USA und Südkorea verschieben Seemanöver
Die Streitkräfte der USA und Südkoreas haben ein als Abschreckung gegen Nordkorea geplantes Seemanöver verschoben. Die fünftägigen Übungen zur U-Boot-Abwehr sollten heute im Gelben Meer beginnen. Als Grund für die Verschiebung nannten die US-Streitkräfte in Korea (USFK) einen heraufziehenden Taifun.
„Obwohl die Allianz unter allen Wetterbedingungen operieren kann, wurde die Entscheidung im Interesse der Sicherheit aller Beteiligten getroffen.“ Ein neuer Termin wurde zunächst nicht genannt.
Reaktion auf Versenkung von Kriegsschiff
Es sollten die zweiten Übungen in einer Serie von gemeinsamen Manövern sein, die beide Länder als Reaktion auf die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes angekündigt hatten. Bei dem Vorfall im März nahe der koreanischen Seegrenze im Gelben Meer wurden 46 Seeleute getötet.
Beide Länder machen das kommunistische Nordkorea dafür verantwortlich. Das Schiff wurde nach Angaben von Ermittlern bei einem Torpedo-Angriff durch ein nordkoreanisches U-Boot versenkt. Nordkorea weist jedoch jede Schuld von sich.
Publiziert am 04.09.2010