Stronach will ins Glücksspiel einsteigen

Frank Stronach - seit Mai Ex-Präsident von Magna International - will groß ins österreichische Glücksspiel einsteigen und bewirbt sich voraussichtlich um Casino-Lizenzen sowie um Automatenlizenzen in Nieder- und Oberösterreich, berichtete die Tageszeitung „Die Presse“ (Freitag-Ausgabe). Das erste Casino-Lizenzpaket umfasst Spielbanken in Bregenz, Innsbruck, Linz, Salzburg und Wien.

Stronachs Partner soll die deutsche Gauselmann-Gruppe werden, mit der Stronach eine eigene Gesellschaft gegründet hat, die Merkur Entertainment AG. Geführt wird die Gesellschaft von Rolf Falke, bei Gauselmann für das internationale Geschäft zuständig, und Magna-Racino-Geschäftsführer Tillmann Fuchs.

Stummvoll als Aufsichtsratspräsident

„Wir haben uns bisher im Bereich Sportwetten engagiert. Die Gauselmann-Gruppe ist der ideale Partner, um hierzulande hochwertige und innovative Spielstätten anzubieten“, zitierte die Zeitung Fuchs. Die Gauselmann-Gruppe ist eigenen Angaben zufolge der Primus der Spielautomatenbranche in Deutschland. Neben der Entwicklung und Produktion von Automaten betreibt der Konzern 500 Entertainment-Center in Europa.

Aufsichtsratspräsident soll ÖVP-Finanzsprecher Günter Stummvoll werden, der beim neuen Glücksspielgesetz mitgearbeitet hat. Stummvoll hat nach eigenem Bekunden seine neue Funktion dem Unvereinbarkeitsausschuss gemeldet „und nimmt jede Entscheidung zur Kenntnis“.

Magna baut Batteriewerk bei Graz

Magna International baut indes im Joint Venture mit einer Firma seines Gründers Stronach in Graz ein Batteriewerk. Die Fabrik, in der Batterien für Fahrzeuge hergestellt werden, soll einen Umsatz von 100 Mio. Euro machen

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