Strache weist Vorwurf der Finanzierung durch Libyen zurück
FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache hat gestern Vorwürfe zurückgewiesen, seine Partei habe Finanzmittel aus libyschen Quellen erhalten. „Wir erhalten kein Geld von im Konflikt beteiligten Parteien, wir tun alles im Interesse des Friedens“, sagte Strache bei einer Pressekonferenz in Wien. Hinter den Vorwürfen steckten Versuche von „politischen Mitbewerbern“, seine Partei zu diffamieren.
Der Wiener FPÖ-Stadtrat David Lasar war am Freitag nach Tripolis zu Gesprächen mit Vertretern des Regimes von Muammar al-Gaddafi gereist. Dort habe er unter anderen den libyschen Vizeaußenminister Chalid Kajem und einen Sohn des libyschen Machthabers, Saif al-Islam, getroffen, sagte Lasar bei dem gemeinsamen Auftritt mit Strache.
„Zu Vermittlung bereit“
Die Reise sei von der FPÖ bezahlt worden, die Vertreter Gaddafis hätten lediglich ein Auto und Bewacher gestellt. Saif al-Islam habe sich ihm gegenüber zu Verhandlungen mit den Rebellen bereiterklärt, sagte Lasar, Bedingung dafür sei ein Ende der NATO-Bombardements. Die FPÖ stehe auch mit Vertretern der Rebellen in Kontakt und sei zur Vermittlung zwischen den Konfliktparteien bereit, so Strache.
SPÖ und Grüne hatten infolge der Reise Lasars ein Naheverhältnis der FPÖ zu dem libyschen Machthaber in den Raum gestellt und die Offenlegung der FPÖ-Parteifinanzen gefordert.
Publiziert am 18.07.2011