Pakistan: Bevölkerung droht Gefahr durch Minen

Infolge der Flutkatastrophe in Pakistan droht den Bewohnern der Überschwemmungsgebiete eine neue Gefahr: Durch den Rückgang der Fluten kämen freigespülte Landminen an die Oberfläche, erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) gestern in Genf. Im Süden Pakistans bemühten sich die Behörden, die insgesamt mehr als 100.000 Einwohner von zwei vom Hochwasser bedrohten Städten in Sicherheit zu bringen.

Seit Beginn der Überschwemmungen vor mehr als einem Monat seien in der nordwestlichen Region Dera Ismail Khan und im pakistanischen Teil Kaschmirs drei Kinder, eine Frau und ein Mann durch Landminen schwer verletzt worden, sagte die IKRK-Beauftragte für Pakistan, Luiza Khazhgerieva, der Nachrichtenagentur AFP.

Von den Überschwemmungen in Pakistan sind 17,2 Millionen Menschen direkt betroffen. In einigen Gebieten hielt die akute Überschwemmungsgefahr weiterhin an. Die Wassermassen des über die Ufer getretenen Flusses Indus strömten auf die südlichen Städte Jati und Choohar Jamali zu, wie ein Behördensprecher mitteilte. Die insgesamt gut 100.000 Einwohner seien aufgefordert worden, die beiden Städte zu verlassen. „Wir versuchen alles, um die zwei Städte zu retten“, fügte der Behördenvertreter hinzu.

Publiziert am 31.08.2010