung USA fanden mexikanische Polizisten gestern nach Behördenangaben erneut die verbrannten Körper von insgesamt neun Menschen in einem Fahrzeug. An der Autobahn von Mexiko-Stadt nach Acapulco am Pazifik wurden sechs Tote geborgen. Sie waren gefesselt und ihre Augen waren verbunden. An weiteren Stellen rund um Acapulco im Staate Guerrero wurden weitere sechs Leichen gefunden, die alle gefesselt waren. Seit Dezember 2006 sind im mexikanischen Drogenkrieg rund 28.000 Menschen ums Leben gekommen.
Publiziert am 28.08.2010