Lohnanstieg knapp über Schnitt der Euro-Zone

Die Löhne und Gehälter in Österreich sind in den letzten zehn Jahren um 30,9 Prozent gestiegen. Das war knapp mehr als im Schnitt der Euro-Zone (29,5 Prozent), aber deutlich weniger als im EU-Schnitt (35,5 Prozent), geht aus Zahlen hervor, die vom deutschen statistischen Bundesamt gestern bekanntgegeben wurden. Deutschland war mit einem Plus der Bruttoverdienste von nur 21,8 Prozent mit deutlichem Abstand Schlusslicht in der EU. Basis für die Untersuchung sind Daten aus 21 der 27 EU-Länder.

Die kräftigsten Verdienstsprünge gab es im vergleichsweise armen Rumänien mit einem Anstieg um 559,3 Prozent. Portugiesen (plus 29,9 Prozent) und Franzosen (plus 30,5 Prozent) mussten sich mit einem unterdurchschnittlichen Plus auf dem Gehaltszettel begnügen.

Auch die Lohnnebenkosten stiegen in keinem anderen EU-Land so langsam wie in Deutschland. Während die Statistiker ein Plus von 9,3 Prozent errechneten, ergab sich im EU-Durchschnitt ein Anstieg um 38,5 Prozent.

Publiziert am 08.09.2010