Studiengebühren: Schmied erteilt Karl Abfuhr
Auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) erteilt Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) eine Abfuhr, was die Wiedereinführung von Studiengebühren angeht. Die SPÖ stehe für den Grundsatz „freies Studium“ für alle, erklärte die Ressortchefin im Ö1-Radio.
Karl hatte angeregt, modifizierte Studiengebühren zu etablieren. Gezahlt würde demnach nicht mehr pro Semester, sondern pro abgelegter Prüfung bzw. besuchter Lehrveranstaltung.
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ÖH lehnt Karl-Vorstoß ab
Die Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) lehnt den neuen Anlauf Karls ab. Ohnehin habe Österreich zu wenige Absolventen, Studiengebühren hätten genau wie Zugangsbeschränkungen fatale Auswirkungen, heißt es in einer ÖH-Aussendung. „Es ist an der Zeit, dass die Bundesministerin endlich ihr Amt ausfüllt und sich in den Budgetverhandlungen gegen ihren Parteifreund Josef Pröll durchsetzt. Für die Ausfinanzierung ist der Staat verantwortlich, nicht Studierende ohne Einkommen“, so Sigrid Maurer vom Vorsitzteam der ÖH.
Publiziert am 05.09.2010