US-Pastor plant weiter Verbrennung des Korans
Ungeachtet des weltweiten Aufschreis will ein Pastor einer kleinen radikalen Kirchengemeinde in Florida zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 den Koran verbrennen. US-Außenministerin Hillary Clinton sprach von einem „respektlosen, schändlichen Akt“. Der Kommandeur der US-Truppen in Afghanistan, David Petraeus, warnte vor verstärkten Anschlägen gegen US-Soldaten, doch das hält Pastor Terry Jones und seine 50-Seelen-Gemeinde nicht davon ab, noch weiter Öl ins Feuer zu gießen.
Damokles-Wahl für US-Demokraten
In den USA steht Präsident Barack Obama vor seiner bisher größten politischen Belastungsprobe: In knapp zwei Monaten finden die Midterm Elections statt, ein Großteil der Abgeordneten im US-Kongress wird dabei neu gewählt. Die Umfragen sind für Obama und seine Demokraten alles andere als erfreulich. Im - aus seiner Sicht - schlimmsten Fall würde Obama nach diesem Wahlgang nichts mehr ohne die Stimmen der Republikaner beschließen können.
Grasser einvernommen
Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser ist heute zum zweiten Mal von der Staatsanwaltschaft befragt worden. Mehr als sechs Stunden dauerte die Einvernahme. Dabei seien alle möglichen Fragen beantwortet worden, sagte Grasser. Er rechne damit, dass das Verfahren gegen ihn bald eingestellt werde. Davon könne keine Rede sein, kontert die Staatsanwaltschaft. Kern der Befragung heute war die Glücksspielgesetzesnovelle 2006. Dabei besteht der Verdacht, dass sich der Glücksspielkonzern Novomatic die Gunst des Finanzminister kaufen wollte – natürlich gilt die Unschuldsvermutung.
Bestseller-Autor Von Schirach über neues Buch
„Die Dinge sind, wie sie sind" - dieses Zitat stellte Ferdinand von Schirach seinem neuen Erzählband „Schuld" voran. Die Erfahrungen mit Verbrechen und Grausamkeit verarbeitet Von Schirach literarisch. Nach seinem viel beachteten Debüt „Verbrechen", das ihn zum Bestsellerautor machte, hat er mit „Schuld" nun einen zweiten Erzählband vorgelegt. Dazu ist der Anwalt und Bestsellerautor live im ZIB2-Studio.
Spenden: Die freiwillige Reichensteuer
Der Microsoft-Gründer Bill Gates tut es, die US-amerikanischen Großinvestoren Warren Buffett und George Soros tun es auch: Sie Spenden viel Geld an wohltätige Organisationen. Gates und Buffett haben mit ihrer Initiative „Giving Pledge“ andere Reiche dazu aufgerufen, zumindest die Hälfte ihres Vermögens zu spenden. Dieser Gedanke scheint auch Österreich zu erreichen: Die Stiftung Essl, die Erste Stiftung und die Unruhe Stiftung, um nur einige zu nennen, rufen nun andere dazu auf, ebenfalls wohltätig zu werden. Das ist schön und gut, sagen hingegen Kritiker, viel wichtiger sei aber, dass Reiche Steuern bezahlen.
ZIB2 mit Armin Wolf, 22.00 Uhr, ORF2
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Publiziert am 08.09.2010