Schweres Erdbeben erschüttert Neuseeland
Zwei Menschen sind bei einem starken Erdbeben in Neuseeland schwer verletzt worden. Nach Krankenhausangaben erlitten mehrere Menschen leichte Verletzungen wie Schnittwunden, Prellungen oder Knochenbrüche. Die am stärksten betroffene Stadt Christchurch auf der Südinsel rief heute Früh den Notstand aus.
Das Beben der Stärke 7,1 - zuvor waren von Experten 7,2 und 7,4 genannt worden - zerstörte in der größten Stadt der Südinsel Gebäude, Brücken, Straßen und Autos. Es seien zehn spürbare Nachbeben der Stärken 3,9 bis 5,2 registriert worden. Seismologen warnten vor einem größeren Nachbeben.
Stromausfälle und Plünderungen
In Christchurch wurden einige Fälle von Plünderungen bekannt. Die Polizei sperrte bis Sonntag den Innenstadtbereich ab. Bis dahin soll das Ausmaß der Schäden eingeschätzt worden sein. Der neuseeländische Ministerpräsident John Key und andere Kabinettsmitglieder wollten sich vor Ort selbst ein Bild von der Zerstörung machen.
In der Stadt fiel großflächig die Strom- und Wasserversorgung aus, wie örtliche Medien berichteten. Auch Handynetze seien ausgefallen. Viele Menschen liefen im Dunkeln in Schlafanzügen auf die Straßen, hieß es auf der Website der Lokalzeitung „The Press“.
Mehrere Nachbeben
Nach dem Hauptbeben kam es noch zu zwölf stärkeren Nachbeben mit Stärken zwischen 3,9 und 5,3, wie der staatliche neuseeländische Geologische Dienst GNS Sciences berichtete. Das Zentrum des Bebens lag den Angaben zufolge rund 30 Kilometer westlich von Christchurch in zehn Kilometern Tiefe.
Video dazu in iptv.ORF.at
Publiziert am 04.09.2010