Mindestens zwölf Tote bei Anschlag in Bagdad

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Armeegebäude in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind heute mindestens zwölf Menschen getötet worden. Zudem seien 36 weitere Menschen verletzt worden, wie ein Vertreter des größten Krankenhauses in Bagdad sagte.

Die insgesamt fünf Attentäter fuhren mit einem Minibus vor dem Gebäude vor, den sie zur Explosion brachten.

Blutigstes Attentat seit Ende des US-Kampfeinsatzes

Bei dem Anschlag am Vormittag auf den früheren Sitz des irakischen Verteidigungsministeriums im zentral gelegenen Stadtviertel Bab Al-Muasam handelt es sich um das blutigste Attentat seit dem Ende des US-Kampfeinsatzes im Irak vor wenigen Tagen. Nach Angaben eines Soldaten am Anschlagsort waren unter den Verwundeten mehrere seiner Kameraden.

Ende August hatte die US-Armee ihre Kampfbrigaden abgezogen und den Kampfeinsatz im Irak offiziell beendet. Die knapp 50.000 noch im Irak verbleibenden US-Soldaten sollen sich auf die Ausbildung und Beratung der einheimischen Truppen beschränken und das Land bis Ende 2011 verlassen. Der Abzug der US-Kampftruppen hatte zuletzt Befürchtungen bezüglich der ohnehin angespannten Sicherheitslage im Irak genährt, wo wieder häufiger Anschläge verübt werden.

Publiziert am 05.09.2010