Cameron plant 3-D-Film über Brasiliens Ureinwohner
Nach seinem Kassenschlager „Avatar“ will der kanadische Starregisseur James Cameron einen 3-D-Film über Ureinwohner des brasilianischen Amazonasgebiets drehen. Er wolle noch in diesem Jahr Anführer des Xikrin-Kayapo-Stammes treffen, die ihn eingeladen hätten, sagte Cameron in einem gestern veröffentlichten Interview mit der brasilianischen Zeitung „Folha de Sao Paulo“. „Ich möchte eine 3-D-Kamera mitnehmen, um zu filmen, wie sie leben und wie ihre Kultur ist.“
Kämpft gegen Riesenstaudamm
Cameron besuchte das Amazonasgebiet bereits zweimal und bekundete dabei seine Unterstützung für den Widerstand der Ureinwohner gegen den Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte am Xingu, einem Zufluss des Amazonas. Für den umstrittenen Bau des drittgrößten Staudamms der Welt sollen Tausende Menschen umgesiedelt werden.
Während seiner Besuche drehte Cameron einen Kurzfilm über den Widerstand der Ureinwohner, der auf der Ende des Jahres erscheinenden DVD seines Spielfilms „Avatar“ zu sehen sein soll. „Avatar“ befasst sich mit einer ähnlichen Problematik: Das Volk der Na’Vi, das auf dem Planeten Pandora im Einklang mit der Natur lebt, setzt sich gegen eine Invasion der Menschen zur Wehr.
Publiziert am 06.09.2010