USA fahnden nach Chef der pakistanischen Taliban
Die USA haben den Chef der pakistanischen Taliban zur Fahndung ausgeschrieben und die Gruppierung auf ihre Schwarze Liste der Terrororganisationen gesetzt. Die US-Bundesjustiz wirft dem pakistanischen Taliban-Chef Hakimullah Mehsud eine „terroristische Verschwörung“ zur Ermordung von sieben CIA-Agenten im Dezember 2009 in Afghanistan vor, wie das Justizministerium in Washington gestern mitteilte.
Kopfprämie ausgesetzt
Für Hinweise zu Mehsuds Ergreifung setzte die US-Justiz fünf Millionen Dollar (3,91 Mio. Euro) aus. Vor einem Bundesgericht in Washington wurde Klage gegen Mehsud eingereicht. Die sieben Mitarbeiter des US-Geheimdiensts CIA waren am 30. Dezember 2009 im afghanischen Chost getötet worden, als ein Selbstmordattentäter einen Sprengsatz zündete. In einem Video hatte der Attentäter, ein Jordanier, zuvor angekündigt, sich für den Tod des früheren Chefs der pakistanischen Taliban Baitullah Mehsud an den USA rächen zu wollen.
Die vom US-Außenministerium bekannt gegebene Aufnahme der pakistanischen Taliban in die Schwarze Liste belegt die Gruppe mit einer Serie von Strafmaßnahmen. Dazu zählen das Einfrieren aller Guthaben in den USA, Einreiseverbote für ihre Mitglieder sowie Strafmaßnahmen für jeden, der materielle Hilfe für die Vereinigung leistet. In Pakistan firmiert die Gruppe unter dem Namen Tehreek-e-Taliban.
Publiziert am 01.09.2010