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Warnung an Piloten im Cockpit

Bombenalarm für eine Boeing 777 auf dem Weg nach Pakistan: Ein Flugzeug der Pakistan Airlines war Ende September in Stockholm notgelandet, nachdem die kanadische Polizei wegen eines möglichen Selbstmordattentäters an Bord Alarm geschlagen hatte. Am Abend war klar: Der Mann ist unschuldig.

Sofort alarmierte Anti-Terror-Spezialisten der schwedischen Polizei hatten alle 255 Passagiere und die 18-köpfige Crew aus der Maschine gebracht und den Mann festgenommen. Er leistete keine Gegenwehr. Bei ihm selbst und auch im Flugzeug wurde kein Sprengstoff gefunden. Nach Vernehmungen bis in die Abendstunden gab die schwedische Polizei bekannt, dass der zu Unrecht denunzierte Mann wieder freigelassen worden war.

„Schlechter Scherz“

Flug PK782 war auf dem Weg von Toronto nach Karachi in Pakistan, als der Pilot über Funk von einem möglichen Attentäter unter seinen Passagieren erfuhr. Der Pilot entschloss sich zur schnellstmöglichen Landung auf dem Flughafen Arlanda in Stockholm. Es hieß, dass ein „anonymer Tipp“ gegenüber den kanadischen Polizei (RCMP) den Bombenverdacht ausgelöst hatte.

Später präzisierte Einsatzleiter Stefan Radman, der Hinweis sei von einer Frau in Kanada gekommen. Es scheint nicht ausgeschlossen zu sein, dass private Motive hinter der Warnung stehen könnten. Die RCMP vermutete ihrerseits, dass es sich nur um einen „schlechten Scherz“ einer Bekannten des etwa 30-jährigen Kanadiers pakistanischer Abstammung handelte.

Frau rief zweimal an

Die Frau hatte laut offiziellen kanadischen Angaben zweimal hintereinander bei den Behörden angerufen - einmal mit einer vagen Warnung, das zweite Mal mit genaueren Angaben zu Flug und dem vermeintlichen Terroristen. Die Behörden suchen nun nach jener Anruferin, die den offensichtlichen Fehlalarm ausgelöst hatte. Ihr könnten möglicherweise hohe Schadenersatzforderungen und ein Strafverfahren drohen.

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Publiziert am 29.10.2010