Breitbandversorgung: EU-weit hinter dem Ziel
Breitbandanschlüsse nehmen im EU-Raum weiter zu. Das stärkste Wachstum bringen die mobilen Surfer – hier ist auch Österreich vorne dabei, so eine aktuelle Statistik der Europäischen Kommission.
Jedoch scheint das Ziel, bis 2013 eine Breitbandgrundversorgung für alle Bürger zu erreichen, schwierig. Auch bis zur flächendeckenden Versorgung mit „schnellen“ Breitbandverbindungen bis 2020 ist es noch ein weiter Weg.
Österreich im Mittelfeld
Über einen Breitbandbandanschluss verfügten im EU-Raum zur Jahresmitte 25,6 Prozent (2009: 23,9 Prozent). Österreich liegt mit 23,5 Prozent knapp unter dem EU-Durchschnitt. Das Ranking führen die Niederlande (38,7), Dänemark (38,2) und Luxemburg (33,2) an.
Mobiles Breitband wächst rasant
Mobiles Breitband nimmt in der EU sehr stark zu. Im EU-Durchschnitt haben sechs von 100 Einwohnern einen mobilen Breitbandzugang. Das ist eine Steigerung von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Österreich surfen etwa 17 von 100 Einwohnern mobil. Das Land findet sich damit auf Platz zwei hinter Finnland mit 21,5 mobilen Anschlüssen pro 100 Einwohner.
Geschwindigkeiten zu langsam
Um die Unterhaltungsbranche (HD-TV, Video-on-Demand) ausreichend bedienen zu können, ist laut EU schnelles Internet von mindestens 30 MBit/s durchschnittlich notwendig. Bis dato erreichen im EU-Raum fünf Prozent die 30 Mbit/s durchschnittlich und lediglich 0,5 Prozent 100 Mbit/s und mehr. Ein Drittel der EU-Bürger surft mit mehr als zehn Mbit/s, die große Mehrheit begnügt sich jedoch mit weniger.
Publiziert am 25.11.2010