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Koordinationszentrum für Einsätze

Ungeachtet der Friedensbemühungen für den Nahen Osten haben mehrere bewaffnete Palästinensergruppen Israel mit neuer Gewalt gedroht. Insgesamt dreizehn bewaffnete Palästinensergruppen, darunter auch die Essedin-al-Kassam-Brigaden als bewaffneter Arm der radikalislamischen Hamas, verständigten sich am Donnerstag nach eigenen Angaben darauf, ihre Aktionen künftig miteinander abzustimmen.

„Wir haben beschlossen, ein Koordinationszentrum für unsere Einsätze gegen den (Anm. israelischen) Feind zu gründen“, verkündete der Sprecher der Ezzedin-al-Kassam-Brigaden, Abu Obeida, vor Journalisten in Gaza. Der „zionistische Feind“ solle „an jedem Ort und zu jeder Zeit“ angegriffen werden, ergänzte Obeida. „Alle Optionen“ seien möglich, auch Raketenangriffe von der Stadt Gaza auf Tel Aviv. Die im Gazastreifen regierende Hamas ist mit der gemäßigten Palästinenserfraktion von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verfeindet und lehnt Friedensgespräche mit Israel ab.

Ihr bewaffneter Arm hatte sich zu zwei Angriffen auf Israelis im Westjordanland am Dienstag und am Mittwoch bekannt. Die Vorfälle hatten die Wiederaufnahme der direkten Friedensgespräche zwischen Abbas und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu in Washington überschattet. Beide Seiten verständigten bei ihrem ersten Treffen seit fast zwei Jahren darauf, die Friedensgespräche im Zwei-Wochen-Rhythmus fortzuführen.

Im Westjordanland kam es am Donnerstagabend unterdessen erneut zu einem Angriff. Ein zwölfjähriges israelisches Mädchen sei verletzt worden, als nahe der jüdischen Siedlung Rewawa Steine auf ein Auto geschleudert worden seien, teilte die israelische Armee mit. Das Mädchen sei in ein Krankenhaus gebracht worden, es schwebe aber nicht in Lebensgefahr.

250 Hamas-Sympathisanten festgenommen

Bei dem Anschlag am Dienstag waren vier jüdische Siedler, darunter eine schwangere Frau, getötet worden, als ihr Auto nahe Hebron im Westjordanland beschossen wurde. Zu der Tat bekannte sich der bewaffnete Arm der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas, die Essedin-al-Kassam-Brigaden.

Nach dem Anschlag ging die Palästinenserpolizei massiv gegen Mitglieder der Hamas vor. Die Sicherheitskräfte von Abbas nahmen in der Nacht auf Mittwoch etwa 250 Aktivisten und Anhänger der Organisation fest, wie die Hamas mitteilte. Die israelische Armee riegelte weite Teile des Gebiets um Hebron ab.

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Publiziert am 03.09.2010