US-Klimabehörde: 2010 auf dem Weg zum Hitzerekord

Das laufende Jahr könnte das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Die Durchschnittstemperatur, kombiniert aus Land- und Ozeanwerten, sei in den ersten zehn Monaten mit fast 14,73 Grad Celsius bisher exakt so hoch gewesen wie im bisherigen Rekordjahr 1998, teilte die US-Klimabehörde NOAA gestern mit. Dieser Wert liege um 0,63 Grad über dem Mittel des 20. Jahrhunderts.

Auch im Oktober habe das Thermometer mit durchschnittlich 14,54 Grad ein halbes Grad mehr angezeigt als üblich. Es habe sich um den achtwärmsten Oktober gehandelt, seit die Wetterdaten erfasst werden, so die NOAA.

Dabei sei es in Europa und Australien kühler gewesen als üblich, in Russland und im Mittleren Osten dagegen wärmer. Ob 2010 am Ende tatsächlich als das größte Hitzejahr in die Geschichte eingeht, hänge auch davon ab, wie viel Abkühlung die derzeitigen Passatwinde im Pazifischen Ozean mit sich bringen.