Afghanische Taliban offenbar in finanziellen Schwierigkeiten
Angesichts des Kampfs der NATO-Truppen gegen den Drogenhandel in Afghanistan droht den dortigen Taliban-Rebellen offenbar Geldnot. Die Aufständischen müssten derzeit mit weniger als der Hälfte der Geldmittel auskommen, die ihnen vor einem Jahr zur Verfügung gestanden hatten, sagte US-General Richard Mills in einer Videokonferenz aus Afghanistan.
Mills befehligt die internationalen Truppen in der südlichen Provinz Helmand, die für die Taliban eine der Hauptanbauregionen von Mohn ist. „Wir haben Informationen, die darauf schließen lassen, dass die Aufständischen in einer Finanzkrise stecken“, sagte der US-General.
Nach Angaben des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (ONUDC) wurden in Afghanistan im vergangenen Jahr fast 7.000 Tonnen Opium produziert. Das entspricht mehr als 90 Prozent der weltweiten Produktion. Opium dient der Herstellung von Heroin.
Publiziert am 03.09.2010