Kampusch liest aus Autobiografie
Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen wird Natascha Kampusch heute in einer Buchhandlung in Wien aus ihrer Autobiografie „3096 Tage“ lesen. Zu einem Kontakt zwischen den Zuhörern und Natascha Kampusch, die 1998 im Alter von zehn Jahren von Wolfgang Priklopil entführt wurde, wird es nicht kommen. Die Zuhörer werden im Erdgeschoß sitzen, Kampusch im ersten Stock, die Lesung wird auf Vidi-Walls übertragen. Der Sicherheitsaufwand ist enorm: 31 Securitys werden zusammen mit 60 Mitarbeitern der Buchhandlung dafür sorgen, dass die Lesung ohne Probleme abgewickelt wird. Dazu ist live im Studio die Journalistin und Buchautorin Corinna Milborn, die die Biografie über und mit Natascha Kampusch geschrieben hat.
Lernen von der Schweiz?
In der aktuellen Wettbewerbsstudie des Weltwirtschaftsforums ist Österreich - im Vergleich zum Vorjahr - leicht zurückgefallen. Im Ranking ist Österreich unter 139 Staaten von Position 17 auf 18 zurückgerutscht, vor zwei Jahren lag es noch auf Rang 14. Erneuter Studiensieger: die Schweiz. Was machen die Eidgenossen besser, und ist das auch in Österreich möglich?
Immer mehr Afrikaner in China
Vom Westen oft unbeachtet werden die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen China und Afrika immer enger. Und weil es für die Förderung der afrikanischen Rohstoffe erforderlich ist, investiert China große Summen in die Infrastruktur auf dem Kontinent. Im Gegenzug sind in den vergangenen Jahren Tausende Afrikaner nach China gekommen, vor allem ins südchinesische Guangzhou. Grenzenlos willkommen sind diese aber nicht mehr, denn zu viele von ihnen sind untergetaucht und zum Teil kriminell geworden. Jetzt versucht die nigerianische Gemeinschaft die Kriminalität selbst zu bekämpfen und wirbt für eine Lockerung der Visa-Regeln.
Gerlinde Kaltenbrunner im Interview
Für die oberösterreichische Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner ist das Verhalten des steirischen Skyrunners Christian Stangl unerklärlich und enttäuschend. Auch für sie scheint der K2 ein Schicksalsberg zu sein. Sechsmal scheiterte sie an dem Achttausender und musste vor einem Monat zusehen, wie ihr Kamerad in den Tod stürzte.
„Heldenplatz“ in der Josefstadt
Vor 22 Jahren hat der Autor Thomas Bernhard ganz Österreich in Aufregung versetzt: Bei der Uraufführung von „Heldenplatz“ im November 1988 am Wiener Burgtheater gab es Polizeischutz, Direktor Peymann ist auf offener Straße angegriffen worden. Heute Abend hat das ehemalige Skandalstück Premiere im Theater in der Josefstadt, Martin Traxl berichtet davon live.
ZIB2 mit Armin Wolf, 22.00 Uhr, ORF2
Mail an die ZIB2
Publiziert am 09.09.2010