Russland bekräftigt Anspruch auf Arktis-Ressourcen

Russland hat auf einer internationalen Arktis-Konferenz erneut seinen Anspruch auf die immensen Rohstoffvorkommen im Eismeer bekräftigt. Ziel sei in erster Linie die „friedliche“ Erschließung der Ressourcen auf Grundlage wissenschaftlicher Forschungen und politischer Verhandlungen, sagte der Kreml-Beauftragte für die Arktis, Artur Tschilingarow, heute.   

Auf dem erstmals organisierten Forum wird auch Regierungschef Wladimir Putin erwartet. Die russische Führung hat immer wieder deutlich gemacht, dass sie ihre Ansprüche auf Teile des Territoriums notfalls auch militärisch durchsetzen will. So hat Russland etwa in einem Dokument über seine Arktis-Politik bis 2020 die Stationierung von Streitkräften in der Region angekündigt.

„Konfliktfreie“ Lösung angestrebt

Ziel sei aber nicht die Militarisierung, sagte der russische Botschafter im zwischenstaatlichen Arktischen Rat, Anton Wassilijew. Bislang sei lediglich geplant, „die materielle Basis, die für die Sicherheit vor allem des Schiffsverkehrs nötig ist, zu festigen“. Russland wolle „konfliktfrei“ mit den USA und Kanada sowie anderen Anrainern zusammenarbeiten.

Publiziert am 22.09.2010