USA verschärfen Sanktionen gegen Nordkorea

Die USA haben neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Die Strafmaßnahmen beträfen vier Einzelpersonen und acht Unternehmen mit Verbindungen zur nordkoreanischen Regierung und deren Atomprogramm, teilte das US-Finanzministerium gestern in Washington mit. Mit den Sanktionen verbindet sich unter anderem das Einfrieren aller Vermögenswerte in den USA, ein Einreiseverbot sowie das Verbot von geschäftlichen Verbindungen.

Von den neuen US-Maßnahmen betroffen ist unter anderem der Chef der nordkoreanischen Atomenergiebehörde, Ri Je Son. Auch gegen Ri Hong Sop, der den umstrittenen nordkoreanischen Atomreaktor Yongbyon geleitet haben soll, verhängten die USA Strafmaßnahmen.

Das Atomprogramm zählt zu den großen Streitpunkten zwischen Nordkorea und den USA. Die im August 2003 aufgenommenen Gespräche über das Atomprogramm Pjöngjangs liegen seit April 2009 auf Eis. Damals war Nordkorea nach wegen eines Raketentests verhängten UNO-Sanktionen aus den Verhandlungen ausgestiegen. Wenig später unternahm das kommunistisch regierte Land einen weiteren Atomwaffentest.

Publiziert am 30.08.2010