Mutter-Teresa-Kirche im Kosovo eingeweiht
In der Kosovo-Hauptstadt Pristina ist heute die neue Mutter-Teresa-Kirche eingeweiht worden, die durch Spenden von Albanern errichtet worden war. Schätzungsweise 3.000 Katholiken auch aus den Nachbarländern nahmen an dem Weihegottesdienst teil, der von Erzbischof Zef Gashi zelebriert wurde, den Papst Benedikt XVI. als Sondergesandten geschickt hatte.
Die Baukosten der noch nicht ganz fertiggestellten Kirche, deren beide Türme rund 70 Meter hoch sind, werden auf eine Million Euro geschätzt. Die Einweihung fand anlässlich des 100. Geburtstags der weltbekannten Nonne (26. August) statt.
Anspruch auf Gebeine
Das Kosovo will mit der neuen Kathedrale auch seinen Anspruch auf die Gebeine der 1997 gestorbenen Ordensfrau unterstreichen, die fast ihr ganzes Leben in den Armenvierteln Kalkuttas verbracht hatte, wo sie auch begraben ist.
Daneben bemühen sich auch Albanien und Mazedonien um die sterblichen Überreste der Nobelpreisträgerin (1979). Die Krankenschwester war in der heutigen mazedonischen Hauptstadt Skopje geboren worden. Ihre Mutter war Albanerin aus dem heutigen Kosovo, ihr Vater stammt wahrscheinlich aus dem südostalbanischen Moskopolje.
Publiziert am 05.09.2010