Serbien will doch mit EU über Kosovo sprechen

Serbien will nun doch mit der EU über die seit 2008 unabhängige ehemalige serbische Provinz Kosovo sprechen. „Eine Regierungsdelegation wird in Kürze nach Brüssel reisen, um mit den EU-Behörden über die Kosovo-Resolution zu reden“, sagte Serbiens Präsident Boris Tadic am Wochenende.

Serbien will sich mit der Abspaltung der mehrheitlich von Albanern bewohnten Ex-Provinz nicht abfinden und über eine UNO-Resolution neue Verhandlungen über den staatsrechtlichen Status des Kosovo erzwingen.

Für Belgrad „rote Linie“

Doch nun deutet Tadic Entgegenkommen an. „Ich glaube, dass unsere Resolution voller Kompromisse ist“, sagte der serbische Präsident. „Ich glaube aber auch, dass niemand gegen Verhandlungen sein kann.“ Eine Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo schloss er aber weiter kategorisch aus. „Serbien wird niemals das Kosovo anerkennen. Das ist für uns eine rote Linie, die wir nie übertreten werden.“

Publiziert am 29.08.2010